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Beer like star Rügener Insel-Brauerei IPA Expedition Limited Edition #3 Hiss IPA

  • Typ Obergärig, Sour IPA
  • Alkohol 7.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 10°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 80% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#38074

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
80% Avatar von Schluckspecht

80% Das IPA mit der zischend-spritzigen Fruchtigkeit

Avatar von Schluckspecht

Die Rügener IPA Expedition führt uns weiter zur No. 3 mit dem Hiss IPA und der Schlange als Motiv - ein Sour IPA, dem 7,2 % vol. Alkohol lediglich 10 IBU gegenüberstehen. Das ist völlig untypisch für IPA. So wird das Obergärige auch als sehr sauer und weinartig mit Citrus-Noten charakterisiert. Neben Gerstenmalz kam auch hier Weizen- und Hafermalz zum Einsatz. Sauermalz ist nicht explizit in der Zutatenliste aufgeführt. Als Naturhopfen opferten sich Mandarina Bavaria, Citra und Huell Melon - alles Aromahopfensorten, die auch aus deutschem Anbau stammen. Und natürlich gibt es hier erneut den Traubenzucker für die Flaschengärung - eigentlich muss man das bei den Rügener Bieren gar nicht mehr erwähnen. Allerdings kann sich dadurch eben der Eindruck je nach Lagerdauer eben verschieben. Vor mir steht Flasche 00877 von insgesamt 20.000 Abfüllungen, welche eben noch bis mindestens November 2023 haltbar wäre. Wäre!

Unter einer sehr ausladenden, weißen, überwiegend feinporigen Schaumkrone breitet sich hefetrüb und blickdicht ein recht strahlendes Gelbgold aus. Mit dezent harzigen Noten zeigt sich der Duft leicht weinartig mit beerigen Noten (Holunder, Weintraube) sowie einer schönen Citrusnote (Mandarine, Limette). Die Säure lässt sich zwar bereits erahnen, doch sticht sie gewiss nicht hervor. In der Nase präsentiert sich daher ein sehr weiches, stark fruchtiges und dezent hopfenwürziges IPA.

Doch der Antrunk bringt dann nun unmissverständlich die zu erwartende Säure. Ähnlich wie mit Milchsäure behandelt, gestaltet sich der erste Schluck schon ordentlich sauer, so dass die Fruchtnoten stark in Richtung (sauren) Weißwein abdriften und von der saftig-süßen Citrusfrucht vom Duft kaum noch etwas übrig bleibt. Hat man sich nach wenigen Schlücken an die Säure gewöhnt, entdeckt man auch noch eine leichte Traubenzuckersüße zusammen mit einer Citrusnote, die am ehesten an Mandarine und Clementine erinnert. Gewöhnungsbedürftig ist das Hiss IPA gewiss, aber eben auch außerordentlich spritzig und adstringierend. Das ist nicht das gewohnte IPA von der Stange. Die Flaschengärung passt da auch recht gut zum Stil, bringt sie doch auch eine sektähnliche, feinperlige Kohlensäure mit sich. Im schlanken, säuerlichen Körper hält sich die Mandarine wacker und übertrumpft damit auch die beerigen Eindrücke, für einen Hauch Hopfenwürze mit grasig-harzigen Noten ist jedoch auch noch Platz. Stark adstringierend und trockener werdend geht es in den vergleichsweise herben Abgang, während sich die Fruchtigkeit - bis auf etwas Grapefruit - praktisch abgemeldet hat. Getreidige Trebernoten bilden den Nachgeschmack.

Das Hiss IPA wäre für mich gewiss kein IPA für jeden Tag, am spritzig-säuerlichen Charakter finde ich jedoch Gefallen. Die Säure ist hoch, aber wunderbar integriert und geschmacklich auch nur im vorderen Teil aktiv, während sich der Trunk danach eher auf die trocken-herbe Seite konzentriert. Der Genuss bietet sich bei diesem Bier wahrlich an, zumal die Süffigkeit aufgrund der enorm hohen Spritzigkeit ohnehin gehemmt ist. Im Sommer dürfte sich das Sour IPA sicherlich bestens platzieren. Für den Winter fehlt natürlich ein wenig der Körper.

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