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Beer like star Aecht Schlenkerla Hansla

  • Typ Untergärig, alkoholarm
  • Alkohol 1.2% vol.
  • Stammwürze 3%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 3 Bewertungen und 3 Rezensionen

#35614

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 3 Bewertungen
83% Avatar von Hirsch
75% Avatar von LordAltbier
69% Avatar von Schmecki

69% Hansla, der Lausbub

Avatar von Schmecki

Heute schauen wir mal, was das Hansla kann, auch im Vergleich zu seinen Geschwistern, dem Heinzlein Hell und Dunkel. Während letztere etwas aus der Familie ausgegrenzt wurden und direkt unter der Brauerei Heller Trum vertrieben werden darf das Hansla sich im Kreise der Schlenkerla Familie zu Hause fühlen, weil es halt auch ein Rauchbier ist.

Erste Überraschung: Da steht ein toller Schaum im Glas! Darunter findet man eine trübe, braune, recht sprudelnde Flüssigkeit.

Der Geruch nach Schinken ist auch da, nicht so intensiv wie beim Märzen, aber doch deutlich. Dazu entwickeln sich säuerliche Noten, die immer mehr die Oberhand gewinnen, je länger man vor dem Bier sitzt.

Rauchiger Antrunk, gefolgt von einem überraschend vollen Körper bei so wenig Alkohol. Dazu gesellt sich eine recht deutliche Säure. Auch im Abgang duellieren sich Schinken und Säure um die Vorherrschaft, zum Schluss siegt der Schinken und legt sich noch eine Zeitlang über den Gaumen.

Für den Alkoholgehalt ein erstaunlich „volles“ Bier, dazu schöne Rauchnoten, ich wäre echt begeistert, wenn da nicht diese Säure wäre. Schade, sonst hätte es mein lieblings-fast-alkoholfreies Bier werden können.

Und der Vergleich von Heinzlein und Hansla? Schwer, sehr schwer. Während das Heinzlein mit Hopfenherbe gegen die Alkoholarmut arbeitet, holt das Hansla den säuerlichen Schinken raus. Ausgewogener ist das dunkle Heinzlein, sozusagen der bravere Knabe. Das Hansla ist dagegen ein Lauser, der hat mehr Wumms, schlägt dann aber auch mal gerne über die Strenge.

Bewertet am

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75% Süffig und gut trinkbar

Avatar von LordAltbier

Der Antrunk ist hopfig-spritzig und leicht säuerlich. Der Mittelteil ist ähnlich wie der Antrunk, hier kommt aber zusätzlich noch eine leichte Rauchmalz-Note dazu. Der Abgang ist hopfig-würzig und schön rauchmalzig. Fazit: Ein leichtes, süffiges (Rauch)bier. Kann man gut trinken.

Bewertet am

83% Schon lange existent und neu erfunden

Avatar von Hirsch

Heute gibt es ein Mittagsbier. Ausnahmsweise. Denn im Kühlschrank steht etwas Neues aus Bamberg: Das Schlenkerla „Hansla“. Ein alkoholreduziertes Bier mit weniger als 1,2 Prozent Alkohol.

Das finde ich schon mal grundsätzlich gut: Leichte Mittagsbiere aus Deutschland findet man so gut wie nicht. Auf Restaurantkarten: Clausthaler und ein Alk-freies Weizen. In Tschechien würde man ein Zehngrädiges trinken. Und Schlenkerla siedelt etwas zwischen "Nichts" und "Wenig" an, alkoholbezogen. Etwas, das es schon sehr lange gibt, aber völlig in Vergessenheit geraten zu sein scheint, das „Hansla“.

Bei Seifert, „Das Bamberger Bier“ (1818) ist schon vom Hainslein („Nachbier“) die Rede, und die Brauart eines Trunks namens „Nachbier“ findet sich auch in Adelungs Wörterbuch von 1811, wenn nämlich ein Getränk „auf den nach abgeschöpftem Biere aus neuem auf die Treber gegossenen Wasser bereitet wird“. Damit kamen alle Leute, auch Kinder, in den Genuss eines Nahrungsmittels, der garantiert keine Keime enthielt, wie sie im Brunnenwasser immer zu befürchten waren.

Ich bin erfreut und gespannt auf dieses absolut zeitgemäße historische Bier aus der Bamberger Rauchbierbrauerei.

Optisch passt schon mal alles: Dichter, üppiger, sahniger Schaum über einem kastanienbraunen Bier. Hefetrüb! Kein Helles. Sehr gut. In der Nase kerniger Rauch wie beim aechten Schlenkerla Märzen.

Der Antrunk: Bierig genug, um als Bier durchzugehen. Schöne, herbe Rauchnoten, ein Hauch süße Malzigkeit. Dann ein seeehr schlanker Körper, der aber zusammengehalten wird von einer sehr präsenten Hopfenbittere. Im letzten Moment denke ich sogar an Kalthopfung, so eindrücklich ist der Hopfen am Gaumen. Die Karbonisierung eigentlich nicht hoch, und doch auf der Zunge sehr präsent. Das liegt vielleicht an der Alkoholarmut. Aber das passt so sehr gut.
Der Nachtrunk ist nicht sonderlich aufregend, aber einen spürbaren Hopfengrundton und Rauchnoten hat man schon noch ein gutes Weilchen präsent.

Fazit: Alles richtig gemacht, liebe Brauerei Heller-Trum! Hier ist aus 1,2 Prozent Alkohol alles herausgeholt, was herauszuholen ist. Selbst der Aufstoßer nach dem Trinken sagt mir noch: Schön – ein Mittagsbier. Der Rauchgeschmack ist dabei der beste Heimvorteil, den man sich denken kann. Dadurch kommt Geschmack ins Spiel, der sich auch ohne viel Alkohol hält.

Und ich werd‘ nicht müde und kann getrost nach dem Essen weiterarbeiten. Das hätten die wirklich schon früher erfinden können!

P.S: Die hohe Bepunktung soll der Tatsache Rechnung tragen, dass man hier ein extrem alkoholarmes Bier vor sich hat. Das ist der Maßstab, und nicht etwa ein gängies Rauchmärzen.

Bewertet am