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Beer like star Riedenburger Dolden Bock

  • Typ Obergärig, Weizenbock
  • Alkohol 7.9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 5 Benutzer

Bewertet mit 84% von 100% basierend auf 8 Bewertungen und 6 Rezensionen

#28195

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 8 Bewertungen
99% Avatar von CaptainFriendly
89% Avatar von Schluckspecht
87% Avatar von Bier-Sven
87% Avatar von ElftbesterFreund
83% Avatar von Daniel McSherman
78% Avatar von maui
73% Avatar von Felix
73% Avatar von Bier-Klaus

89% Bezwing den Bock!

Avatar von Schluckspecht

Vor mir steht der Jahrgang 2018 des Riedenburger Dolden Bock vor mir mit unveränderten 7,9 % vol. Alkohol. Dabei handelt es sich um einen hopfengestopften Weizendoppelbock. Es dürfte also sehr bockig und hopfig werden...

Im Glas zeigt sich der Dolden Bock in einem stark hefetrüben Bernsteinorange - homogen und ohne flockige Hefe. Darüber thront eine sahnige, altweiße Schaumkrone, die kaum schwinden möchte. So lobt man sich ein Hefeweizen und die dunklere, trübere Optik passt auch bestens zum Doppelbock. Im Duft treffen leichte Fruchtnoten nach Banane, Orange und Pfirsich auf eine brotig-rauchige Malzigkeit und eine hefige Süße.

Der Einstieg bildet ein typisches Weißbier ab - nur eben sehr viel intensiver. Viel Weizenmalz, viel Hefe, aber auch viel Süße und Frucht. Die Fruchtigkeit erscheint hier mit Noten nach Banane, Mango, Pfirsich und Aprikose erfreulich frisch und erinnert mich praktisch gar nicht an das bei Weizendoppelböcken übliche Dörrobst. Der Alkohol versteckt sich auffallend gut im hefig-malzig-süßen, bisweilen pelzigen Körper, der mit Geschmack vollgestopft ist. Das hohe Maß an saftiger Fruchtigkeit (Mehrfruchtsaft mit Banane, Zitrone und Orange) gewährt eine überraschend hohe Süffigkeit angesichts der alkoholischen Wucht. Damit ist der Dolden Bock weitaus weniger bockig als angekündigt und befürchtet. Mit sehr wenig Bitterkeit klingt das Weizendoppelbock süß, fruchtig und malzig mitsamt minimalen Akzenten an Schokolade und Rauch mittellang aus.

Toller Bock! Das Dolden Bock vom Riedenburger Brauhaus ist weniger auf Krawall gebürstet als das sehr hopfenintensive TAP 5 von Schneider Weisse. Hier stellt sich vielmehr eine sehr harmonische süß-fruchtige Weizenmalzigkeit mit viel Hefe vor, die es auf gute Trinkbarkeit abgesehen hat. Die 7,9 % vol. Alkohol würde ich nie und nimmer erraten, ich würde definitiv auf weniger als 7 % tippen.

Bewertet am

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83% Rezension zum Riedenburger Dolden Bock

Avatar von Daniel McSherman

So richtig einladend sieht das Bier nicht aus: Braun-orange trüb mit flockiger Hefe. Doch abschreckend ist es auch nicht. Das Bier riecht süß, bananig, hefig - das ist dann wiederum sehr wohl einladend. Geschmacklich ist das Bier sehr schön abgestimmt. Der weiche malzige Körper trägt die süßen karamelligen und bananigen Aromen und den Hopfen wunderbar. Ein toller Weizenbock.

Bewertet am

99% Ein Gedicht!

Avatar von CaptainFriendly

Die Farbe hab ich kaum bemerkt, als mich die Düfte lockten
Nach Früchten, Aprikosen gar, die mich zuvor nie rockten
Zu pelzig-trocken in der Regel lagen sie im Mund
Im Doldenbock aus Riedenburg werden sie plötzlich rund
Unglaublich fruchtig, obergärig, und auch noch unfiltriert
So habe ich das Starkbier Schluck für Schluck dann zelebriert
Hopfengestopft - und das noch doppelt - mit knappen 8 %
Scheiß auf den VW Käfer, dieser Bock RENNT und RENNT
Aus Bio-Anbau, wie man liest - Gentechnik außen vor
Nach dieser großen Vorstellung will ich noch ein Encore
Ihr habt noch immer abgeliefert, Ihr habt's noch nie vergurkt
Ein Hoch dem besten Bock der Welt, ein Hoch nach Riedenburg!

Bewertet am

73% Rezension zum Riedenburger Dolden Bock

Avatar von Felix

Ein Bier mit wirklich ungekannt unansehnlicher Optik. Wow, das ist so unapetitlich, ich finde es schon wieder geradezu gelungen, denn es wirkt total selbstbewusst. Sowas muss man sich erstmal trauen: Brackiges Braun, als hätte man Wasser in ein Glas mit Milch- und Kaffeerückständen gegossen und darüber eine Krone, die farblich ebenso in Richtung beige-braun geht. Solch eine Farbe kenne ich nur von dem Wasser, das bei mir unten aus dem Waschbecken kommt, wenn ich eine Verstopfung beseitige.

Der Geruch ist sehr intensiv. Viel Frucht á la IPA, darunter der Bauch eines Weizens. Leichte Banane kommt rein, ist aber nur ein Bestandteil des Obstsalats. Da ist auch noch eine Menge Mandarine und ordentlich Birne. Tatsächlich wirkt das Bier sehr wie ein Weizen-IPA eher dunkelaromatischer Prägung.
Im Laufe der Zeit entfaltet sich das Bier immer stärker. Der Geruch nimmt Züge von Mandarinenlikör an.

Im Mund dann eine cremige Mandarine, sehr warm und ölig, die von der Banane umspielt wird, elegant. Selten so eine schöne Liason von Banane und Mandarine erlebt. IPA und Weizenbock verschmelzen in dieser Aromatik. Trotzdem eine sehr direkte Süße, die alles dominiert und sich königlich über das Aroma setzt - betörend, mit einer guten Menge Alkohol, der in seiner Durchschlagskraft auf erstaunliche Weise passend ist. Die Schärfe ist hier positiv und reichert die cremige Fruchtigkeit an und instruiert die Süße in besonderer Weise. Ich fühle mich beim Trinken dieses Bieres eher an einen Cocktail erinnert.

Der Körper ist angenehm cremig in der Textur und moussiert dennoch moderat die Zungenseiten. Direktheit und Weichheit kommen hier zusammen. Der Alkohol ist wirklich spürbar, aber kommt kaum in die Quere. Die Kohlensäure passt wunderbar, sehr abgestimmt. Ein bisschen dünn wirkt der Sud erst später, wenn der Alkohol immer mehr in den Vordergrund tritt und die Bananigkeit zurückgeht.

Der Abgang ist weiterhin mandarinig und weizentypisch weich. Auch durch den Alkohol von einer guten Länge.

Charakter: Dieser Weizenbock ist wunderbar charakterstark. Er ist direkt, tief, präsent. Mehr kann man kaum wollen.

Für mich ist dieses Bier schon nicht mehr nur ein Weizenbock, sondern eigentlich ein starker Vertreter eines Weizen-IPA. Die sehr kräftige Mandarine, die als Königin der hier vorkommenden Fruchttöne neben der Banane thront macht eine klare Ansage. Durch beide Noten entsteht eine wirklich sehr besondere, intensive Süße, die offensiv vorgeht und den Genießer total ergreift. Sie lässt nichts anderes mehr durch. Dahinter aber formieren sich noch weitere Nebennoten, die durchaus auch eine gewisse Tiefe verleihen. Schön ist aber erstaunlicherweise ebenso der absolut präsente Alkohol, der in die Süße noch eine schneidende, wärmende Schärfe einführt. So kriegt die Mandarine noch einen fruchtigen Chili-Aspekt und die sämige Banane noch eine Colada-artigen Effekt hinzu.
Alles in allem entsteht ein starkes Bier, dessen zwischen scharf und cremig schwankende Fruchtigkeit und der enormen Süße einen deutlichen Eindruck eines Cocktails hinterlässt. Ich kann mich dieses Bier absurderweise fast mit Strohhalm in der Hängematte vorstellen. Zugegeben, vielleicht ist das Beispiel etwas übertrieben, aber die Aromatik ist tatsächlich in Zusammenarbeit mit dem cremigen Körper des Weizens und der klar differenzierten Alkoholschärfe sehr markant. Eine solch spürbare Separation von Grundgetränk und Alkoho wie sie hier zu erkennen ist, kennt ich zugegebenermaßen nur von Coladas.
Also: Tolle Mandarine-Banane-Colada auf Weizenbasis. Für mich ist dieser Bock doch das Beste, was die Brauerei bisland veröffentlicht hat. Nicht nur ist er der markanteste Sud, sondern auch der Innovativste und Fülligste. Er riskiert durch seine merklichen Ecken und Kanten, lässt dafür aber wenig ungenutzt. Das lob ich mir.

Bewertet am

87% Echt gut!

Avatar von Bier-Sven

Was mich bei der Hopfenweissen von Schneider gestört hat, weil übers Ziel hinaus, ist hier im Einklang.

Dieser sämige Körper ist ein Hit. Der richtig dosiert Aromahopfen passt wunderbar.

Fazit: Genau mein Ding!

Bewertet am

73% Braukunst live 2016

Avatar von Bier-Klaus

Braukunst live 2016:
Es handelt sich um einen Weißbierbock. Inwieweit der vom "Standard-Weißbierbock" abweicht weiß ich nicht, der Alkohol ist fast gleich.

Der Dolden Bock ist orangefarben und sehr hefetrüb, die Krone cremefarben und gemischtporig. Ich rieche süße, fruchtige und hefige Aromen. Der Körper wird dominiert von der Fruchtsüße, die erinnert an Banane, sogar an geröstete Banane, weil das Aroma so intensiv ist. Zuckerige und vanillige Süße. Dazu kommt ein ganz kleines Maß an Säurespiel vom Weizen. Der Abgang endet spritzig und wenig gehopft.

Die Beschreibung ähnelt der des "normalen" Weißbierbocks schon stark.
Das ist ohne Zweifel ein guter Weißbierbock aber vom Riedenburger Brauhaus bin ich normalerweise Biere der Spitzenklasse gewohnt.
Das ist der Dolden Bock nicht.

Bewertet am