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Beer like star MUSA Born In The IPA

  • Typ Obergärig, India Pale Ale (IPA)
  • Alkohol 6.5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 81% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#34982

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
81% Avatar von Schluckspecht

81% Hopfiger Re-Import

Avatar von Schluckspecht

Von Portugal trennt wirklich nur der Atlantik das europäische Festland von den USA. Dem Land, welches erst entdeckt wurde und dann selbst (wieder)entdeckt - das IPA nämlich.

Dann teste ich mal mein erstes Bier aus Portugal. Die kleine Craft-Beer-Schmiede aus Lisabon bietet auch ein India Pale Ale an, welches ja generell zu meinen Favoriten zählt. Das IPA kommt mit 6,5 % vol. Alkohol und wird weder filtriert noch pausteurisiert. Die vier Hopfensorten Citra, Mosaic, Columbus und Summit sorgen für nicht zu schwächliche 70 IBU. Ich will nun aber nicht länger warten, mein Exemplar hält nur noch bis Dezember...

Zischend wird der Kronkoren entfernt und mit etwas Überdruck steigt das IPA den Flaschenhals hinauf und verwandelt mein Trinkglas in eine Schaumparty. Halb so wild, aber eben auch ein Zeichen einer gewissen Überalterung oder schlechten Lagerung. So steht es dann auch da: Mit viel lockerem, weißem Schaum, der - abgesehen von vereinzelten Trübstoffen - an Badeschaum erinnert. Darunter zeigt sich ein komplett hefetrübes, blickdichtes Bernstein. Mit der Optik kann man sich anfreunden.

Noch faszinierender ist aber zweifelsohne der Duft: Viel Tropenfrucht in Form von Maracuja, Guave, Ananas und als Abrundung dazu eine herb-würzige Note nach Muskat, Harz und Pinie. Und auch, wenn es verrückt klingt: Ich habe hier eine Suggestion an gut gereiften Parmesan, der auf Spaghetti al dente gerieben wird. Und ich liebe es. Tropische Süße kann ja auch jeder erzielen, die Würze macht die Geschichte erst interessant.

Mit fast schon zu spritziger Kohlensäure steigt das portugiesische Obergärige mit citrusfruchtiger Herbe zweckdienlich ein. Geschmacklich einwandfrei und auch ohne Auswüchse in die Klebstoffrichtung, nur fehlt hier das passende Mundgefühl. Im Mundraum erscheint es plötzlich ziemlich wässrig und leicht, was es geschmacklich aufgrund der recht intensiven Hopfung aber nun wirklich nicht ist. Auch das Malz setzt mit brotigen Akzenten eine Fußnote ins Ensemble - ganz im Gegensatz zur beinahe komplett geschmacksneutralen Hefe. Gut. Die Hopfenzusammensetzung sorgt für vielfältige Geschmacksnoten, die sich nicht einfach nur auf "tropisch" oder "citrusfruchtig" eingrenzen lässt - für eine gewisse Komplexität ist gesorgt. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die herben Pinien- und Harznoten, die bei einem US-inspirierten IPA nach West-Coast-Style einfach zum guten Ton gehören. So wird es dann auch im Abgang angemessen herb und den 70 IBU allemal würdig.

Wo Schatten ist, ist auch Licht. Monieren muss ich das sprudelige Mundgefühl und den Drang zur Springbrunnennachahmung - beides ist eventuell im frischen Zustand nicht gegeben -, geschmacklich jedoch werde ich mit diesem hopfig herben Gebräu absolut warm. Eine Überalterung kann ich (abgesehen von der Optik, und dort auch nur andeutungsweise) nicht entdecken. Einfach nur herb ist es dank der vielfältigen Frucht- und Gewürznoten glücklicherweise auch nicht, aber der Hopfenhammer hängt ziemlich hoch. Hiervon könnten sich andere so genannte "West Coast IPA" durchaus mal eine Scheibe abschneiden. Lecker und intensiv! Für Hopfenanfänger mit Vorsicht zu genießen! Oder besser gesagt: Lieber etwas Anderes kaufen, wenn man es nicht so hopfig mag...

Bewertet am

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