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Beer like star Stonewood India Pale Ale

  • Typ Obergärig, IPA
  • Alkohol 7.3% vol.
  • Stammwürze 16.4%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 73% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#29350

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
73% Avatar von Bier-Klaus
73% Avatar von Schluckspecht

73% Das Weißbier unter den IPA

Avatar von Schluckspecht

Bei meinem Exemplar ist die Sachlage klar: "Obergäriges Starkbier" und "obergärige Bierhefe" werden explizit erwähnt. Mit 7,3 % vol. Alkohol und 16,4 % Stammwürze kann das IPA aus Chemnitz ordentlich pfunden. Es gibt leider keine Angabe zu den verwendeten Hopfen, der Art der Hopfung (ich unterstelle mal überwiegend Kalthopfung) oder zu den gemessenen Bittereinheiten. Das schlichte Etikett mit dem radierten Abbild des Braumeisters geizt zwar mit Informationen, zeigt sich aber stilvoll und mit hohem Wiedererkennungswert.

Beim Öffnen der Flasche (der Kronkorken sitzt aber fest) kommen mir sofort Banane und Ananas entgegen, die in Kombination sonderbar anmuten. Im Glas präsentiert sich ein stark hefetrübes Bernsteinorange, darüber tohront cremiger und recht standfester heller Schaum. Die dunkle Farbe (ausschließlich Gerstenmalz) spiegelt ein klassisches IPA wider, wobei der Hefecharakter angesichts der starken Hefetrübung anscheinend recht hoch ausfallen dürfte. Das Duftspiel erweitert sich im Glas durch etwas Mango, Litschi und einen Hauch Maracuja. Die bananige Note, die wohl der Hefe zuzuschreiben ist, bleibt immer noch feststellbar.

Spritzig, malzig, süß und fruchtig - überwiegend Banane - steigt das IPA ein, wie es sonst nur ein kräftiges, hopfenlastiges Hefeweizen zu tun pflegt. Mich erinnert es direkt an das gefällige TAP 5 von Schneider Weisse, das ich als "Das IPA unter den Weißbieren" tituliert habe. Jedenfalls bewahrheitet sich, dass der Hefecharakter hier für ein India Pale Ale unüblich hoch ausfällt. Ale-typische Frische lauert indes im süßmalzigen, estrig fruchtigen, hefelastigen Körper. Der Hopfen spielt ähnlich wie beim TAP 5 spürbar mit, ohne die Vorherrschaft übernehmen zu wollen. Der Abgang ist kurz, leicht alkoholisch und tendenziell süß - ähnlich wie beim TAP 5, nur eben etwas schwächer. Der Hopfen zeigt keinerlei Krallen. Mit gutem Willen sind Kräuter- und Harznoten festzustellen, die aber nur am Rande. Die Bitterkeit fällt für ein IPA unterdurchschnittlich aus.

Ich habe nicht das erhalten, was ich mir erhofft habe. Die Hefigkeit und damit auch die estrigen Bananennoten sind zu dominant, um den Charakter eines IPA reproduzieren zu können - der Hopfen jedenfalls schafft es nicht. Die Ähnlichkeit zum TAP 5 kann ich von vorn bis hinten feststellen, wobei das Stonewood India Pale Ale die milde Ausgabe davon ist. Ein wahrer Zielkonflikt, denn eigentlich kann ich mit dem Ergebnis schon etwas anfangen. Es ist aber eben kein richtiges IPA. Wohlwollende 73 %...

Bewertet am

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73% Rezension zum Stonewood India Pale Ale

Avatar von Bier-Klaus

Diesmal gibt es einen IPA 5er-Vergleich mit dem Kormorana American IPA, dem Cerdos Voladores der Barcelona Beer Company, dem Craft Ale 166, des Darmstädter Bräustüb'l, dem HCMT Comet IPA der Camba Bavaria und schließlich dem Stonewood IPA aus Chemnitz.

Das letzte IPA ist das kräftigste mit 7,3% ABV. Goldorange und stark hefetrüb mit einer großen, stabilen und feinporigen Blume. Es duftet wunderbar nach fruchtiger Orange aber auch würzig nach Harz und Pinie. Der Geschmack bestätigt das. Leichte Malzsüße als Unterbau, dazu dezente Frucht vom Hopfen, dann aber auch bittere Kräuter wie Wermut und die schon gerochenen harzigen Noten. Das ergibt eine ausgewogene Komposition für ein IPA, leider liegen die Hopfenaromen nicht auf meiner Wellenlänge. Das Chemnitzer IPA belegt den dritten Platz im 5er Vergleich.

Nebenbei bemerkt steht nebem dem Konterfei des Braumeisters geschrieben, dass mit untergäriger Hefe gebraut wurde. Ist das den Vorkostern auch aufgefallen? Ich kann mir auch einen Druckfehler vorstellen, denn IPA verlangt obergärige Hefe und der Geschmack war für meinen Eindruck auch obergärig, fruchtig.

Bewertet am