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Beer like star Lohrmanns Pils

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze 11.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 7-8°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 83% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#35131

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
83% Avatar von Schluckspecht

83% Unfiltriertes Pils mit universitärem Tiefgang

Avatar von Schluckspecht

"Unter Aufsicht gebraut" - benannt nach dem Gründer der TU Dresden, hat diese Exzellenzuniversität nun ihrer eigenes Bier, welches im Brauhaus Hartmannsdorf gebraut und abgefüllt wird. Geworden ist es ein unfiltriertes Pils mit 5,0 % vol. Alkohol, 11,5 °Plato Stammwürze und den zwei Hopfensorten Tettnanger und Hallertauer Merkur, die in 36 IBU resultieren. Da nur mit hellem Pilsner Malz gebraut wurde, erscheinen die ebenfalls angegeben 6 EBC absolut nachvollziehbar und stimmig. Die optimale Trinktemperatur wird mit 7-8 °C nahegelegt. Versprochen wird ein intensiv herbes, "exzellent gehopftes" Bier. Wohlan denn!

Der Eindruck im Glas unterstützt sämtliche Erwartungen, denn es breitet sich ein hefetrübes Gelbgold mit überwiegend grobporiger Blume aus. Ein Kellerpils durch und durch. Subtil kernige Malz- und Hefenoten wiederum unterstützen die erdig-grasigen Hopfenakzente, die das "exzellente" Pils in die Gegend streut. Der Zeiger schlägt - wenn es nach der Nase geht - aber eher in Richtung Kellerbier aus. Über Sieg oder Niederlage entscheidet dieser Punkt aber gewiss noch nicht.

Der weiche Antrunk macht aber schon direkt Nägel mit Köpfen und liefert eine tiefgründige Hopfenbittere, die den Braustil deutlich unterstreicht. Aromatische, erdige bis leicht florale Noten hat der Hopfen neben der erwarteten Knackigkeit auch noch zu bieten - der Tettnanger Aromahopfen zeigt sich von seiner guten Seite. Das Gerüst besteht aus unaufdringlicher, heller Malzigkeit und einer weitestgehend geschmacksneutralen Hefigkeit, die aber letztlich dem Mundgefühl eine charmante Cremigkeit verpasst. Die Ausgewogenheit ist hier die Stärke, was insbesondere am nicht wirklich schlanken Körper auffällt, der mit linientreuen Geschmacksnoten arbeitet. Wer spezielle, knallige Noten sucht, wird hier indes nicht fündig. Fruchtige Noten verkneift sich das Lohrmanns Pils komplett und orientiert sich daher an den Stil-Klassikern. Mit tragender Hopfigkeit geht es grasig bis leicht harzig in den relativ lang gehaltenen, stetig trockener werdenden Abgang. Der nächste Schluck knüpft wunderbar daran an. Mit Süße und Säure hält sich das Pils gut zurück, nicht jedoch bei der Süffigkeit.

Das Rad muss man nicht ein zweites Mal erfinden, wenn es doch schon erfunden wurde. Das haben die Akademiker demzufolge auch nicht gemacht, sondern ein authentisches, linientreues Kellerpils gebraut, das von seiner schlichten und doch tiefgründigen Hopfigkeit wahrlich aufgeht. Das Maß der Herbe wurde hier meines Erachtens wunderbar getroffen, da eine angenehme Knackigkeit ohne Kratzigkeit generiert wird. Abseits davon verhagelt eine gewisse Klebrigkeit insbesondere im Abgang etwas die Stimmung - nicht immens, aber nennenswert und daher abzugswürdig. Doch der Hopfen meistert die Prüfung...

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