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Beer like star Ørbæk Fynsk Forår

  • Typ
  • Alkohol 4.8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 60% von 100% basierend auf 5 Bewertungen und 3 Rezensionen

Das Bier Ørbæk Fynsk Forår wird hier als Produktbild gezeigt.
#8947

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 5 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen von Florian und Robert
77% Avatar von Tobieras
60% Avatar von Felix
57% Avatar von Florian
56% Avatar von Schluckspecht
49% Avatar von Robert

56% Milder Holunder im toten Bier

Avatar von Schluckspecht

Ein Gold Award Winner von 2008 steht vor mir: Das ökologisch gebraute Ørbæk Fynsk Forår. Neben Wasser landete auch Gerstenmalz, Weizenmalz, Dinkelmalz, Holunderblüte, Hopfen und natürlich Hefe im Sudkessel. Im Endergebnis haben wir ein sommerliches Bier mit 4,8 % vol. Alkohol.

In einem trüb-blassen Aprikosengelb steht das Holunderbier mitsamt fluffiger weißer Krone im Glas - die sich sogar recht stabil zeigt. Der Duft vereint simple Biernoten mit einer süßfloralen Holundernote, die zum Glück harmonisch integriert erscheint. Das ist wirklich was für Holunderfreunde...

Süß, hellmalzig und leicht mineralisch steigt das Ørbæk Fynsk Forår ein - und dank seiner Leichtigkeit herrlich sommerlich (wir haben hier gerade 30 °C drinnen wie draußen). Bis jetzt ist das kleine Helle geschmacklich noch keine Offenbarung, doch das Besondere zeigt sich nur ein wenig später. Im sommerlich schlanken Körper, Mineralität und Süße sind leicht zurückgefahren, zeigt sich eine milde Holundernote. Nicht stark, nicht aufgesetzt - aber eben vorhanden. Weniger reizvoll zeigt sich der spannungs- und hopfenarme Abgang. Ein durchschnittliches Weißbier ist nicht weniger herb. Hellmalzig gesinnte Süße, Traubenzucker und etwas Frucht (Holunder, Zitrone) gibt es in subtiler Dosis. Mit der Zeit erscheint der Abgang zunehmend medizinisch und unrund - wie Süßungsmittel. Für mich geschmacklich ein tiefer Schnitzer.

Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass mein Exemplar seit drei Monaten abgelaufen ist?! Egal, einen schlechten Eindruck macht es nicht - zumindest keinen, der explizit auf das Alter zurückzuführen wäre. Die Sommerprobe hat es bestanden, die sommerlichen Holundernoten gefallen mir und die Süffigkeit kann man nicht abstreiten. Leider flacht das Fynsk Forår in der zweiten Hälfte stark ab. Die Süße finde ich im leichten Körper durchaus angenehm - süßer als ein gewöhnliches Hefeweizen ist es eigentlich nicht. Laut Etikett wurde nicht einmal Zucker (auch kein Süßungsmittel) zugesetzt. Ob ich das Fynsk Forår mal in einem frischeren Zustand testen möchte, weiß ich aber ehrlich gesagt nicht. Definitiv ist es mal etwas Anderes, auch wenn die Umsetzung suboptimal ausfällt.

Bewertet am

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49% Feine Aromatik von Sirup erschlagen

Avatar von Robert

Frisch, hell, etwas zu matt liegt der Biodäne bedeckt von lebendigem, grobpoorigem, weißem Schaum.

Die Nase kitzeln Zitrone, etwas weiße Johannisbeere, helle junge Stachelbeere und darunter ein heller, aber wenig getreidiger Malzton.
Auch in den Einstieg kann das Bier mit erstaunlich milder Kohlensäure die säuerlichen, fruchtig-frischen Noten rüberretten, in dem es kurz sehr beerig aufschäumt. Leider werden sie jedoch sofort von dem viel zu dichten, schon fast sirupigen Körper erdrückt. Die Frucht verpufft sehr schnell und macht der Traubenzuckersüße und einer etwas unbestimmten Malznote platz.
Kaum Bitterkontrast und der Klebrige Körper lassen das Bier am Ende öde wirken.

Vielleicht den überaus schönen Einstieg mitnehmen und dann ab in den Spucknapf?

Bewertet am

60% Rezension zum Ørbæk Fynsk Forår

Avatar von Felix

Dieser Orbaek-Vertreter ist ein Kräuterbier, das leicht eingebraut ist (4,8%ABV) und über einen Holunderzusatz verfügt.

Es ist undurchdringlich satttrüb und recht hell, liegt zwischen orange und gelb. Die Schaumbildung ist sehr überzeugend. Ich muss sagen, ich finde, dass dieses Bier einen wunderschönen Anblick preisgibt und sehr zum Trinken einlädt. Es passt stilistisch und strahlt sowohl Spritzigkeit wie auch Tiefe aus.

Der Geruch zeigt bereits die Holunderblüten mit sirupartiger Süße, allerdings nicht zu dominant. Auch Hopfentöne mischen sich dazu, und - wie bei fast allen Biobieren - findet sich auch hier wieder eine leichte Hanfnote, die allerdings sehr eng mit einer weichen Hefesüße verbunden wird. (Woher diese Hanfnote mit vegetabiler Tendenz gerade bei Biobieren immer kommt, kann ich wirklich nicht sagen, vielleicht ist es Einbildung). Zusätzlich zeigt das Bier eine angenehm reine, erfrischende Zitrone ohne Schalenbittere. Diese Zitrusfrische umgibt die Blütensüße stetig und nimmt ihr die Schwere.
Das wirkt macht einen unkomplizierten, spritzigen Eindruck.

Der Antrunk hält nun weit weniger Kohlensäure und Säure bereits, als erwartet. Die Zitrone ist aromatisch noch immer da, zeigt aber keine Säure mehr. Spritzigkeit war eine Fehldeutung, Erfrischung per se jedoch nicht. Durchaus ist dieses Bier angenehm süffig und bekömmlich, doch ist es auch weit dichter und körperschwerer, als vermutet. Während die fruchtigen Töne sofort weg sind, zeigt sich die Holunderblüte mehr denn je. Sie ist allerdings hier nun nicht mehr so rein, wie im Geruch, sondern weist leider schon einen Hang zu Süßstoffaroma auf, das mir dann doch wieder nicht wirklich zusagt.

Der Körper ist angenehm füllig, die Hefe reichert das an, wird aber überhaupt nicht schwer. Der Hauch Zitralität des Duftes suggeriert weiterhin eine Erfrischung. Obwohl die Rezenz leider dürftig ausfällt, kann die Textur sich halten. Das Bier ist enorm süffig, es wirkt wie eine Kreuzung aus Weißbier und bayerischem Hellem.

Der Nachtrunk ist äußerst kurz, was die Süffigkeit erneut erhöht. Hier zeigen sich hauptsächlich die Holundernoten, sodass das Bier bei mir ehrlich gesagt eher wie ein sehr gutes Biermischgetränk, als wie ein Kräuterbier schmeckt.
Obwohl die Authentizität der Zutaten geschmacklich durchkommt, passiert leider derartig wenig außerhalb der Holunderzusatzes, dass ich nicht wirklich die Idee eines Bieres vor mir habe.
Ich lobe zwar die Stimmigkeit, finde aber, dass das Getränk seine Wurzeln verliert.

Das Holunderbier von Orbaek ist somit meiner Ansicht nach zwar für sich ganz lecker, wird aber weder bleibenden Eindruck hinterlassen, noch gegenüber anderen Bieren bestehen. Ich habe das Gefühl, dass hier die Messlatte viel zu tief angesetzt wurde. Allein die Zutatenqualität ist derartig merkbar, dass ich wenig glauben kann, dass dies hier das Maximum sein soll. Da geht noch einiges!
Die Holundernote ist glücklicherweise nicht zu aufdringlich. Das bewirkt eine harmonische Konstruktion. Sie bindet sich gut ein und ist in erster Linie hervorhebenswert gut mit dem Körper verbunden. Auch wenn diesem eindeutig die Säure fehlt, übertreibt er es mit der Wässrigkeit nicht so, dass es unangenehm wird. Er kann sich gerade so halten.
Aroma ist mir einfach zu einseitig. Der Nachtrunk enttäuscht insbesondere, hier passiert einfach gar nicht.
Dieses Bier ruht sich auf seiner stimmigen Süffigkeit aus.
Grundsätztlich kann man es auf jeden Fall trinken, ich würde es jedenfalls nicht ablehnen. Aber ob ich dafür Geld bezahlen würde ist nochmal etwas anderes. Ich finde es dünn und langweilig. Seine Lücken kann es leider auch mit stimmiger Harmonie nicht kompensieren.
Ganz in Ordnung.

Bewertet am