Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star St. Georgen Bräu Buttenheim Doppelbock dunkel

  • Typ Untergärig, Doppelbock
  • Alkohol 7.3% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 60% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 4 Rezensionen

#24015

Anzeige

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
C
D
E
60%
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
73% Avatar von Daniel McSherman
71% Avatar von Hirsch
67% Avatar von Schluckspecht
29% Avatar von Felix

67% Tiefer, dunkler, kräftiger - und noch sättigender

Avatar von Schluckspecht

Gegenüber dem Hellen Bock hat St. GeorgenBräu beim Doppelbock noch ein paar Kohlen nachgelegt: 7,3 % statt 6,5 % vol. Alkohol, satte drei Monate kalte Gärung statt nur zwei und zusätzlich zum fränkischen Malz noch mit karamellfarbenem und dunklem Röstmalz. An den verwendetetn Hopfen Hallertauer Tradition und Spalter Select hat sich indes nichts geändert. Auch die Flaschengestaltung der 0,5-Liter-Euroflasche ist fast identisch.

Beim Eingießen lässt es sich das Doppelbock nicht bei der hellbeiger Schaumkrone lumpen, auch wenn sie recht zügig verkümmert. Darunter zeigt sich ein blankes Rotbraun, das roter kaum sein könnte. Eine herrliche Farbe für einen Doppelbock! Zarte Röstnoten gibt es für die Nase, hier bleibt es jedoch bei mildem Kakao und einer tiefen, dezent würzigen Gerstenmalznote nach frischem Brot. Unspektakulär, wenn man so will. Aber der Alkohol zeigt sich jetzt bei gut 8 °C praktisch gar nicht.

Recht weich und mit satten, dunklen Malznoten steigt der Doppelbock ein. Ich entdecke hier trotz der definitiv nicht fehlenden Süße eine röstige Würze, die an Fleisch- und Wurstgerichte erinnert. Schwer zu beschreiben - das dunkle Bockbier wirkt schon sehr gesättigt, umami und füllig. Fruchtig wird es erst im Anschluss mit gewissen Noten von Beeren, Datteln und Backpflaumen. Mit aufkeimender Säure tendiert das starke Bockbier immer mehr in Richtung Kaffee, biegt aber vorher zur Halbbitterschokolade ab. Leicht cremig zeigt es sich, angesichts der hohen Stammwürze (das müssten mindestens 18 % sein) kann man aber sicherlich mehr erwarten. Eher klingt da schon der ALkohol durch. Zumindest der Abgang präsentiert sich mit seiner Fusion aus malziger Würzigkeit und dezent fruchtiger Malzsüße ziemlich rund und ausgewogen. Vom Hopfen merkt man hier noch weniger als beim Hellen Bock und das betrifft diesmal zudem die Bitterkeit. Dafür leuchtet der Alkohol final dann doch unweifelhaft rein ins Hinterstübchen. Unterschätzen sollte man ihn niemals. Wir haben es hier mit einem Doppelbock zu tun, das macht dieser auch unmissverständlich klar. Geschmacklich bietet sich aber noch etwas Potenzial, von der Süffigkeit ganz zu schweigen.

Müsste ich mich zwischen beiden Bockbieren entscheiden, würde ich wohl lieber den hellen, schwächeren Bock wählen. Fabelhaft sind sie beide nicht, aber sie erfüllen ihren Stil geradlinig und ohne Überraschungsmomente. Solide. Für Freunde dunkler Biere ist der Doppelbock aber mindestens einen Versuch wert.

Bewertet am

Anzeige

71% Rezension zum St. Georgen Bräu Buttenheim Doppelbock dunkel

Avatar von Hirsch

Zum traditionellen Stärk’-Antrinken, fern von der Heimat, habe ich mich mal vom Etikett verleiten lassen und den Doppelbock aus Buttenheim aufgemacht.

Was es mit dem Brauch auf sich hat, kann man auf der Seite von braukultur-franken nachlesen:

http://www.braukultur-franken.de/fraenkische-braukultur/brauchtum/staerkeantrinken/staerkeantrinken.html
Zum Bier.

Schaum? Gibt’s woanders.
Farbe: kastanienbraun, glanzfein
Geruch: leicht röstig, Dunkelmalz und Kaffee

Geschmack:
Der Antrunk ist sehr vollmundig und bringt, bei landes- und sortentypisch niedriger Spundung, folgende Aromen mit: Bitterschokolade, noch leicht grüne Walnuss, dazwischen eine gewisse Süße, die mich stark an Zuckerrübensirup erinnert. Im Mittelteil hat er allerding sein Pulver, scheint’s, schon verschossen. Da wird es etwas leer und bleibt süß, bevor Röstmalz und Hopfen gemeinsam zum Abgang bitten. Dieser ist nicht überkandidelt, sondern einfach ordentlich bitter. Der letzte Nachhall erinnert mich an einen starken, ordentlich süßen Espresso.

Kommentar: Nicht extrem spannend oder kompliziert, aber gut gemacht. So kann man sich gut auf die Stärk’ fokussieren!

Bewertet am

73% Rezension zum St. Georgen Bräu Buttenheim Doppelbock dunkel

Avatar von Daniel McSherman

dunkelbraun, leicht rötlich mit wenig beigem Schaum. Sehr malzig, leicht süß, etwas mastig mit Aromen von Karamell, Brot, etwas Kakao, Blockmalz. Recht cremige Textur. Ordentlicher Doppelbock

Bewertet am

29% Rezension zum St. Georgen Bräu Buttenheim Doppelbock dunkel

Avatar von Felix

Bronzegold ergießt sich der Bock ins Glas, worin er in einem betörenden Bernsteinton matt und erhaben schimmert, während er von den Seiten als dunkelrot zu bezeichnen wäre. Auch wenn die Schaumkrone sehr schnell vergeht, hat dieses Bier wirklich Glanz.

Der Geruch ist sehr süß und alkoholisch. Ich fühle mich erinnert an Karamellsüßigkeiten oder Toffee mit ordentlichem Schuss. Vielleicht an alkoholische, schokoladige und karamellige Torten. Eine starke Honignote kommt auch mit, deutlich harzig (Kastanienhonig) und prickelig (eher Löwenzahnhonig).
Der Bock erscheint leider etwas plump und in den Klischees seines Stils gefangen.

Im Mund gibt es keine wirkliche Verbesserung. Zu der klebrigen Süße tritt eine sich in den Abgang hinein steigernde Säuerlichkeit hinzu. Der Alkohol ist weniger gut eingebunden und erscheint mir zu drückend. Um ihn herum sammelt sich eine gehetzte Prickeligkeit, ich empfinde ein hektisches Herumgespringe am Gaumen, ohne Ruhe, ohne Gelassenheit. Die Säure beißt, der Alkohol kneift, die Süße kann das nicht balancieren.

Der Körper ist dagegen überhaupt nicht zu gewichtig. Während die Textur eine schöne Sämigkeit generiert, wirkt das Bier letztlich in sich etwas kernlos. Da ist keine innere Schwere. Der Sud hat keine Haltung, er nimmt keine Position ein. Ich kann hier keinen roten Faden erkennen.

Der Abgang ist dann im hintersten Teil des Gaumen, schon im Hals drin, erdig-feucht, dass ich an nassen Waldboden erinnert bin. Im retronasalen Zug erscheint mir so etwas, das ganz ähnlich übermäßigen Diacetylnoten ist. Nein, als schön kann ich dieses Aroma nicht bezeichnen.

Also irgendwie kann ich mit diesem Bier so gar nichts anfangen. Es zeigt mir kaum eine stimmige Facette und all das, was in Ordnung scheint, ist kaum mehr als das absolut zu erwartende bei einem dunklen Doppelbock.
Ich will gar nicht so viel drumherumreden. Der Bock hat keine Form, er ist viel zu unbalanciert in Körper und Alkohol, seine Aromen sind geradezu zerstreut, seine direkten Noten verfallen von "Bockbier-Klischee" in "Das-sollte-nun-wirklich-nicht-in-ein-Bier-rein".
Vor allem die Aromatik des Abgang ist geradezu befremdlich. Wie abgestandene, nasse Erde, in die man kiloweise heiße Butter gegossen hat - gelegentlich bin ich schon begeistert von den Bildern und Anregungen, die einem durch die Verkostung kommen.
Nein, also wirklich, dieses Bier ist kein gutes Bockbier und es wird zwar seinem Stil theoretisch gerecht, doch in solcher Aromatik kann ich mich nicht heimisch fühlen.
Ich frage mich jedoch ehrlich, ob es meine persönliche Einschätzung ist oder ob auch andere diese klaren Makel anerkennen würde. Durchaus nämlich empfinde ich meine Verkostung als subjektiver als sonst. Es scheint an Stimmung und letzter Mahlzeit zu liegen. Gerade deshalb bin ich besonders gespannt auf weitere Verkostungen dieses Sudes.

Bewertet am