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Beer like star Brauerei Knoblach Märzen Holzfassgelagert

  • Typ Untergärig, Festbier/Märzen
  • Alkohol 5.4% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 80% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#35651

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
87% Avatar von Hirsch
73% Avatar von Bier-Klaus

73% Gerettet die 2.

Avatar von Bier-Klaus

1. Verkostung 2020-05:
Das holzfassgelagerte Märzen vom Knoblach aus Schammelsdorf mit 5,4% ist ein Sondersud. Wegen Corona nicht zum Ausschank gekommen wurde er vom Landbierparadies in Nürnberg in Flaschen gefüllt und für einen guten Zweck verkauft. So macht man das in Krisenzeiten, Daumen hoch für das Landbierparadies. Das Bier ist bernsteinfarben mit leichtem Trub und einer festen sahnigen Haube. Die Spundung ist sehr ruhig, was bei einem fassgelagerten und umgefüllten Bier nicht ungewöhnlich ist. Hier gibt es einen leichten Sudhaus Geschmack vom Malz, minimales Karamell und im Nachtrunk viel Hopfen. Ich dachte schon das Loffelder Märzen hätte eine starke Bittere aber das Knoblach übertrifft das noch. Nachdem der Hopfen so eine leicht muffige Note neben den Kräuteraromen hat, tippe ich auf Tettnanger. Nun könnte der leichte Muff auch von der Fasslagerung kommen aber von der Schmecke ich generell wenig, vielleicht wurden nur Holz- statt Alufässer zur Lagerung verwendet, das gibt es ja in Franken noch.
70%

2. Verkostung 2020-05:
Das im Holzfass gelagerte Märzen vom Knoblach hat mich bei der ersten Verkostung etwas ratlos zurück gelassen. Deshalb trinke ich es heute aus dem Teku Pokal. Altgolden und blank mit sehr wenig Schaum. Ich rieche deutlichen Hopfen. Der Körper ist schön vollmundig die Spundung eher gering. Im Geschmack leichte Süße vom Getreide, dezentes Diacetyl und sehr intensive Hopfenbittere. Ob bei dieser Bittere auch ein wenig Holz dabei ist, da bin ich mir unsicher, könnte aber sein. Diese Bitternoten dominieren auf jeden Fall das Bier und machen das ganze etwas unrund. Der Hirsch vom Bier-Index hat die Beschreibung "knorrig" gewählt, die finde ich ziemlich perfekt, um das Bier zu beschreiben.
70%

Bewertet am

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87% Gerettet!

Avatar von Hirsch

Aus einer Corona-„Rettungsaktion“ des Nürnberger Landbierparadieses. Dieses holzfassgelagerte Märzen der Brauerei Knoblach wurde für die dortige Gastronomie angeschafft. Bevor man den Fassinhalt aber mangels Wirtshauskundschaft in den Gulli kippen musste, wurde es vom Hand auf Flaschen gezogen und im Webshop zum Sonderpreis für einen guten Zweck verkauft. Bei so einer Bierrettungsaktion mach ich doch gerne mit!

Schöne Bernsteinfarbe mit einem leichten Rotstich, leicht hefetrüb und mit einer kleinen, aber schön sahnigen Schaumkrone. Es könnte so auch aus dem Fass kommen sein, traditionell gezapft, so wie es in sich selbst ruht.

Der Antrunk ist Knoblach-typisch knorrig. Eine schwere kernige Honigsüße wird schnell von erdig-herben Aromen aufgefangen. Ich denke an Walnuss und sehr dunkle Brotrinde, auch wegen der herben Süße. So geht das im Mittelteil weiter: Ich mag das wunderbare gegenseitige Sich-Umspielen von „herbsüß“, „harzig“ und „erdig“. Gaumenkino statt Kopfkino. Der Körper ist voll, aber nicht schwer, die Rezenz niedrig, das Bier ungemein süffig. Eine ganz leicht buttrige Note kommt noch dazu – wie ich sie sehr mag.
Der Nachtrunk ist wie es sich gehört für ein Bier aus Schammelsdorf: Knorrig-herb, ohne ins Metallische zu gehen. Nicht allzu lang, aber intensiv.

Fazit I: Dass ich am Ende des Trunks tatsächlich die Assoziation „Baumrinde“ habe – ich kann wirklich nicht sagen, ob das von der Holzfasslagerung kommt. So ein Fass ist ja kein rohes Whiskyfass, sondern ausgepicht. So war es jedenfalls zu Zeiten meines Großvaters, der noch das Hausbraurecht innehatte – und mehr als ein halbes Dutzend Holzfässer im Keller unter der Scheune.

Fazit II: Dieses Bier hat wirklich mehr als viele fränkische Biere, die ich in letzter Zeit verkostet habe, die Assoziation „wie früher“ bei mir ausgelöst. In meiner Jugend habe ich es noch erlebt, dass man als Bauer seine Gerste zur Brauerei gebracht hat, wo sie vermälzt wurde. Nur was die fränkische Kleinbrauerei nicht selbst an Menge liefern konnte, wurde beim Weyermann oder der Bamberger Mälzerei dazugekauft. Heraus kamen erdige, längst nicht immer gleich schmeckende Lagerbiere, nicht für Gourmets, sondern für den Steinkrug. An all das muss ich denken, wenn ich dieses Bier trinke.

Fazit III: So ein Mist. Ich hätte mehr davon bestellen sollen. Jetzt ist es weg. Ein traumhaftes Märzen.

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