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Beer like star Nerchauer WinterZauber

  • Typ Untergärig, Gewürzbier
  • Alkohol 5.2% vol.
  • Stammwürze 15.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 91% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#29978

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
91% Avatar von Schluckspecht

91% Süß, süffig und sehr komplex

Avatar von Schluckspecht

In der Winterzeit von November bis März wird der "WinterZauber" angeboten, eine Bierspezialität mit weihnachtlichen Gewürzen. Weihnachten ist längst vorbei, aber der Winter hat noch Bestand. Direkt nach Gerstenmalz (dunkles Gerstenmalz und Caramelmalz) und noch vor Hopfen und Hefe tauchen die Gewürze in der Zutatenliste auf. Mit Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken und Orangenschalen wurde hier reichlich nachgewürzt. Der Internetauftritt vermeldet 5,2 % vol. Alkohol und 15,5 % Stammwürze, auf meiner Flasche sind allerdings 6,2 % vol. Alkohol abgedruckt. Ein Druckfehler?

Schon direkt aus der Flasche vernimmt man problemlos einen Großteil der Gewürze: Zimt, Orangenschale und Nelke sind sofort erfassbar. Noch betörender und komplexer wird der Duft im Glas. Gerstenmalz, Hopfen und Hefe vereinen sich sehr harmonischen mit den fruchtig angehauchten Gewürznoten. Ein wirklich herrlicher Duft! Vor mir steht ein opaltrübes, rötliches Bernstein mit viel dichtem, flüchtigem Schaum. Damit sieht es nicht weniger interessant aus als es riecht...

Im Antrunk erfasse ich Malz (Karamell- und minimal Röstmalz) und Zimt. Dazu schalten sich mit dem Aufbau des Körpers Ingwer, Kardamom und die Orangenschalen dazu. Im Finale zündet der Ingwer immer kräftiger, während subtil auch noch etwas Nelke hinzu kommt. Der Grundcharakter ist süß und süffig wie bei einem Märzen/Festbier. Die Hefe bringt eine minimal bananige Fruchtigkeit, die optimal dazu abgestimmt erscheint. Ich schmecke zu den Karamellnoten auch (im wirklich geringen Maße) einen Hauch Kakao, Vanille und Haselnuss. Eine herrliche Komplexität findet man hier also vor. Die Gewürznoten erscheinen keineswegs aufgesetzt, auch die mit Zimt und Ingwer dominantesten Gewürze verhalten sich erfreulich harmonisch. Der Hopfen ordnet sich brav unter, verzichtet jedoch nicht auf blumige, erdige Noten und etwas Bitterkeit im Abgang. Wäre das Bier etwas weniger spritzig, wäre die Süffigkeit wahrscheinlich umwerfend - aber auch so geht sie völlig in Ordnung. Wenn ich etwas kritisieren müsste, wäre es die deutliche Klebrigkeit, die jedoch nicht mit Pappigkeit oder Mastigkeit gleichzusetzen ist. Final ist es dann doch einen Hauch zu süß, auch wenn der würzig-scharfe Ingwer hier tolle Dienste leistet.

Für mich ist diese Spezialität vom Nerchauer Brauhaus herausragend und wunderbar stimmig. Unter den gewürzten Winterbieren habe ich noch kein so ausgewogenes, leckeres Ensemble probieren dürfen. Mir gefällt auch der märzenlastige Grundcharakter, der die Aromenfracht sehr zugänglich transportiert. Da mit der Alkoholgehalt moderat erscheint, glaube ich, dass die 6,2 % vol. Alkohol ein Druckfehler sind. Kein Fehler ist es allerdings, sich dieses Bier zu gönnen, solange es noch erhältlich ist. Ich jedenfalls bin (leicht) verzaubert...

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