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Beer like star Tully Cross Whisky-Bock

  • Typ Whisky-fassgereifter Bock
  • Alkohol 9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 82% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#29745

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
89% Avatar von Schluckspecht
74% Avatar von CaptainFriendly

74% Unter Vorbehalt, da kein großer Whiskey-Fan

Avatar von CaptainFriendly

Ich erhielt den in einem Whiskeyfass gereiften Bock des Brauhauses am Kreuzberg in einer Geschenkpackung mit dem Tully Cross R.I.P.

Auf dieser Flasche ist der Alkoholgehalt mit 10,8 Vol.-% angegeben, weicht also - ebenso wie das R.I.P. - von den hier besprochenen Jahrgängen ab. Es ist blickdicht dunkel mit einer schnell abnehmenden karamellbraunen Krone. Bereits der Geruch ist stark alkoholisch, wohl schon mit mehr Whiskey- als Hopfennoten und erinnert mich an Rumtopf-Früchte. Im Antrunk ist er sehr süß und stark malzig, ist aber schon noch eindeutig als Bier identifizierbar. Am Gaumen findet man dann auch die - für meinen Geschmack - torfig-rauchigen Noten.

Tja, es ist zum Probieren sicherlich ein tolles, interessantes Bier, aber als Nicht-Whiskey-Trinker kann ich wahrscheinlich viel weniger damit anfangen als jemand, der sich im Alkoholbereich einen weiteren Geschmackshorizont zugelegt hat.

Bewertet am

89% So alt und doch so frisch...

Avatar von Schluckspecht

Satte 12 Monate durfte das unfiltrierte Bockbier mit nicht zu verachtenden 9,0 % Alkoholgehalt (laut Etikett meines Exemplares, MHD 31.07.2017) in Whisky-Fässern lagern. Welche Fässer das nun genau sind, wird leider nicht erwähnt. Es ist ja gut möglich, dass es Fässer vom Tully Cross Whisky sind...

Ein dunkles, stark hefetrübes Rotbraun zeigt sich im Glas. Dies lässt auf einen vielfältigen Malz-Mix schließen. Schüttelt man das Bier vor dem Eingießen auf, wird man (im Somelierglas) mit einer gut zwei Finger breiten, dichten Schaumkrone belohnt, die in ihrer hefigen Struktur durchaus so etwas wie Beständigkeit besitzt. Dann allerdings sammeln sich am Glasboden Hefereste, die vielleicht nicht unbedingt sein müssten. An Hefe geizt der Whisky-Bock also wirklich nicht...

Sehr deftig, leicht rauchig, holzig und ledrig riecht dieses fassgereifte Bockbier. Ich fühle mich sofort an gefüllte Handbrote erinnert, die man auf mittelalterlichen Märkten erwerben kann - und die verdammt lecker sind. Wenig überraschend ist also die Hefe auch in der Nase präsent.

Sehr vollmundig, voluminös und cremig steigt das Bockbier bereits ein, lässt auch sofort den höheren Alkoholgehalt durch Rum- und Sherrynoten erahnen. Da Whisky auch gern in Fässern anderer Spirituosen (wie eben Sherry) im Finish gelagert bzw. gereift werden, sind solche Eindrücke also auch für einen Whisky durchaus normal. Das Whisky-Fass würde ich aber - ganz ehrlich - nicht herausschmecken, meine Whisky im Regal (allesamt Single Malt Scotch) schmecken anders. "Stimmig, voll und faszinierend" ist dennoch mein haftender Eindruck. Subtile Schokoladen-, Earl Grey- und Tabak-Noten vernetzen denn komplex gefassten Körper, der das Sherryhafte nie ablegen will. Süße und Säure fallen beidermaßen absolut moderat aus, so dass sich hier die geordneten Malze und die Fassreifung ungeniert austoben können. Süßer sollte es nicht auftreten, trockener auch nicht unbedingt - hier hat man die Mitte zielgenau getroffen. Ziemlich mild, vor allem für 9,0 % ABV, klingt das Bockbier aus, liefert feine Röstmalzakzente, subtilen Bitterhopfen und verzichtet auf Fehltöne. Eigentlich ist der Whisky-Bock sogar außerordentlich süffig und wirkt trotz der langen Reifezeit (zzgl. der langen Lagerzeit in meinem Kühlschrank) absolut frisch - was unter anderem am weichem Brauwasser liegt -, aber bei so viel Wucht und Klasse verzichte ich selbstverständlich darauf, dieses Bier in den Rachen zu stellen.

Wenn es etwas zu mäkeln gibt, dann lediglich darüber, dass es mich trotz der Reifung einfach nicht an einen Whisky erinnern will und die Erwartungen damit nicht völlig getroffen werden. Dafür gibt es diverse andere Eindrücke, über die es sich wahrlich nicht zu meckern lohnt. So bleibt da eigentlich nur festzuhalten: Sehr lecker, sehr interessant, sehr empfehlenswert! Übrigens schmeckt man die vollen 9 % Alkohol zu keiner Zeit heraus, subjektiv sind es nur 7,5 %. Das spricht für diesen sehr sanften und doch vielschichtigen "Dram"...

Bewertet am