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Beer like star Clemens Härle Lager Hell

  • Typ Untergärig, Lager
  • Alkohol 4.4% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 3 Benutzer

Bewertet mit 75% von 100% basierend auf 8 Bewertungen und 6 Rezensionen

#26687

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 8 Bewertungen
79% Avatar von MobyDuck
79% Avatar von Bier-Sven
78% Avatar von Schluckspecht
76% Avatar von barley
73% Avatar von Felix
73% Avatar von Bier-Klaus
71% Avatar von tonne
69% Avatar von ppjjll

69% Schnell trinken

Avatar von ppjjll

Das Lager Hell aus der Brauerei Härle ist wirklich interessant. Geruchstechnisch relativ neutral. Nach dem Einschenken zunächst kein Schaum, der entsteht erst hinterher und wird durch die extrem starke Kohlensäure "nach oben getragen". Der Schaum ist dann auch recht lange haltbar.

Der Antrunk ist sehr erfrischend malzig-nussig, der Körper sehr wässrig und im Abgang leicht bitter.

Sehr süffig, allerdings muss man auch schnell trinken, da das Bier recht schnell schal wird.

Bewertet am

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78% Artig und eigenartig - doch es schmeckt!

Avatar von Schluckspecht

Das Lager Hell von Clemens Härle kommt mit 4,7 % vol. Alkohol und in einer schön dekorierten 0,5-Liter-Euroflasche daher - klimaneutral in Bio-Qualität mit Bio-Gerstenmalz und Bio-Hopfen aus Tettnang. Mild, süffig und unfiltriert soll es sein. Schau'n wir mal!

Strohgolden mit opaler Trübung steht es mitsamt weißer Schaumpracht (stabil, üppig cremig und feinporig) und einer sehr tatkräftigen Karbonisierung im Glas. Es sprudelt wie spritziges Mineralwasser. Ein durchaus schöner, einladender Ersteindruck...

Zurückhaltend mit nussigen Malz- und Karamellnoten zeigt sich der milde Duft. Da auch etwas (grasige Hopfen-)Würze und nicht nur die stilprägende Süße erfassbar ist, werte ich die olfaktorische Seite als gelungen. Es duftet auch schön nach Heu und frisch geschrotetem Gerstenmalz.

Leicht mineralisch wird der erste Schluck wahrgenommen. Malz und zurückhaltende Süße bestimmen das Bild, jedoch macht sich auch direkt schon zu Beginn ein grasiger, feinherber Hopfen bemerkbar. Die optisch sehr auffällige Kohlensäure sorgt - gut eingebunden - für ein dezentes und gewiss nicht zu lebhaftes Prickeln. Die Fruchtnoten tendieren in Richtung Früchtetee und trockene Orange. Früchtetee, ja! Ich kann mich an kein Bier erinnern, welches ähnlich geschmeckt hat. Der Tettnanger Bio-Hopfen macht einen guten Job und das milde Malz unterstützt die erwünschte Süffigkeit. Der Körper fällt schlank aus, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Geschmacklich bleibt die Hefe unauffällig, doch es ist zu vermuten, dass die fehlende Filtration dem Hellen richtig gut tut. Mild, aber dennoch geschmackvoll. Mit feinen Hopfennoten, moderater Säure und geringer Restsüße geht es in den feinherben sowie recht langen Abgang.

Ich kann nicht klagen, das Lager Hell der Brauerei Clemens Härle Leutkirch ist ein feines Bier. Für den schnellen Durst dürfte es trotz der hohen Süffigkeit aber wahrscheinlich nicht geeignet sein, da dafür die Aromatik zu fein ausgebildet ist und daraus wohl nur ein schaler, schwacher Eindruck resultieren dürfte. Den Früchtetee-Kompott habe ich nachwievor im Mund, bisweilen ergänzt um einen Hauch Vanille. Das Mineralische (nicht zu verwechseln mit metallischen Noten!) stelle ich ebenso unentwegt fest. Kann man mal kurz widerstehen und zögert mit dem nächsten Schluck, erfasst man im Nachgang Trebernoten - fernab der Massenware also. Das Lager Hell pfundet nicht mit einem Geschmacksfeuerwerk im Mund und ist dennoch ein feines Stück Braukunst.

Bewertet am

76% Rezension zum Clemens Härle Lager Hell

Avatar von barley

Wie von MobyDuck richtig erkannt, hat das Lager scheinbar mittlerweile 4,7 Umdrehungen.

Geruchlich ist schon mal etwas Bitterkeit feststellbar. Das zeigt sich zwar noch nicht im Antrunk, aber hinten raus ist das Lager recht gut gehopft finde ich. Mittelvollmundig mit solidem Malzkörper. Ganz ok und auf der HP nachgeschaut und fast vermutet ist es mit Tettnanger Hopfen (meine Lieblingssorte) gebraut.
Das lässt mich jetzt fast nicht mehr objektiv bleiben, aber Top-Noten hat das Lager nun auch nicht ganz verdient.

Auf jeden Fall macht man hier mit dem Bier nichts falsch, es ist recht süffig und kann leicht einen Party Abend ausfüllen..und das mit relativ wenig Alkoholgehalt!

Gerne wieder!

Bewertet am

79% Rezension zum Clemens Härle Lager Hell

Avatar von MobyDuck

Wie hier schon geschrieben wurde: Das Bier ist ein "abgefülltes Lächeln". Ich nehme einen Schluck, vergesse das April-Wetter draußen und freue mich auf den Sommer. Sehr hell, mit leichter Hefetrübung und einer stabilen Schaumkrone sieht das Helle schon mal sehr ansprechend aus. Der Einstieg ist sehr erfrischend mit Zitrusnoten und ein Hauch Hopfen sorgt für Spannung. Der Körper ist dann wenig spektakulär, ohne langweilig zu wirken. Der Abgang ist dann wiederum sehr fruchtig-frisch. Bingo, so macht man ein sehr gutes Bier für die Blue Hour an einem warmen Sommertag. Inzwischen hat das Helle übrigens 4,7%, was ich sehr stimmit und dem Bier angemessen finde. Ach ja, einen Nachteil gibt es nun doch: Die Flasche ist viel zu schnell alle.

Bewertet am

73% Rezension zum Clemens Härle Lager Hell

Avatar von Bier-Klaus

Das ist doch eine Ansage 4,4% ABV für ein Lagerbier. Mal schauen, ob da auch noch Geschmack drin ist. Strohgelb und blank mit einer großen feinporigen Blume. In der Nase wenig Getreide. Der Körper ist etwas wässrig, verwundert bei 4,4% nicht wirklich. Dafür ist er schön rund. Genügend Kohlensäure ist da, sogar etwas zuviel. Der Nachtrunk endet wenig gehopft. Ein alkoholarmer Durstlöscher für heisse Tage. Geschmacklich 60% plus 10% für Bio, Solar etc.

Bewertet am

73% Rezension zum Clemens Härle Lager Hell

Avatar von Felix

Blasses Gelb mit wunderbarer eierschalenfarbener Schaumbildung. Sehr cremig und voll. Das Bier ist sehr trüb.

Im Geruch ist es natürlich traditionell hellmalzig und mild gehopft, zugleich tendiert es aber im Gegensatz zu anderen Bieren seines Stils eher in eine frische, zitrale Richtung. Es hebt seine Leichtigkeit spielerisch hervor und gibt Limetten und Stachelbeernoten ab. Zartminzig verbreitet es eine filigrane Frische.

Im Mund ist der Sud ebenso hell und spritzig. Die in der Nase schon angedeuteten Noten ziehen sich weiter fort in den Antrunk. Doch auch eine hefig-malzige Dichte untermauert den Geschmack füllig.

Der Körper dieses Lagers ist in der Textur cremig und üppig, zugleich in seiner Kontur aber zart und schlank. Das Bier füllt den Mund aus und bringt bei aller Dichte keine Schwere mit. Die Aromatik zeichnet einen hauchdünnen Körper. Das Bier verfügt über eine angemessene Kohlensäure, die belebt und nicht erdrückt. Ein Bier von angenehm spielerischer Rezenz.

Der Abgang ist nicht besonders intensiv. Hier geht das Bier seinen natürlichen Gang, den 4,4%ABV nun einmal vorgeben. Ein wenig mehr Kraft wäre vielleicht abschließend noch schön gewesen. So jedenfalls tut das Bier nicht mehr als man braucht und erwartet. Nach hinten hin überwiegen die gerstigen Noten. Der Tettnanger ist durchaus fein skizziert und hätte mit stärkerer Hopfung auffallen dürfen.

Charakter: Dieses Bier ist ein Glückskind, eine kleine Sonne, abgefülltes Lächeln. Nun, vielleicht eher ein Schmunzeln. Es ist nicht extrovertiert, sondern offen und aufmerksam und bei allen Gelegenheiten dabei, ohne sich irgendwann in den Mittelpunkt zu setzen. Ein Charakter, der stets anwesend ist, und auch, wenn er nicht auffällt, so würde das ganze Beisammensein wertlos werden, wenn er nicht da wäre. Dieses Bier ist irgendwie liebenswert, ganz ohne Mitleid, ganz ohne Druck, sondern ganz einfach so wie jene Menschen, bei denen man nicht anders kann, als ihnen alles Glück der Welt zu wünschen.

Das helle Lager aus Leutkirch ist ein sehr schönes, unheimlich leichtes Bier, von dem man irgendwie nicht genug haben kann; eines von jenen, die irgendwie immer alle sind. Es scheint sich der Gewohnheiten der guten britischen Ales annehmen zu wollen, doch ohne auch nur einen Millimeter aus seiner deutschen Herkunft zu weichen. Es ist ein punktgenaues Helles wie man es kennt und erhofft und schätzt, doch mit ein bisschen mehr von Weniger.
Es soll besondere Erwähnung finden, dass sich die Brauerei Clemens Härle hier getraut hat ein Helles zu brauen, das weniger als 4,8%ABV hat. Davon kann nicht ausgegangen werden. In diesem Sud aber wird klar gezeigt, was weniger manchmal kann. Das Leutkircher Lager Hell ist ein grandioses Beispiel für den Zugewinn an Qualität durch das Weglassen von Schwere. Natürlich nur, weil es dennoch mit einer satten Hefe den Mundraum zu füllen weiß.
Der Tettnanger ist aromatisch sehr hübsch, aber vielleicht doch ein kleines bisschen zu hintergründig.
Ansonsten fällt noch auf, dass dieses Bier sowohl biologisch, wie auch "100% klimaneutral" produziert wurde. Das Umweltengagement der Brauerei sollte Beachtung finden.

Bewertet am