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Beer like star Henrici Bock

  • Typ Untergärig, Bock
  • Alkohol 7% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 67% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 4 Rezensionen

#8622

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
73% Avatar von Schluckspecht
73% Avatar von Hirsch
63% Avatar von Bier-Klaus
60% Avatar von Felix

73% Weich, elegant und königlich

Avatar von Schluckspecht

Bei der Listung hier hat wohl jemand bei der Bennenung die Brauerei vergessen, denn die steht auch ganz klar auf der 0,5-Liter-Euroflasche (und es hätte auch die Suche vereinfacht): Reckendorfer Henrici Bock aus der Schlossbrauerei Reckendorf (seit 1597). Es verkauft sich als "Echte Spezialität" und ist dem deutschen König und Kaiser Heinrich II. gewidmet, der während seiner Regierungszeit Bamberg zum Mittelpunkt des Reiches machte und postum heilig gesprochen wurde. Ehre, wem Ehre gebührt.

Kupferrotbraun und klar erleuchtet das filtrierte Starkbier im Glas und präsentiert dabei ein hellbeiges, feinporiges Krönchen - mit je nach Einschenktalent ordentlicher Dicke und Beständigkeit. Ja, das sieht königlich aus! Karamellig und schokoladig mit dezenten Brotnoten präsentiert sich der malzlastige Duft, der kaum Alkohol, Trockenfrucht und Hopfen erkennen lässt. Mir erscheint es auf den ersten Riecher wie ein rustikales Lagerbier nach altfränkischem Vorbild. Wo sind da die 7,0 % vol. Alkohol versteckt?

Auch im Antrunk verweilt es auf der milden, zart süßen Seite mit weichen Einflüssen des Brauwassers. Angenehm malzig und elegant, aber - so ehrlich muss man sein - auch etwas belanglos und schal. Hopfen ist zu Beginn fast gar keiner anwesend und auch im weichen Körper ändert sich daran nicht grundlegend etwas. So ähnlich kennt und schätzt man altfränkische Lagerbiere. Den Charakter eines Bockbieres erfüllen immerhin ein paar filigrane Trockenobstnoten, die man jedoch suchen und erforschen muss - sie fallen einem nicht über die Füße. Dezente Röstmalzigkeit ist ähnlich wie bei regionalen Lagerbieren vorhanden, welche ein Lied von Brot und Brotkruste singen. Der Hopfen erbarmt sich derweil zu einer wirklich dezenten Aromatik, die an Heu und Wiesenkräuter erinnert - durchaus gefällig. Mir persönlich fehlt jedoch auch im milden Abgang das Typische, was ein Bockbier auszeichnet: Mächtigkeit. Ein wenig komplex ist das Henrici Bock schon, aber der Alkohol ist eben so unauffällig eingearbeitet, dass das Ganze eben an ein leicht röstiges, minimal schales Lagerbier erinnert. Auch das Maß der Bitterkeit im Abgang passt zu diesem Eindruck.

Das Reckendorfer Henrici Bock ist kein Bockbier, das man ablehnen muss. Es ist aus meiner Sicht aber auch einfach kein typisches Bockbier, denn die 7,0 % vol. Alkohol sowie die Stammwürze von mindestens 16 % verstecken sich unheimlich gut. Im Verborgenen finden sich dann auch trockene, minimal modrige Fruchtnoten. Trotz des leicht schalen Charakters mit etwas weniger Kohlensäure ergibt sich ein wunderbar trinkbares, malziges Untergäriges mit schön ausgewogener Malzigkeit. Die allergrößte Ehre erweist diese nicht ganz so spezielle Spezialität Heinrich II. nicht, aber man kann es gewiss auch schlechter erwischen. Das dunkle Bockbier hat gewissermaßen seinen eigenen Charakter. Viel weicher geht es nicht mehr.

Bewertet am

73% Rezension zum Henrici Bock

Avatar von Hirsch

Schaum: hauchdünn
Farbe: helles Kastanienbraun
Geruch: malzsüß, etwas nach Keller

Geschmack:
Der Antrunk ist vollmundig, zartbitterschokoladig und recht mild. Ein Hauch von roten Früchten liegt da drüber. Fast wie Mon Chéri... Obwohl ich den Henrici-Bock eher warm trinke, ist nichts von Mastigkeit zu schmecken. Der Mittelteil eher leicht bei geringer Rezenz. Dann kommt viel dunkles Vollkornbrot durch.
Der Nachtrunk hat Hopfen in sich, aber er ist fein darauf abgestimmt, die Malzaromen zu unterstreichen, nicht mehr und nicht weniger.

Kommentar: Ein schöner, weicher dunkler Bock. Punktum.

Bewertet am

63% Rezension zum Henrici Bock

Avatar von Bier-Klaus

Der Henrici Bock hat eine Farbe wie dunkler Bernstein und ist blank filtriert. Der wenige Schaum fällt sofort zusammen. Geruch kann ich wenig feststellen. der Antrunk beginnt relativ schlank für die 7% Alkohol. Der Geschmack ist malzig und vollmundig, die alkoholischen Aromen gehen in Richtung Kirschlikör. Auch etwas dunkles Malz ist zu schmecken allerdings nur bitter und sehr wenig röstig. Im Vergleich zu den anderen verkosteten Bõcken hat der Henrici einen spürbaren frischen Hopfen im Nachtrunk. Der tut dem Bier gut und macht es sowohl frisch als auch trinkbar für einen so starken Bock

Bewertet am

60% Rezension zum Henrici Bock

Avatar von Felix

Bordeauxrot und klar bei guter Schaumbildung und relativ hoher Kohlensäure.

Im Geruch ein eindeutiges Aroma von Kirschbonbon oder Weingummi. Malzbetonung mit Noten von sirupiger Süße, die sich zwischen Walderdbeeren, Himbeeren und Kandiszucker abspielt.

Im Mund werden die Duftnoten von Kirschsüßigkeit, Erdbeere und Malzzucker weitergeführt. Das Bier schmeckt nur unbedeutend alkoholisch, dafür aber deutlich esterig. Grundsätzlich fruchtige Aromatik bei starker Zuckersüße und so gut wie keiner Schärfe.

Der Körper ist trotz der schlank-fruchtigen Aromatik sirupig und klebrig-dicht, dabei aber erstaunlicherweise gar nicht schwer. Der Bock hat etwas von Ahornsirup, die starke Kohlensäure und die auch grundsätzlich weniger sahnig, als vielmehr fruchtig angelegte Malzigkeit lässt enorme Süffigkeit zu. Ungewöhnliche Kombination.

Der Abgang ist kurz mit durchschimmernder Alkoholnote zwischen beeriger Süße und Säure.

Der Henrici Bock ist ein eher ungewöhnlicher und trotzdem nicht aus der Reihe tanzender Bock. Er ist leicht und keineswegs anstrengend zu trinken, nicht sehr alkoholisch und auch nicht scharf, steigt nicht bösartig in den Kopf, sondern hat eine milde Aromatik bei völlig widerstandsloser Trinkbarkeit. Das alles macht ihn zu einem unkomplizierten Bockbier, zugleich aber auch zu einem eher unspektakulären Begleiter, der sich wohl eher als Vorspeisebier oder in lockerer Runde eignet. Kurz: Hier ist nicht allzu viel zu holen.
Trotzdem ist das Bier lecker und eingängig. Das Verhältnis von Duftaromatik und Körper gibt Rätsel auf und lässt sich durchaus auseinandernehmen. Die Malzigkeit ist imposant kräftig, doch das Bier hat keinerlei Gewicht. Ganz unbeschwert bewegt sich dieses Kompott aus gezuckerten Waldbeeren und Kirschen mit gefühlt hoher Oberflächenspannung am Gaumen vorbei und tut so, als sei es gar nicht da gewesen. Der Abgang ist in der Tat eher langweilig und flach. Er ist schlicht ein Ende des Trinkerlebnisses ohne Eigenheit.
Der Reckendorfer Henrici Bock ist ein untergäriges Starkbier, das zweifelsfrei gute Bekannte findet, vielleicht auch einige Freunde. Doch Liebhaber?

Bewertet am