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Beer like star Engelszell Gregorius Trappistenbier

  • Typ Obergärig, Dunkler Bock
  • Alkohol 9.9% vol.
  • Stammwürze 21%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 10-12°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 3 Benutzer

Bewertet mit 66% von 100% basierend auf 11 Bewertungen und 9 Rezensionen

Das Bier Engelszell Gregorius Trappistenbier wird hier als Produktbild gezeigt.
#6655

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 11 Bewertungen
88% Avatar von Wursti
87% Avatar von Daniel McSherman
81% Avatar von Christoph Weber
80% Avatar von MichaelF
69% Avatar von Schluckspecht
63% Avatar von Lips
58% Avatar von goldblumpen
55% Avatar von DBS_Karl_Zuser_jun.
54% Avatar von Bier-Klaus
53% Avatar von Stefan1203
41% Avatar von Felix

69% Nichts für schwache Gemüter

Avatar von Schluckspecht

Das Gregorius Trappistenbier der Trappistenbier-Brauerei Stift Engelszell aus Österreich (ja, so etwas gibt es nicht nur in Belgien!) bezeichnet sich als "Gersten-Honig-Starkbier". In der Tat: Honig taucht hier sogar noch vor Hopfen und Hefe in der Zutatenliste. Und bei nicht sonderlich dezenten 10,5 % vol. Alkohol ist "Starkbier" eine blanke Untertreibung.

Eine so starke Hefetrübung habe ich lange nicht gesehen, wie sie sich hier mitsamt Schwebteilchen und gewisser Inhomogenität im dunklen Mahagonibraun präsentiert. Schöne Farbe, aber einfach zu trüb, so dass kein einziger Lichtstrahl durch das Glas gelangt. Der gelbbraune, recht feinporige Schaum darüber ist vorhanden, aber alles andere als ewig. Allerhand Aromen bringt der Duft zu Tage (bzw. zur Nase), welche Züge von in Honiglikör eingelegter Früchte annehmen. Man ahnt schnell genug den hohen Alkoholgehalt, doch stellt gleichzeitig fest, wie faszinierend die Aromen arrangiert sind. Keine Spur von Fuseligkeit. Stattdessen eine sehr breit angelegte Malzigkeit mit der Idee Honig sowie dezenter Gewürz- und Kräuternoten.

Im Antrunk geht es gleich richtig zur Sache: Likörartiges, malzlastiges Auftreten mit präsentem Alkohol und praller Fruchtigkeit. Das Alkoholfeuer lodert insbesondere im Körper - hier wirkt es bisweilen schon überzeichnet. Dafür gibt es kräftige Noten von Rumtopf, klassisch mit roten Früchten (vorrangig Erdbeere und Kirsche) und karibisch angehauchter Süße. Und, aber das kommt erst auf, nachdem man sich an den Rumtopf-Charakter gewöhnt hat: Auch Kräuter- und weihnachtlich angehauchte Gewürznoten sind zu erfassen. Wärmend und charaktervoll lässt sich der mittlere bis lange Abgang beschreiben, der zur Röstmalzigkeit, Alkoholigkeit und Würze auch noch genug Restsüße anbietet. Bei über 20 % Stammwürze ist es lässig, von Vollmundigkeit zu sprechen.

Ich muss das Gregorius Trappistenbier dafür loben, dass es nicht extrem zugänglich ist. Nun, wie ist das zu verstehen? Das heißt hier einfach, dass es sich im weiteren Verlauf bei gleichzeitig hohem und eigensinnigem Charakter immer weiter ins Positive steigert - was vielleicht zum Teil auch daran liegt, dass auch die (zu Beginn zu niedrige) Trinktemperatur immer weiter zunimmt. Der Alkohol tritt tendenziell vorteilhaft auf und liefert eine mächtige Aromenwucht, die sich zu genießen lohnt. Logisch: Die Süffigkeit fällt dann nicht hoch aus, doch so schlecht ist sie auch wieder auch nicht - knapp unterdurchschnittlich.

Eine Spur zu alkoholisch ist mir das Gregorius Trappistenbier dennoch - bisweilen wirkt es gar alkoholischer, als es die 10,5 % vol. andeuten. Die damit einhergehenden Geschmacksnoten gehen allerdings, mit Ausnahme einer etwas zu hohen Säure, absolut in Ordnung. Da fragt sicgh jetzt nur: Trinkt man das Trappistenbier als Digestif, zum gehaltvollen Essen - oder lässt man gleich das Essen weg?

Bewertet am

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88% Rezension zum Engelszell Gregorius Trappistenbier

Avatar von Wursti

Dunkelbraun mit rubinrotem Einschlag, getrübt und mit gut haltbarer, kaffeefarbener, sahniger Blume liegt es im Glas. Es riecht wuchtig nach Malz und intensiv nach Kräutern. Der Antrunk besticht durch eine Ladung Schwarzbrot und geht in den schweren, mundfüllenden Körper über. Hier kommt eine gewisse Alkoholschärfe zum Vorschein; dazu weihnachtliche Gewürze. Der Abgang ist sehr lang und wuchtig.
Das Gregorius ist definitiv kein Bier für jeden Tag und ich kann es mir nur sehr schwer im Sommer vorstellen. Zum Genießen aber sehr geeignet.

Bewertet am

87% Rezension zum Engelszell Gregorius Trappistenbier

Avatar von Daniel McSherman

Dunkelbraun, leicht rötlich schimmernd mit wenig Schaum. Geruch: röstig, malzig, schwer. Aromen: malzig, bitter, Röstaromen , u.a. getrocknete rote Früchte Sehr gut!

Bewertet am

81% Österreichisches Tripel - ein Hammer

Avatar von Christoph Weber

Schwarz, blickdicht, toller Schaum... und das Ganze schon vor dem ersten Schluck.

Das Stift Engelszell in Österreich ist eine von weltweit acht Klosterbrauereien, die sich mit dem Trappisten-Logo ausweisen darf.

Das Gregorius ist das Tripel, dreifach vergoren, 9, 7%, ein echter Hammer - es reicht malzig, und es schmeckt noch viel mehr so, mit angenehm milder Bitterheit mittendrin, im Abgang kommt sie noch kurz und bissig hervor bis dann das Malz wieder überwiegt.

Nicht ganz das klassischste oder rundeste Tripel, also nicht wie manch belgisches, aber ein wunderbares gehaltvolles Bier

Bewertet am

63% Gregorius

Avatar von Lips

Der Geruch als auch der Körper des Bieres verweist gleich auf eine gewisse Süße von Honig. Man schmeckt den Honig ist aber nicht störend. Auch den Geruch von geröstetem Malz nimmt die Nase mit auf. Interessant ist die Mixtur von Star- und Bockbier. Dieser Verschnitt bringt auch den hohen Alkoholgehalt. Macht es aber auch wiederum süffig. Im Abgang schmeckt man einen leichten Hopfengeschmack.

Bewertet am

54% Österreichisches Trappistenbier

Avatar von Bier-Klaus

Das Kloster finanziert sich mit eigenen Produkten, seit 2012 auch mit Trappistenbier. Seitdem gibt es ausser den sechs belgischen und der einen holländischen auch eine österreichische Trappisten-Bier-Brauerei .

Der Gregorius liegt schwarz-orange im Glas und ist sehr trüb. Die gemischtporige Blume ist nicht sehr hoch, kein Wunder bei dem hohen Alkoholgehalt. Die Farbe ist gelblich bis hellbraun. Das Bier riecht sehr alkoholisch, es sind aber auch Waldhonig- und leicht säuerliche Aromen dabei.

Das schwer Alkoholische setzt sich im Antrunk fort, es kommen hefige, nussige und röstige Aromen hinzu. Im Mittelteil fühlt es sich an, als hätte man Cognac im Mund, sowohl vom Alkoholgehalt als auch von der samtigen Textur her. Die größte Schwäche des Bieres ist der Mittelteil, dort sind schnapsige Cognacnoten, röstige Malz- und Kaffeearomen wie hingewürfelt verteilt. Immer wieder taucht eine andere Komponente auf, was das Bier interessant macht. Die Geschmäcker untereinander harmonieren aber überhaupt nicht, sie stehen nebeneinander, teilweise sogar gegeneinander. Es erinnert mich auch an ein holzfassgelagertes Bier, dem noch etwas Reifezeit fehlt.

Vielleicht müsste man den Gregorius noch ein paar Jahre in den Lagerkeller legen und dann nochmal verkosten.
Aktuell ist er einfach zu unharmonisch.

Bewertet am

41% Rezension zum Engelszell Gregorius Trappistenbier

Avatar von Felix

Mein Exemplar verfügt über 9,7%ABV.
Das Gregorius ist der einzige, mir bekannte untergärige Trappist und das einzige Bier unter diesem Siegel außerhalb von Belgien und den Niederlanden.

Sehr dunkle, rötlich-braune Färbung. Die Schaumbildung ist gut, der Schaum zeigt sich cremig und flach, mit kaffeeartiger Farbe.

Im Geruch zeigen sich insbesondere malzschwere Noten, die bocktypische, Waldbeerfruchtnoten, Alkoholsüße und kakaoige Röstherbe miteinander vereinen.
Das Bier macht einen doch recht schweren Eindruck, der vor allem durch die dunklen Schokoladen- und Nussaromen verstärkt wird. Der Alkohol hebt das gut und lenkt es bereits in Richtung gezuckerte Erdbeeren, die Fruchtigkeit agiert jedoch nur begleitend.

Im Mund zeigt das Bier dann doch eine erstaunlich hohe Divergenz zwischen extrem süßem Alkohol und enorm saurer Frucht. Die Säure breitet sch rasant aus und zieht einen dichten Film von Apfel und Orange hinter sich her. Die starke Orangensaftsäure ist sehr gewöhnungsbedürftig, insbesondere, weil sie gemeinsam mit einem äußerst starken Alkohol auftritt, der überhaupt nicht im Zaum gehalten werden kann. Das Bier präsentiert sich eher als Wein, denn als Bier.
Für meinen Geschmack ist das ein sehr chaotischer und unausgeglichener Einstieg, der eigentlich nur durch seine Unvergleichlichkeit Lob ernten kann.

Der Körper kann dem leider nicht wirklich abhelfen. Während zwar die Textur schön weich scheint, schlägt der Bock im Mund sofort um, es wird enorm schwierig, die Qualität des Körpers zu entschlüsseln, wenn die ganze Zeit über eine so penetrante Säure die Geschmacksknospen belagert.
Grundsätzlich ist die Textur eher gut gelungen, die Rezenz etwas unauffällig, sie können sich jedoch beide nicht gegen die Aromatik zur Wehr setzen (Schade, dass hier von einem Kampf des Bieres mit sich selbst auszugehen ist).

Der Abgang ist vielleicht das größte Problem, denn in ihm bündelt sich die gesamte Intensität dieses Sudes. Zusätzlich zu der warmen Schärfe des Alkohols, die nun langsam den Hals wieder aufsteigt, kommt die Säure auch hier nicht zur Ruhe und bringt darüberhinaus auch noch Bitterkeit und Hopfen mit. Die Malze werden dabei schlichtweg übergangen, was für den Grundtenor des Bockes nicht wirklich von Vorteil ist.

Der Gregorius Trappistendoppelbock kann mich nicht überzeugen.
Hier hat man es mit einem Bier zu tun, das gnadenlos übertreibt und sich damit alles verbaut. Ich mag zwar die Grundtextur gern und finde es auch irgendwie spannend, wie hier experimentiert wird, doch die Art und Weise, wie die Aromenkonstellation gedacht ist, funktioniert meiner Ansicht nach einfach nicht.
Eine interessante Orange, baut sich sogleich zu einer penetrant stechend-sauren Bombe aus und haut der angenehm weichen, erwarteten Malzsüße - gelinde gesagt - zuallererst einmal eine aufs Maul, dass sie nicht mehr aufsteht, sondern bis zuletzt nur betäubt im Mundraum rumliegt, die schönen Röstnoten des Duftes werden damit sogleich ausgeknockt. Nachdem diese Saftigkeit dann den ganzen Mund derartig zugekleistert hat, dass kein feines Aroma mehr durchkommt, wird noch einmal ungemindert, gefühlt-reiner Alkohol (erinnert mich erschreckend stark an billigen Klaren) drübergegossen und schließlich noch eine dicke Schicht Hopfenbittere draufgelegt.
Der Gregorius explodiert im Mund und kann seine angenehme Weichheit des Geruches nicht übertragen. Ich wünschte, ich könnte Hopfen, Alkohol und Säure einfach aus dem Bier rausschneiden, denn dann käme ein wirklich feiner, weicher, malziger Bock dabei heraus, der Frucht und Kakao grandios vereint.
Das Bier ist natürlich nicht ganz so schlecht, wie ich es hier aussehen lasse. Ich kann auch den schlechtesten Bieres eigentlich immer noch irgendetwas abgewinnen. Diesem selbstverständlich auch.
Ich mag wie gesagt die Malzigkeit sehr gern und finde auch die Textur gut gemacht. Doch leider wird dieser Kern von allen Seiten her eingepresst und zerdrückt, dass man sich sehr anstrengen muss, das Schöne darin zu entdecken. Den Einstieg zu bewerten fällt mir daher schwer, im Geruch fand ich es wunderbar und auch die Aromatik des Antrunks könnte einfach als überspitzt innovativ gedeutet werden. Ich will dem Bier natürlich keine Qualitäten absprechen, nur weil sie nicht meiner Erwartungshaltung entsprechen. Doch wie man es auch dreht: Hier kommt der Alkohol einfach zu rasch und ungehindert bereits im Einstieg durch, die Malzigkeit wird komplett zerstört und der Aromawechsel ist derartig kompromisslos und unangekündigt, dass ich dem trotz der an sich nicht schlechten Aromatik nicht mehr viel abgewinnen kann.
Der Gregorius ist definitiv einer der schlechteren Böcke. Bei einer solchen Konzeption lasse ich mich nicht mit Intensität oder Innovation ködern. Klar ist es besonders, was hier im Mund passiert, und einiges davon spricht mich auch subjektiv an, aber es ist trotzdem chaotisch und wirr und kann keine Geschlossenheit vermitteln.
Ein Bier, das man zwar nicht wegschütten muss, auf das ich aber getrost verzichten kann.
PS: Interessanterweise verbessert sich das Bier, wenn die Kohlensäure entweicht (ich will aber nicht abstreiten, dass es nach einiger Zeit einfach an dem hohen Alkoholgehalt lag).

Bewertet am

55% Rezension zum Engelszell Gregorius Trappistenbier

Avatar von DBS_Karl_Zuser_jun.

GREGORIUS Trappistenbier Die Farbe ist Kastanienbraun mit leicht rötlichem Einschlag. Opalisierend. In der Nase kommt bereits eine leichte süße zu den klassischen Aromen von "alten" Ale-Hefen bzw. Trappistenhefen. Vollreife Bananen drängen sich auf. Im Antrunk dominiert die Süße, die vom Honig noch vorhanden ist und nicht restlos Vergoren scheint. Daher würde sich das Bier hervorragend zum "Stacheln" eignen. Leichte Ansätze von Kaffeearomen. Den Körper würde ich als leicht reszent, mit wenig eigener Kohlensäure beschreiben. Das Bier wärmt extrem aufgrund seines hohen Alkoholgehaltes.

Hier die Bewertung, wenn man den Gregorius stachelt:

Die Schaumentwicklung ist nach wie vor mäßig. In der Nase läßt sich ein mandeliges und leicht nußiges Aroma (Aschanti bzw. kandierte Mandeln) erkennen. Nach kurzer Zeit klingen noch Kaffeeröstaromen an. Der Geschmack wird rauchiger, malziger und der hohe Alkoholgehalt wird noch deutlicher. Die Bittere im Abgang läßt nach und wird weniger.

Wir haben diesen Versuch beim 1. BIERologen Stammtisch unternommen und wir waren uns Alle einig, dass das Bier durch das Stacheln an Komplexität gewonnen hat.

Bewertet am

80% Rezension zum Engelszell Gregorius Trappistenbier

Avatar von MichaelF

Hinter diesem Bier steht wieder einmal eine spannende Geschichte. Bereits zu früheren Zeiten wurde im Stift Engelszell Bier gebraut, die Produktion kam 1929 zum Stillstand. 2012 wurde die Trappistenbrauerei im Stift neu belebt und braut seitdem zwei Biere, den Benno als helles Bier und den Gregorius als Dunkles. Eine Trappistenbrauerei hier in Österreich? Richtig, neben sechs Standorten in Belgien, einem in den Niederlanden gibt es seit vorigem Jahr auch einen im österreichischen Innviertel.

Der Gregorius steht dunkelbraun im Glas und riecht nach geröstetem Malz, Karamell und reifen Herzkirschen. Eine dominante Malzsüße wird von Karamellnoten, Herzkirschen und sich leicht bemerkbar machender Hefe (und Bananen) begleitet. Erstaunlich wenig Engagement zeigt der Alkohol, hinzu kommt eine kräftige Kohlensäure. Es erinnert lebhaft an ein belgisches Starkbier, was natürlich auch der Sinn der Sache ist.

Ein gutes Trappistenbier aus Österreich.

Bewertet am