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Beer like star Lemke Berliner Perle

  • Typ Untergärig, Helles
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze 11.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 66% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36650

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
66% Avatar von Schluckspecht

66% Berlin meets Bavaria

Avatar von Schluckspecht

Aromahopfen der Sorte "Perle" gibt dem Hellen von Lemke seinen Namen. Hinzu kamen Magnum, Tradition und Hallertauer Mittelfrüh, die zusammen für milde 23 IBU sorgen. Das Gerstenmalz setzt sich aus Pilsner und Karamellmalz zusammen. Die Hefe hat es außerdem noch in die Zutatenliste des 4,9 % vol. Alkohol starken Hellen geschafft - die Berliner Perle ist demnach unfiltriert. Es werden 43 kcal je 100 ml genannt. Mein Exemplar stammt aus Charge 090221-1.

Und die Hefe steht nicht nur in der Zutatenliste, man sieht sie auch! Homogen hefetrüb zeigt sich ein gar nicht mal so helles Gelbgold, das auch einem Zwickl, Lager/Export oder Landbier gut stehen würde. Eine sehr feinporige Schaumkrone steht ausreichend stabil darüber. Der unaufdringliche, frische Duft grast von brotiger Malzigkeit über grasige, blumige, würzige und erdige Noten ziemlich viel ab, was man von diesem Bierstil abverlangt. Der Auftritt erscheint sehr elegant und stimmig.

Dem Antrunk fehlt allerdings noch ein wenig die Entschlossenheit, die Berliner Perle legt sehr sanftmütig und beinahe schüchtern los. Mit schwach gezeichneten Malznoten und absolut unaufdringlicher Hopfigkeit erscheint der Einstieg längst nicht so frisch wie noch der Duft - was auch an der etwas unterdimensionierten Kohlensäure liegt. Mit Säure hält sich die Berliner Perle allerdings ebenfalls zurück, so dass sie einen recht gesetzten, bodenständigen, erdigen Eindruck hinterlässt - um mal das böse Wort "schal" zu vermeiden. Der leicht hefige Körper wirkt da mit dezent würzigen, floral-erdigen Hopfennoten schon eine Idee gefestigter, obgleich er von Spannung weit entfernt ist. Wie auch die Säure macht sich die Süße nur sehr unterschwellig bemerkbar, so dass die trockenen Malznoten den Ton angeben. Auf diese Weise erscheint das Helle von Lemke Berlin wie ein bodenständiges, grundsolides, jedoch eher langweiliges Helles aus Bayern. Daran ändert auch der gleichwohl dezent würzige Abgang nichts, der nun sehr sanft ein paar kaum nennenswerte Hopfennoten hinzufügt. Final gibt es noch eine minimale Kernigkeit und eine Nuance Vanille. Okay, damit kann man insgesamt leben...

So richtig spannend ist die Berliner Perle nicht unbedingt, sie interpretiert ganz klar den althergebrachten bayerischen Stil und lässt noch ein paar Dinge vermissen. Das Helle von Lemke Berlin punktet immerhin bei der Trinkbarkeit und vor allem bei der Qualität. Der etwas schale Antritt wäre auch überhaupt kein Problem, wenn der Hopfen noch eine Spur aromatischer wäre. Wer es nur entspannt malzig und erst nicht hopfig mag, kann hier lässig zugreifen und findet damit einen letztlich dann doch hinreichend leckeren Gerstensaft vor, der sich selbst nicht so wichtig nimmt und damit einem guten Gespräch unter Freunden nie im Wege steht. So würde ich es zur Ehrenrettung zumindest formulieren wollen...

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