Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Lang-Bräu Bock

  • Typ Untergärig, Doppelbock
  • Alkohol 7.5% vol.
  • Stammwürze 18.1%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 79% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 3 Rezensionen

#35403

Anzeige

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
C
79%
D
E
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
83% Avatar von Hirsch
81% Avatar von Schluckspecht
73% Avatar von Bier-Klaus

73% Rezension zum Lang-Bräu Bock

Avatar von Bier-Klaus

Der Lang Bräu Bock aus Wunsiedel ist erstens ein Doppelbock mit P 18,1 und 7,5% ABV und zweitens ein heller Doppelbock, was sehr selten ist. Goldgelb und blank, fast ohne Schaum. In der Nase Getreide, Waldhonig und Alkohol. Der Antrunk beginnt voluminös und gut gespundet. Im Geschmack zuerst Getreide, dann dominieren aber die bitteren Aromen von Alkohol, Hopfen, harzigen Aromen und Waldhonig. Das ist völlig ungewöhnlich, dass ein Doppelbock so herb und bitter ist. Da muss man sich erst eintrinken, weil der nicht so süß und lauffähig ist wie die dunklen Standard Doppelböcke. Andererseits kann man den Lang Bock sicher länger trinken, weil er nicht so mastig ist. Erinnert mich ein wenig an den Zipfer Bock, der war auch sehr herb. Etwas sperrig zu trinken aber sehr interessant.

Bewertet am

Anzeige

83% Rezension zum Lang-Bräu Bock

Avatar von Hirsch

Schaum: mittelporig, ein halber Zentimeter bleibt brav und standhaft stehen
Farbe: kräftiges Goldgelb
Geruch: nicht intensiv; etwas Honig, etwas Getreide

Antrunk: Kräftig honigsüß - ich muss tatsächlich an fruchtigen Honigwein denken. Dazu eine kräuterige Frische - nach langem Grübeln komme ich auf - tschuldigung! - Jägermeister. Der Alkohol ist präsent, aber es geht nicht ins Mastige. Im Mittelteil schmecke ich sehr dunkle Roggenbrotkruste sowie einen Hauch Karmell. Das Bier ist schön feinperlig, die Rezenz nicht allzu hoch - das unterstützt die leichte Trinkbarkeit dieses Doppelbocks.

Im Nachtrunk ist nicht der oft beobachtete Hopfenhammer zum Einsatz gekommen, der aus so manchen hellen Böcken eine allzu derbe Mischung macht. Eine blumige Hopfenbittere rundet gerade so spürbar ab - und das ist gut so.

Fazit: Sehr schön, wirklich sehr schön. Ich empfehle, diesen kräftigen Bock nicht zu kalt zu trinken, damit er sich geschmacklich wirklich entfalten kann. Für mich ist das wie bei Schnäpsen: die guten schmecken auch warm noch.

Bewertet am

81% Kräftig und süß mit würzigem Finale

Avatar von Schluckspecht

Dieser Bock aus Schönbrunn im Fichtelgebirge - ehemals als Schönbrunner Urbock bekannt - darf sich mit 18,1 % Stammwürze als echter Doppelbock gelten - einen European Beer Star Silver Award gab es 2018 dafür auch schon. Interessanter Hinweis: Beim Abläutern wurde nur die hochwertige Vorderwürze verwendet, später folgt eine bis zu 12 Wochen lange, eiskalte Lagerung. Mir gefällt es, wenn man sich Gedanken über eine möglichst gute Reifung macht. Es werden 7,5 % vol. Alkohol und 30 Bittereinheiten genannt - beides sind schon mächtige Werte für ein Bockbier.

Klares Goldgelb mit vereinzelten, groben CO2-Perlen und einer sehr zügig schwindenden, lockeren Schaumkrone erblickt man im Glas. Und dort verströmt das Lang-Bräu Bock einen unaufdringlichen, aber doch komplexen Malzduft - als wäre es ein sehr, sehr schwacher Whisky. Meine Eindrücke reichen zum Beispiel von Honig über Mandel, Vanille und kandierte Früchte (Äpfel, Birnen). Der Alkohol fällt mir hier überhaupt nicht auf - und erst recht nicht negativ.

Mit fruchtiger Honigsüße und kandierter Malzigkeit steigt das Bockbier dann auch sehr sanft ein. Nur leider passt das spritzige Mundgefühl mit der vordergründigen Kohlensäure nicht dazu, weshalb ein beinahe wässriger Eindruck erzeugt wird. Geschmacklich liefert dieser helle Doppelbock jedoch eine solide Vorstellung ab. Der Alkohol funkt auch im Körper mit weiterhin nur eingeschränkter Vollmundigkeit nicht unpassend dazwischen. Das Malz wechselt von honigsüßen Noten zu einer biskuit-brotkrustigen Souveränität. Nur leise klingt im Abgang der kräuterige Hopfen mit seinen feinherben Noten an, während Alkohol und eine Spur Röstmalzigkeit die Oberhand gewinnen. Sowie eine gewisse Klebrigkeit. Final kommt dennoch eine handfeste Bitterkeit zur Geltung, die mit so manchem Fernseh-Pils gleich zu ziehen scheint.

Geschmacklich liefert das kräftige Lang-Bräu Bock eine absolut solide Vorstellung ab, die bestens zu meiner Erwartung passt oder diese gar noch übertrifft. Okay, mit den höchsten Erwartungen bin ich auch nicht an die Sache heran gegangen. Aber nein, Malzfreunde kommen auf ihre Kosten und müssen sich nicht mit einer üblen Alkoholnote anfreunden. Es lauert noch genug Körper. Auch im kräftigen, würzigen Abschluss bewahrt das Doppelbock Format und knickt geschmacklich nicht ein. In erster Linie muss das Mundgefühl Federn lassen. Eine zu kalte Temperatur wird direkt bestraft durch eine unpassende Spritzigkeit. Mit steigender Temperatur - etwa um 13 °C - kommt der Körper in Balance und taucht hinab in eine tiefe Malzigkeit, die weder von Hopfen noch vom Alkohol erdrückt wird. Hervorheben muss auch eine absolut passable Süffigkeit, die nicht enttäuscht. Wer einen außergewöhnlichen Bock sucht, wird hier wohl nicht fündig werden, auch wenn das Malz ein sehr breites und durchaus komplexes Programm abspult. Es ist vielmehr so, dass sich dieses Bockbier vernichtende Schnitzer komplett verkneift und eben als absolut solide gelten darf. Von den süßen Bockbieren eines der besseren...

Bewertet am