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Beer like star Stonewood Double India Pale Ale

  • Typ Obergärig, Double IPA
  • Alkohol 8.7% vol.
  • Stammwürze 18.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 12°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 89% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36667

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
89% Avatar von Schluckspecht

89% Mit mehr Süße zum Erfolg

Avatar von Schluckspecht

Wenn ich mir die Eckdaten (8,7 % vol. Alkohol, 18,9 °Plato Stammwürze) so anschaue, dann fühle ich mich direkt an das Stonewood Grave Digger Heavy Metal Breakdown Double IPA, welches bei mir leider nicht so gut wie erhofft ankam. Inwieweit das Double India Pale Ale sich davon nun unterscheidet, ist mir nicht bekannt. Bekannt ist mir nur Folgendes, weil es auf der Flasche steht: Doppelt, kaltgehopftes Starkbier mit deutschen und amerikanischen Hopfensorten - nämlich Ariana, Amarillo, Citra und Cascade. Mit Ariana braut der Brauer gern, es ist der heimische Hopfen. Über die anderen Hopfen muss man nicht viel erzählen. Versprochen werden tropische Früchte und eine kräftige Bittere nebst einer angenehmen Restsüße, womit es sich als Genussbier sowie als Begleiter scharfer Speisen anbieten soll.

Zur Optik: Schönes, hefetrübes, dunkles Bernstein mit cremiger, altweißer, eher grobporiger Schaumkrone. So ähnlich stand auch schon das Grave Diger DIPA im Glas. Der Duft fällt verführerisch süß und fruchtig nach Orange, Zitrone, tropischen Früchten und Beeren aus - vom Alkohol keine Spur, das könnte auch ein IPA mit 6 % vol. Alkohol sein. Die überwiegend karamelligen Malznoten bringen allerdings durchaus eine gewisse Wuchtigkeit mit. Die Geruchsprobe hat mein Exemplar (MHD 15.07.2021) mit Bravour überstanden.

Süß, karamellig und einschmeichelt legt das DIPA los und fügt kurzum fruchtige Noten hinzu, die in ihrer Fülle schwer zu beschreiben sind. Melone, Orange, Papaya, Holunder, auch Ananas und Litschi kommen mir in den Sinn. Die empfundene Frische muss man angesichts der alkoholischen Wucht wirklich loben, das sah beim Grave Digger DIPA noch völlig anders aus. Das Malz tendiert nach dem karamelligen Einstieg in die brotige Richtung mit leichter Keksigkeit. Es erwartet mich ein opulenter, mundfüllender, aber absolut nicht anstrengender Körper mit einer in der Tat angenehmen Restsüße und viel frischer Fruchtigkeit, während sich die Bittere ziemlich zurückhält. Und das ist auch gut so. Es handelt sich hier vielmehr um eine herbe Hopfigkeit, auch im Abgang wird es nicht überladen bitter. Mit ihr gehen kräuterige, pinienartige Noten einher mitsamt einer Note, die mich an herben, leicht gesüßten und mit Zitrone gewürzten Eisbergsalat erinnert. Wie ich finde, ein überaus gelungener Abschluss...

Als hätte Michael Friedrich meine Kritik damals gelesen... Das Double India Pale Ale ist ein anderes Bier, welches in seiner nonchalanten, minimal säuerlichen Trinkbarkeit wirklich Lust auf mehr macht. Es wird auch viel geboten: Viel Frucht, viel Süße (und hier ist mehr auch tatsächlich besser als zu wenig) und ein abwechslungsreiches Aroma, welches von tropischer Fruchtigkeit kommend im Abgang stark in die kräuterige Richtung tendiert. Bei so viel Harmonie und auch Süffigkeit stellt sich bei mir nicht einmal ein Wow-Effekt ein - dafür ist der Hopfen im Finale dann doch zu zahm (keine Kritik an dieser Stelle, lediglich eine Feststellung). Ich bin nur einfach sehr positiv überrascht, dass hier alles passt und nicht über das Ziel hinausgeschossen wurde. Also ja - jetzt ist es lecker! Sehr sogar...

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