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Beer like star Braumanufaktur Hertl & Hopfmeister Gurkengose

  • Typ Obergärig, Gose
  • Alkohol 4% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 42% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 3 Rezensionen

#29134

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
73% Avatar von Bier-Klaus
33% Avatar von Schluckspecht
19% Avatar von BieRob

33% Die Revolution der Gurke

Avatar von Schluckspecht

Dass ich auch mal vor perversen Bieren keinen Halt mache, beweist die Gurken Gose von Hertl & Hopfmeister (Collabrew) - ein Sauerbier mit Gurken oder wie man selbst so schön sagt: "Alkoholhaltiger Salat". Dieser kommt mit 3,5 % vol. Alkohol in einer mit pastellgrünen Etiketten ausstaffierten 0,33-Liter-Longneckflasche daher. Bei den Zutaten rollen sich in Bayern bestimmt einige Nägel: Wasser, Gerstenmalz, Karamelweizenmalz (soweit, so normal), Gurken, Rohweizen, Hopfen, Koriander, Meersalz, Milchsäure, Hefe. Verständlich, dass man dieses Bier dann in Tschechien brauen muss...

Ich bin sowohl gespannt als auch schockiert. Also wage ich es, öffne die Flasche und rieche... Gurkensalat! Und hier ist neben der klassischen Salatgurke auch Gewürzgurke und Senfgurke vertreten. Das riecht wirklich sehr interessant, das muss ich der Gurken Gose lassen. Die Säure kommt bereits in der Nase wohldosiert rüber. Ganz weit im Hintergrund sind eine Idee Malz und Hopfen vorhanden, aber das nur am Rande.

Die Milchsäure scheint wohl auch den Schaum komplett zu zerstören, die Gose steht nackig wie halbtrüber Federweißer im Glas - nur deutlich dunkler, goldener und minimal grünlich. Wie nicht gesund aussehender Morgenurin. Als "bernsteinfarben" kann man es bezeichnen, aber den grünen Stich kann man nicht leugnen.

Egal, nach dem völlig eigenartigen Duft soll das nicht von der Sache ablenken. Ich sage nur: Gurke! Bevor es soweit ist, steigt die Gose süß-säuerlich-salzig ein. Sehr salzig. Die Säure kennt man so von der Gose, der Salzgehalt fällt indes viel höher als bei einem Witbier aus. Der Ersteindruck ist junger Federweißer, während das Salzige schnell zuschlägt. Dadurch geht fast der Gurkensalat unter. Koriander und Hopfen probieren sich dabei, Salz und Säure mit Würze abzurunden. Die Gurken schmeckt man unverkennbar heraus und sie prägen auch den Körper des leichten Sommerbieres. Knapp mit ausgewogener Säure und Würze endet die Gose mit einem ganz zarten Hauch an Hopfen.

Wer wagt, gewinnt. In diesem Fall ist es Gold bei den World Beer Awards 2017. Die Braukompetenz streitet sicherlich auch niemand ab. Aber wer wagt, kann auch mal zu viel wagen. Mein Fall ist die Gurken Gose nicht - es ist ein sehr kompliziertes Bier, das man entweder hasst oder liebt. Der Duft gefällt mir besser als der Geschmack. Interessant ist es aber fraglos: Denn wer hat schon mal einen alkoholhaltigen Gurkensalat getrunken? Und ich muss auch zugeben, dass es die Erwartungen gut erfüllt - es schmeckt wie eine übliche Gose mit einer gewissen Gurkennote. Schräg. Nur mit der Harmonie passt es meines Erachtens nicht ganz so. Da bleibe ich lieber beim alkoholfreien Gurkensalat zum Kauen...

Bewertet am

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19% Will man Gurkensaft wirklich trinken?

Avatar von BieRob

Die Craft-Bier-Bewegung bringt wirklich viele neue Kreationen auf den Markt. Gute wie schlechte Kreationen. Aber muss man wirklich alles herstellen / verkaufen? Will man wirklich Gurkensalat trinken? Darf ich mich noch Brauer nennen, wenn ich sowas herstelle?

Ich habe das Getränk mit zwei Kollegen auf einer Messe probiert. Meine Kollegen haben mich noch gewarnt. 3 EUR für ein Probierglas. Ich war mutig und hab es gekauft. Der Schaum war schön - für mich nicht zu viel und nicht zu wenig. Es hat eine schöne Bernsteinfärbung. Der Geruch verrät eigentlich schon den Geschmack. Der erste Schluck offenbarte es dann auch. ESSIGGURKEN! Ich wollte den Kollegen den Probierschluck nicht verderben und habe das Getränk heruntergeschluckt. Die Kollegen hätten es fast auf den Gang gespuckt. Bei uns würde man sagen, das Ding hat uns die Zehennägel nach oben gerollt. So etwas schreckliches habe ich lange nicht getrunken. Selbst das Jasmin-Bier haben wir kopfschüttelnd und etwas angewidert getrunken. Das Gurkenbier jedoch war nicht trinkbar. Ich habe das Glas komplett zurückgehen lassen.

Wir haben uns mit dem Brauer auch noch kurz unterhalten. Er hat gelacht und dachte wir veräppeln ihn. Weit gefehlt. 3 EUR für 3x nippen treibt selbst mir eher die Zornesröte ins Gesicht, statt darüber Witze zu machen.

Fazit: Wer Gurkensalat möchte, sollte sich einen bestellen und ESSEN. Wer ein Bier mag, soll das bestellen und trinken. Beides in einem geht nicht. Liebe Brauer, stellt bitte handwerkliches Bier her und hört auf mit solchen Experimenten oder wann kommt das Bier, welches nach Altöl oder Hundekadaver schmeckt?

Fazit 2: Finger weg. Es ist das Geld nicht wert (O-Ton von 2 Händler, welches Gurkenbier im Sortiment haben (noch))

Wir haben kürzlich Jasmin-Bier getrunken. Das war nicht gut, aber es war immerhin ein Bier.

Bewertet am

73% Craft + Bier Augsburg

Avatar von Bier-Klaus

Craft + Bier Augsburg:
Eine Gose, gebraut mit Milchsäure, Salz und Koriander, soweit ist das normal und Gurke! Es riecht extrem nach Gurke und schmeckt wie gesalzener Gurkensalat. Die Textur ist weich, nur leicht salzig mit zarter Säure, den Koriander schmecke ich gar nicht. Der Gurkengeschmack hingegen ist intensiv, wie wenn man die Soße vom Gurkensalat aufschlürft. Das könnte ich mir jetzt zu Grillfleisch mit Gurkensalat vorstellen oder als Veggie-Frühstück statt dem Smoothie. An einem Sommertag über 30° C wie heute kann man es auch gut trinken.

Bewertet am