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Beer like star Wacken Brauerei Berserker Blut

  • Typ Bier mit Kirschwein
  • Alkohol 7.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8-10°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 61% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#38035

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
61% Avatar von Schluckspecht

61% Säuerlicher Trunk für Weinfreunde

Avatar von Schluckspecht

Handwerklich gebrautes, unfiltriertes Bier (Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe) trifft auf Kirschwein und trumpft daher mit mächtigen 7,5 % vol. Alkohol auf. Das Ganze nennt sich Berserker Blut in Anlehnung an die alten Germanen, die im Kampfesrausch als Berserker bezeichnet und gefürchtet waren. Der Kirschwein sorgt auch direkt für einen färbenden Eindruck: Es zeigt sich ein hefetrübes Halbdunkles mit stark rötlichem Einschlag. Schaum gibt es nur sehr wenig und das auch nur für kurz Zeit. Naturtrüber Pflaumensaft dürfte nicht viel anders aussehen.

Der erste Eindruck beim Geruch gehört eindeutig dem Kirschwein - und die Betonung liegt dabei sogar eher noch auf dem Wein. Die Kirsche kommt recht vergärt daher. Hinter dieser alkoholischen Note gibt es eine schokoladig-karamellige Malzigkeit, die für das erforderliche Fundament sorgt. Eine leichte Würzigkeit im Stile eines Glühweins - wenn eben auch deutlich schwächer - liegt ebenfalls vor.

Mit nicht zu viel Kohlensäure und doch recht spritzig geht es in den Antrunk, der mit säuerlichem sowie schokoladigem Unterton den Kirschwein klar in den Vordergrund stellt. Auch geschmacklich dominiert hier der Wein, während saftige Kirschnoten sehr knapp gehalten werden. Auch Eindrücke von Beeren oder Pflaumen können aufkommen. Auch tritt das Mischgetränk eher sauer als süß auf, was dann auch dazu führt, dass der alkoholische Eindruck nicht viel schwächer als bei einem Wein ausfällt. Das Bier selbst bringt bis auf ein paar hefige Kellerbiernoten und der erwähnten Schokoladigkeit nicht viel eigenen Charakter auf. Säuerlich und immer noch recht alkoholisch endet das Berserker Blut mit trockenen Fruchtnoten - überwiegend Kirsche - und dunklen Malznoten im Schlepptau. Und wo ist eigentlich der Hopfen? Der hat hier wirklich nicht viel zu melden. Ich vermute, dass die dezente Bitterkeit im trockenen Finale auch ein wenig auf ihn zurückzuführen ist - und nicht nur auf den Wein und die dunklen Malze.

Man kann nicht sagen, dass ich überwältigt bin, aber letztlich habe ich auch nicht unbedingt weniger bekommen als zu erwarten war. Etwas mehr Süße und eine saftigere Kirschfruchtigkeit hatte ich mir allerdings dennoch gewünscht. Aber auch trotz der nicht verschleierten Alkoholnote und der nicht gerade gering dosierten Säure geht die Trinkbarkeit völlig in Ordnung - da rollt sich nichts zusammen. Insgesamt wirkt das alkoholische Mischgetränk nur leider nicht gerade spannend, da es sein ziemlich knapp gehaltenes Geschmacksprogramm sehr konstant runterleiert. Da hatte ich mir wirklich mehr versprochen. Das Bier kommt ziemlich kurz und hinterlässt einen recht nüchternen Eindruck mit sachdienlicher Malzigkeit und zwickeltypischer Hefigkeit. Vielleicht funktionieren derartige Geschichten besser mit etwas kräftigeren und hopfigeren Bieren, damit auch die Seite jenseits des Weins noch Beachtung findet.

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