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Beer like star E.T.A. Hoffmann Dunkles Lagerbier

  • Typ Untergärig, Dunkles
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 78% von 100% basierend auf 8 Bewertungen und 4 Rezensionen

#9227

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 8 Bewertungen
83% Avatar von Hirsch
80% Avatar von maui
80% Avatar von gerdez
80% Avatar von Hobbytester
78% Avatar von MichaelF
77% Avatar von orsch
74% Avatar von goldblumpen
72% Avatar von Bier-Klaus

83% Bamberger Zahlenmystik

Avatar von Hirsch

Die Idee für heute war, einfach ein normales Dunkles aus dem Keller zu holen. Kein Festbier, keinen Bock, kein Saisonbier. Da bin ich beim E.T.A. Hoffmann vom Mahrs Bräu in Bamberg gelandet. Von wegen kein Sonderbier: „E.T.A. Hoffmann – 200 Jahre in Bamberg“ steht vorne drauf, „1808-1813“. Auch ohne einen (ebenfalls dunklen) Adam-Riese-Trunk aus Ebensfeld im Landkreis Bamberg vorher genossen zu haben, komme ich bei der Rechnung nicht ganz mit. Oder habe nicht die Fantasie: Sicher ist es E.T.A. Hoffmans Geist, der seit 200 Jahren durch Bamberg wabert und weht. Dabei waren diese fünf Jahre, die der weinliebende Hoffmann in Bamberg zugebracht hat, nicht wirklich seine Lieblingszeit. Perfekt wird die Zahlenmystik noch dadurch, dass auf dem dicken Strich, durch den der Name Hoffmann auf dem schwungvollen Etikett hervorgehoben ist, das Mindesthaltbarkeitsdatum aufgestempelt ist. Dadurch kommen „2017“ (MHD), „200 Jahre“ und „1813“ genau übereinander zu stehen. Na ja, in Hoffmanns literarischen Welten war ja auch so manches unergründlich...
(Im Ernst - das Bier ist 2008 eingeführt worden und - zur Recht, wie ich finde - noch im Sortiment.)

Ach Gottchen, das Bier wird warm:

Schaum: gemischt und flüchtig
Farbe: sehr dunkles kastanienbraun
Geruch: Karamell und ein bisschen Zwetschgenmarmelade

Geschmack:
Der Antrunk ist ein schöner, typischer Dunkelbier-Einstieg. Röstmalz, etwas Karamell, etwas Vanille. Bitterschokolade auch. Die Fruchtaromen, jetzt aber gar nicht mehr zwetschgig, sondern deutlich feiner, bleiben weiterhin im Hintergrund.
Körper: Da ich das Bier nicht ganz kalt genieße (bei dem Wetter tät ich im Mahr’s Bräu auch ein Angewärmtes bestellen), ist die sehr vollmundige Textur besonders betont.
Rezenz: schwach, wie es sich gehört in Franken
Nachtrunk: Einen leicht heublumigen Hopfen glaube ich zu schmecken. Für „richtige“ Bitterkeit ist hier kein Platz. Eher sind die Fruchttöne irgendwie noch da, eingebunden in eine feine Bittersüße.

Kommentar: Der große Dunkelbierfreund bin ich nicht. Aber das hier hat was. Wenn ich vom komischen Etikett absehe, ist das ein sehr angenehmes Dunkles. Ich finde karamellige Töne aus dem beliebten „U“, also dem Kellerbier der Brauerei wieder, und dazu die besten Seiten eines Dunklen: Nicht zu süß, nicht zu zwetschgig, nicht zu röstig. Fein!

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72% Rezension zum E.T.A. Hoffmann Dunkles Lagerbier

Avatar von Bier-Klaus

Dunklebraune bis schwarze Farbe mit rötlichen Reflexen. Kein Schaum, weil wenig gespundetes Faßbier. Leicht malzig süßlich im Geruch. Geschmack nach Dunkelmalz und ziemlich süß. Der Körper ist mittel vollmundig und hat auch gute Röstaromen.

Ein hintergründiges Bier, wenn man es schnell trinkt, wirkt es ziemlich langweilig. Erst mit Bedacht genossen entfaltet es seine Stärken mit den feinen Röstaromen und der leichten Malzsüße.

Nicht schlecht, hatte aber schon bessere Dunkle in der Nähe, vor allem beim Müllerbräu in Debring.

Bewertet am

80% Frankens Biere XVIII

Avatar von Hobbytester

Dieses Bier riecht nach tiefem und dunklen Bierkeller, rauchig malzige Noten schmeicheln sofort der Nase! Der Antrunk wirkt hingegen ausgesprochen frisch, aber noch nicht stark aromatisch. Im Abgang werden dann wahrhafte Geschmacksfeuerwerke gezündet! Das Bier überzeugt mit dem wunderbaren Malzfinish, das leicht sauer und bitter ausfällt. Der Körper ist recht kunstvoll komponiert. Leichte Hopfennoten werden mit kräftigen und komplexen Malzimpulsen ins Verhältnis gesetzt. Das Bier hat etwas von dunkler Schokolade, aber im Gegensatz zu vielen anderen Dunklen trägt sie nicht den Hauptakzent. Solche Dunkle nenne ich gerne Süßigkeitenbiere, das trifft hier wirklich nicht zu. Ganz leichte Pflaumen- und Rosinennoten erinnern schon grob ansatzweise an einen dunklen Bock, am überzeugendsten wird das E.T.A. Hoffmann dann in seiner aromatischen Nachwirkung, wenn längst der letzte Schluck genommen ist. Dann grüßt der sehr nussige Röstmalzimpuls nochmals und zwar am allerdeutlichsten! Das Mundgefühl ist weich und leicht ölig. Enorm dunkles Rot trifft auf rekordverdächtig lang bleibenden Schaum, was den Eindruck der Frische deutlich unterstützt. Das Bier ist sehr süffig. Bitterkeit und Säure passen sich hier gut dem Aromenspiel an, sie schlagen eher leise, aber unverzichtbare Töne an. Es ist genug Kohlensäure vorhanden.

Fazit: Zugegeben: Auch dieses Dunkle erreicht nicht das schier geniale Räuber Kneißl Bier aus Maisach. Man würde aber seiner feinen Komposition nicht gerecht werden, wenn man es lediglich als gut bezeichnen würde, es ist schlicht hervorragend!

Bewertet am

78% Rezension zum E.T.A. Hoffmann Dunkles Lagerbier

Avatar von MichaelF

Den 200. Geburtstag musste Ernst Theodor Amadeus (kurz: E.T.A.) Hoffmann werden, damit ein Bier nach ihm benannt wird. In Bamberg hat das Mahrs Bräu dem deutschen Schriftsteller den Gefallen getan und ihm zu Ehren 2008 ein dunkles Bier gebraut. Im Glas zeigt es sich in einer hellbraunen Farbe mit einigen Rottupfern und wirbt mit Röstmalzaromen, Brot und Karamell für sich. Dieses Dunkle wird nicht von süßen Malz dominiert, sondern versucht, eine ausgewogene Balance zwischen Malz und Karamell herzustellen. Dem hinzugefügt wird ein bitterer werdender Abgang, der einen schönen Übergang zur Malzsüße hinlegt. Zudem hat es eine bestimmte Rauchigkeit ohne die bekannten Aromen eines Rauchbieres zu besitzen. Es wirkt von vorne bis hinten ehrlich und geradlinig. Das auf der Homepage stehende Zitat „Ich bin das, was ich scheine, und scheine das nicht, was ich bin“ trifft nur im ersten Teil auf dieses Dunkle zu. Die Aromen zeigen sich und leisten ihren Teil zu diesem Bier. Ein angenehmes Bier aus Bamberg.

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