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Beer like star Synde Bräu Lagerkoller

  • Typ Untergärig, Wiener Lager
  • Alkohol 5.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 90% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36439

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
90% Avatar von Schluckspecht

90% Überraschend herb, überraschend gut!

Avatar von Schluckspecht

An den maskierten Corona-Viren auf dem Etikett ist leicht zu erkennen, wie das Lagerkoller zu seinem Namen gekommen ist. Genauer handelt es sich hierbei um ein unfiltriertes Bernstein Lager mit 5,5 % vol. Alkohol. In einem lebendig sprudelnden, homogen hefetrüben, facettenreichen Bernstein steht das Lagerbier dann auch sehr ordentlich im Glas, wo es seine dichte, elfenbeinweiße Schaumkrone präsentiert und mit dem malzigen, kernigen sowie fruchtigen Duft betört. Es duftet nach frischem Brot, aber auch nach Citrusfrucht.

Ein sehr charmanter, malziger, süffig-süßer, vollmundiger, kernig-fruchtiger sowie sogar grasig-herber Antrunk empfängt mich - es wird also direkt zu Beginn schon weitaus mehr geboten, als ich erwartet habe. Mit bockbierähnlicher Süße und Vollmundigkeit geht es in den märzentypisch süffigen Körper. Das Lagerkoller spielt weiterhin mit seiner Citrusfruchtigkeit, die von Mandarine über (reife) Zitrone bis zu Limette und Grapefruit reicht. Nebst Fruchtigkeit leistet sich der Hopfen auch noch erdig-grasige bis florale Noten. Ich hatte erst kürzlich den Hellen Bock von Synde Bräu im Glas und ich muss sagen: Das Lagerkoller als kleiner Bruder davon spielt auf dem gleichen hohen Level. Bei so viel Malzigkeit überrascht der präsente Hopfen, der auf ausgewogene Weise sowohl Aroma als auch Bitterkeit bedient. Im Abgang wird es überwiegend hopfig herb mit grasiger Attitüde und brotkrustenähnlicher Röstmalzigkeit, während es schlagartig trockener wird. Restsüße ist final kaum noch vorhanden. Wie beim Bock stelle ich eine kleine, aber feine (und gewiss nicht störende) Buttrigkeit im Abgang fest. Keine Ranzigkeit, kein ausgeprägtes Diacetyl - sondern einfach dieser kleine Impuls, der noch etwas Spannung reinzaubert.

Mit diesem Lagerkoller lässt sich die aktuelle Situation wunderbar aushalten. Wer es malzig mag, kommt voll auf seine Kosten. Gleichzeitig sollte er es aber auch hopfig mögen. Ich persönlich mag dieses Zusammenspiel, zumal beide recht unstrittig zueinander finden. Positiv anmerken muss man hier auch die fehlende Pasteurisierung und Filtrierung, die dem Lager sowohl beim Geschmack als auch beim Mundgefühl im hohen Maße helfen. Wer hausgebrautes Bier mag, wird hier fündig. Am besten gefällt mir, wie sich hier süffige Frische und vollmundige Komplexität - die sich normalerweise gegenseitig eher ausschließen - begegnen. Das hat der Nico Synowzik wieder gut gemacht!

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