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Beer like star Wagner Bräu Kemmern Kuckuck

  • Typ Untergärig, Rauchbier
  • Alkohol 5.8% vol.
  • Stammwürze 13%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 74% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 4 Rezensionen

#29473

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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74%
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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
83% Avatar von Bier-Klaus
83% Avatar von Schluckspecht
75% Avatar von Hirsch
73% Avatar von TasteItAll
55% Avatar von eddyelch

83% Mit Rauch ist's Brauch

Avatar von Schluckspecht

Wagner Kuckuck: Ein fränkisches Rauchbier von Wagner-Bräu Kemmern (seit 1788), serviert mit 5,8 % vol. Alkohol aus der 0,5-Liter-Longneckflasche. Direkt nach dem Öffnen vernimmt man eine unfehlbare Schinkennote, welche die anderen Eindrücke überlagert. Florale Hopfen- und karamellige Malznoten gibt es nämlich auch noch. Es gibt knusprige Schinken-Snacks (die natürlich nur aromatisiert sind), die nicht viel anders riechen. Im hellen Bernstein bzw. honiggolden steht das Rauchbier lupenrein filtriert im Glas, viel Schaum gibt es jedoch nicht zu sehen - zumindest nicht lange. Für den Moment sieht das fränkische Rauchbier aber wirklich nicht verkehrt aus, auch wenn ich es eine Spur dunkler erwartet hätte. Keine Ahnung, warum...

Da ist es wieder, was ich an fränkischem Rauchbier so liebe: Im Einstieg verbinden sich Malzsüße, florale Hopfennoten sowie die dezente Rauchigkeit auf sehr harmonische und süffige Weise. Das macht direkt Lust auf mehr! Das hier ist kein Schlenkerla, sondern wirklich ein geschmeidiges Rauchbier mit überwiegend süßen Noten. Durch die milde Rauchigkeit wirkt es gewiss voller und aromatischer, als wenn man auf das Rauchmalz verzichten würde. Das kommt auch dem halbschlanken, ausgewogenen, karamellig süßen und süffigen Körper zu Gute. Der Schinkenspeck kommt geschmacklich nicht ganz so deutlich durch wie beim Geschmack, aber er bleibt präsent. Angenehm würzig und minimal rauchig endet das Rauchbier mit ausgewogener, leicht kerniger Hopfenbittere, grasig-krautigen Noten und moderater Restsüße. Die Dosierung des Rauchmalzes finde ich ziemlich optimal: Es ist nicht zu schwach ausgeprägt, während insbesondere die Malzsüße wirklich noch deutlich zur Geltung kommt. Auch im Blindtest würde man das Rauchmalz entlarven. Schönes Rauchbier! Die Checkliste meiner Erwartungen wird ziemlich gut abgearbeitet...

Bewertet am

83% Rezension zum Wagner Bräu Kemmern Kuckuck

Avatar von Bier-Klaus

Über Kemmern am Waldrand liegt der wunderschöne Wagner Keller. Der Wagner Kuckuck ist ein Rauchbier serviert im Steinkrug. Ein helles Bier mit wenig feinem Schaum. Im Geschmack speckig, rauchig und schwarzgeräucherter Schinken. Dazu Buchenholz Rauch. Sehr intensiv rauchig auf der Spezial Seite. Deutlicher Hopfen im Nachtrunk. Sehr gut.

Bewertet am

55% Am Rauch wurde gespart

Avatar von eddyelch

Goldgelb ergießt sich das Bier ins Glas. Im Gegenlicht leuchtet mir ein kräftiges Orange entgegen. Die Kohensäure sprudelt stark. Die leichte Schaumkrone erinnert mich an die Gischt der Nordsee. Genau so schnell ist sie verflogen. Ein sehr dezenter Schinkenduft ist erkennbar. Der Antrunk ist erfrischend. Der Schinken- oder Rauchgeschmack hält sich sehr dezent im Hintergrund. Vielleicht ist noch ein wenig Orange oder Holzaroma zu erahnen. Mehr kann ich aber nicht ertasten. Eine leichte Bitterkeit im Abgang ist zu spüren. Insgesamt ein Bier, das in Ordnung ist, aber mir fehlt das gewisse Etwas.

Bewertet am

75% Rauchkuckuck

Avatar von Hirsch

Ich wüsste wirklich gerne, wie viele Brauer noch selber mälzen. Vor ein paar Jahrzehnten war das in Franken und sicher woanders auch noch gang und gäbe, dass der (hausbrauende) Landwirt seine Gerste zur Dorfbrauerei gebracht hat. Dass man heute als fränkischer Brauer bei Weyermann oder der Bamberger Mälzerei einkauft, hat natürlich nachvollziehbare betriebswirtschaftliche Gründe und ist der vom Kunden gewünschten Konstanz im Biergeschmack sicher sogar zuträglich. Immerhin schmecken ja trotzdem die fränkischen Biere nicht alle gleich.
Anders ist es beim Rauchbier. Die beiden Bamberger „Originale“, Schlenkerla und Spezial, stellen ihr Rauchmalz selber her. Dennoch haben so einige Landbrauereien auch ihr mit „gekauftem“ Malz hergestelltes Rauchbier im Portfolio. Auch der Kemmerner Wagner. Und das schmeckt so:

Schaum: fränkisch kurzlebig und kleinformatig, leicht cremefarben
Farbe: volles glanzfeines Bernstein
Geruch: rauchig und dahinter angenehm malzsüß

Geschmack:
Der Antrunk ist als Erstes frisch und feinperlig, dann macht sich über der Grundsüße ein feiner Rauchmalzgeschmack im Mund breit, der auch – wie beim gestrigen Hartmann Felsentrunk – das weiche Brauwasser so stark betont, dass die Textur einem schier ölig wie bei einem Starkbier vorkommt. Aber 5,8 Prozent Alkohol sind ja auch nicht wenig. Eine leichte Säure ist da auch noch – und in dem Zuge sogar ganz leichte Zitrusaromen sowie ein bisschen Rosine/Trockenfrucht.
Körper: für ein Rauchbier eher im mittleren bis leichten Bereich
Die Rezenz lässt im Laufe des aus der Flasche eingeschenkten „Seidla“ ein bisschen nach, aber ein Franke mag gerade das.
Im Nachtrunk sorgt ein unkompliziert herber Hopfenton für einen gelungenen Ausgleich zu den Raucharomen.

Kommentar: Das Wagner Kuckuck ist ein nicht allzu komplexes Rauch-Märzen mit einem mal wirklich märzentypischen Alkoholgehalt. Es trinkt sich schön, rangiert bei mir aber – im Gegensatz zum Spezial Rauchbier – eher unter „Spezialitätenbier, das man ab und zu mal trinken kann“.
Der Kuckuck ist übrigens das „Wappentier“ bzw. der Ruf- oder Hausname der Kemmerner.

Bewertet am