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Beer like star Huppendorfer Grachäds

  • Typ Untergärig, Rauchbier
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 82% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#36158

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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82%
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
83% Avatar von Hirsch
82% Avatar von Schluckspecht

83% Wo bleibt der fränkische Rechtschreibduden?

Avatar von Hirsch

Auf dieses Bier war ich echt gespannt. Ein Zufallsfund in einem fränkischen Getränkeladen. Was soll „Grachäds“ meinen? Ehrlich gesagt, dachte ich, das kommt von „Aufkrachen“ - so wie in „a grachäda Lederhosn“. Aber es gibt halt keinen offiziellen Dialekt-Duden. Und nachdem es hier einen Monat im Bierkühlschrank steht und mein Blick immer wieder auf dieses Etikett fällt, weiß ich plötzlich, was gemeint ist. Völlig klar: Rauchbier. In meiner Dialektverschriftlichung wäre das aber „a Graachäds“ - ein Geräuchertes. Denn „graachäd“, also „geräuchert“, hat halt ein langes A, wenn man es spricht.

Jetzt bin ich fast ein bisschen enttäuscht. Nur ein Rauchbier. Aber vielleicht ja eins, mit dem die Brauerei Grasser „aufgrachn“ kann? Schaumermal.

Schaum: mittelporig, halbwegs stabil
Farbe: Kastanienbraun, glanzfein
Geruch: Kräftig nach Rauch; eher Lagerfeuer als Schinken

Der Antrunk ist vollmundig, da schwach rezent. Und so kommen die Rauchgeschmäcker fast ölig über die Lippen. Immer noch sind die Lagerfeuer-Anteile deutlich höher als die des Schinkens. Eine ganz leichte Grundsüße, ähnlich dem Buchweizenhonig, ist auch da. Fast gleichzeitig gibt es eine ordentliche Herbe, die wohl von Röstmalz und Hopfen kommt und schnell in den Trunk eingreift. Diese sehr schnell einsetzende Bitterkeit lässt das Bier ausgesprochen kernig und kräftig wirken. Der CO²-arme, kräftige Körper unterstützt das.

Nachtrunk: Sehr ausgeprägte grasige Bitterhopfenanteile, die wiederum noch einen Schimmer Malzsüße durchscheinen lassen.

Fazit: Der Braumeister Grasser lässt es wirklich „grachn“, also krachen: Ordentliche Rauchigkeit paart sich mit mächtiger Bittere. Klasse!

Bewertet am

82% Mild Grachäds...

Avatar von Schluckspecht

"Grachäds" deute ich als Nicht-Franke mal als "Geräuchertes", denn das ergäbe bei einem Rauchbier durchaus Sinn. Die hauptsächlich weiß-rot (und damit in den Farben Frankens) gehaltenen Etiketten auf der Halbliter-Euroflasche geben bis auf den Alkoholgehalt (5,2 % vol. Alkohol) und der kurzen Zutatenliste (Wasser, Gerstenmalz, Hopfen) ansonsten auch nur noch Informationen zur Brauerei selbst preis, die seit 1750 ihr Handwerk meistert.

Korken weg und ich mustere direkt: Schöner Geruch nach Schinken und Geräuchertem! Auch im Glas bleibt die Rauchnote deutlich und ist wirklich nicht weit vom Schlenkerla entfernt. Für das Auge wird auch etwas geboten: Ein klares, helleres Kupferbraun mit altweißer, sahnig-feinporiger Schaumkrone. Passend zum Duft...

Auf schlankem Fuße folgt der malzige, mildgeräucherte Antrunk, der bei sanfter Süße ein paar Noten nach Schinken anklingen lässt. Geschmacklich ist das Grachäds definitiv weniger rauchig als noch im Duft. Der Körper präsentiert sich vollmundig und süffig mit harmonischer Süße und gefälliger, nicht zu dominanter Rauchnote, während die Kohlensäure angenehm prickelt. Sowohl säuerlicher als auch hopfengrasiger wird es im Abgang, der sich auch hier von seiner Schinkennote noch nicht komplett trennen kann, obgleich nunmehr auch typische Lagermalz- und Röstmalznoten in Erscheinung treten. Und das alles bei einer dezenten Kernigkeit. Das Huppendorfer Grachäds erscheint schön süffig, vollmundig - und voll & ganz fränkisch! Sehr gelungenes Rauchbier! Schön, dass das Rauchmalz hier das wohl optimale Maß gefunden hat...

Bewertet am