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Beer like star Neder Braunbier

  • Typ Untergärig, Braunbier
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 69% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 4 Rezensionen

#29716

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
92% Avatar von CaptainFriendly
63% Avatar von Bier-Klaus
63% Avatar von Hirsch
59% Avatar von Schluckspecht

59% Fränkisches Fiasko

Avatar von Schluckspecht

"Erstes Forchheimer Braunbier" verkündet das Frontetikett, welches wohl anlässlich "1200 Jahre Forchheim" gebraut wurde. Das Neder Braunbier kommt einzig mit Wasser, Gerstenmalz und Hopfen in einer Halbliter-Euroflasche daher und beziffert 4,9 % vol. Alkohol. Komplett klar tritt das filtrierte Bier dann überraschenderweise dann doch nicht im Glas auf, man erkennt sogar einen opaltrüben Hefeschleier. Noch deutlicher ist jedoch das eher bernsteinfarbene denn braune Leuchten im Gegenlicht sowie die optisch präsente Kohlensäure. Es zeigen sich Farbakzente in Kupfer und Orange. Die Schaumkrone fällt cremig und dünn aus. --- Der Duft: Malzig, seifig und rustikal - Brot, Karamell und Röstigkeit. Vor allem Letzteres dominiert. Den leicht säuerlich-wässrigen Antrunk kann ich geschmacklich schwer zuordnen, er besitzt eine eigenständige Note. Vielleicht etwas trockene Banane, ungeschälte Salatgurke, Cornflakes, Mischbrot, Vanillepudding und Kakao? Ungewöhnlich, aber gar nicht mal so übel. Es wirkt auch fast so, als sei Sauermalz mit im Spiel. Leicht macht es mir das Neder Braunbier gewiss nicht, denn dieses Geschmacksspektrum hatte ich nicht erwartet. Schlank und säuerlich bleibt es auch im Körper, der eine gar nicht einmal so deutliche Malzpräsenz zeigt. Der Hopfen wiederum geht über eine leichte Grasigkeit kaum hinaus. Grüne Gurke mit etwas Vanille ist meine Hauptsuggestion, was jetzt schlimmer klingt als es tatsächlich schmeckt. Mit überdurchschnittlicher Säure geht es kernig in den recht schlicht gehaltenen, leicht herben Abgang. Hier klingt das im Duft wahrgenommene Röstmalz im herbsäuerlich nachhängenden Nachgeschmack dann zumindest sanft durch. --- [Fazit:] Freunde werden ich und das Neder Braunbier wohl so schnell nicht. Den besonderen Geschmacksnoten und dem eigentlich recht schlüssigen Aufbau von vorn bis hinten kann ich dennoch etwas abgewinnen - wobei sich allerdings Geschmack und Aroma stark voneinander unterscheiden. Das Bier wirkt insgesamt ziemlich sauer, es kann diese Säure aber zugleich auch recht gut einbinden. So wirkt es eben nicht so, als ob es einfach schlecht geworden sei - was bei beinahe zwei Monaten bis zum angegebenen MHD auch nur eingeschränkt wahrscheinlich wäre. Unter einem Braunbier stelle ich mir allgemein aber schon etwas deutlich Anderes vor. Die fränkischen Noten sind im Ansatz natürlich vorhanden, diese leisten Schadensbegrenzung...

Bewertet am

92% Ich folge dem European Beer Star

Avatar von CaptainFriendly

Trotz meiner Hochachtung gerade gegenüber meinen beiden Vortestern muss ich hier sagen, daß ich eine gänzlich andere Wahrnehmung habe, muss aber auch einräumen, daß mich die Schwarze Anna gestern so wenig überzeugt hat, daß ich beschlossen habe, sie demnächst nicht als drittes sondern als erstes Bier des Abends zu goutieren, bevor ich eine abschließende Wertung hier einbringe.

Das dunkle, klare Bier mit einem ins Rot gehenden Braunton und einer relativ schnell zerfallenden Schaumkrone wurde mir in der Bierothek in Fürth empfohlen, da es offenbar nicht jederzeit flächendeckend erhältlich ist und ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollte. Der Duft ist malzig mit einer leichten Rauchnote, im Antrunk ist eine leichte karamellige Süße feststellbar, im vollmundigen Körper vereinen sich die bisherigen Eindrücke zu einem ungemein süffigen, würzigen Ganzen. Im Abgang zeigt der Hopfen, der sich bislang ein bißchen rar gemacht hatte, noch kurz auf.

Biere wie das E.T.A. Hoffmann Bier vom Mahrs Bräu und das Erste Forchheimer Braunbier (wohl bezogen auf das Alter der Brauerei Neder und des ursprünglichen Rezepts, aufgrund dessen es erstmals gebraut wurde) sind für mich einfach der Geschmack Frankens.

Bewertet am

63% Rezension zum Neder Braunbier

Avatar von Hirsch

„Erstes Forchheimer Braunbier“ steht auf dem kleinen Etikett. Ist das ein Seitenhieb auf die Brauerei Eichhorn, die mit dem „Achhörnla“ dann wohl das zweite Forchheimer Braunbier braut?
Zum restlichen etikettendokumentierten Selbstverständnis des Neder-Bieres kann ich leider nichts sagen, da das Bauch-Etikett irgendwo zwischen hier und Forchheim von der Euroflasche abgefallen ist...

Schaum: gemischt; ein dünnes Häubchen hält die Stellung
Farbe: amtlich braun, etwas so wie die Euroflasche drumherum
Geruch: schwach; leicht sauermalzig

Geschmack:
Der Antrunk wirkt im allerersten Moment etwas dünn, aber dann kommen doch schnell malzige Aromen: ein bisschen brotig, ein bisschen röstig. Dann fällt der Mittelteil irgendwie aus und es geht in den Nachtrunk über.
Körper: eher schlank
Rezenz: regional- und sortentypisch schwach gespundet
Nachtrunk : Ein nicht allzu bitterer, leicht blumig-aromatischer Hopfen macht, indem er sich mit den Röstaromen mischt, den Schluss. Kein langer Nachhall.

Kommentar: Ein äußerst unkompliziertes, gut trinkbares Braunbier. Nicht mehr, nicht weniger.

Bewertet am

63% Rezension zum Neder Braunbier

Avatar von Bier-Klaus

In der Hütt'n in Nürnberg wird mir die Schwarze Anna der Brauerei Neder wärmstens empfohlen.
Doch vorher will ich das Braunbier vom Neder probieren.

Das hat 4,9% ABV und eine Farbe wie dunkles Kupfer, allerdings blank filtriert. Bedeckt wird es von sehr wenig, sehr feinem hellbraunem Schaum. Der Antrunk beginnt schlank mit wenig dunklem Malz im Geschmack. Im Durchgang leicht röstig und minimal schokoladig. Im Nachtrunk kommt der Hopfen stark raus. Das ist nicht ohne, es gibt aber viel bessere Braunbiere.

Die Tester vom European Beerstar sind nicht meiner Meinung, das Braunbier hat 2016 den Beer Star in Bronze gewonnen.

Bewertet am