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Beer like star Hummel-Bräu Cowboy Schwarzbier

  • Typ Untergärig, Schwarzbier
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 74% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#30035

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
77% Avatar von Schluckspecht
72% Avatar von Hirsch

77% Hat was, dieser halbnackte Pferdebezwinger...

Avatar von Schluckspecht

Fränkisches Schwarzbier? Da ist es doch völlig klar, dass man mit wildfremden Bezeichnungen (und Zeichnungen) um sich wirft. Das Cowboy Schwarzbier von Hummel-Bräu aus Merkendorf kommt in der gleichen Halbliter-Euroflasche daher wie auch das typische altfränkische Dunkelbier und benennt 5,0 % vol. Alkohol. So ganz schwarz ist es dann doch nicht, das dunkle Braunglas hat darüber hinweggetäuscht. Im Glas zeigt sich ein schönes, für fränkische Verhältnisse zweifellos dunkles Kastanienbraun - filtriert und mit kupferroten Reflexionen. Sehr feinporig drapiert sich hellbeiger Schaum darüber.

Da ist es wieder, was ich an fränkischen Bieren so liebe: Die kernige Note. Der grasig-würzige Hopfen ist zusammen mit süß-röstigen Malzeintracht sofort zur Stelle, dazu gibt leicht säuerliche Hefenote. Mit verbundenen Augen würde ich hier keineswegs ein Schwarzbier vermuten, vielmehr dagegen ein fränkisches Märzen oder Ungespundetes. Die Röstmalzigkeit ist sehr dezent ausgearbeitet und so lege auch ich die Vermutung nahe, dass hier farblich mit Färbebier etwas nachgeholfen wurde. In der Zutatenliste steht aber nichts davon.

Der Einstieg kann dem guten Duft nicht ganz folgen und zudem braucht er auch noch eine Weile, um sich zu sortieren. So ganz wird nämlich nicht klar, ob er eher süß oder würzig, samtig oder spritzig sein will. Die leicht nussige Süße im Einstieg hat aber durchaus eine gewisse Gefälligkeit an sich. Recht wässrig und spritzig ist das Dunkelbier allerdings zunächst schon. In dieser Wässrigkeit verstecken sich allerdings diverse Eindrücke, wie es Hirsch auch schon näher erläutert hat. Ich habe keinerlei Mühe, diese am noch lebenden Objekt nachvollziehen zu können. Danach macht sich der grasige Hopfen bereit und auch die röstigen Malznoten nach Kaffee treten ans Licht. Von der Wässrigkeit will sich der Cowboy aber nicht so ganz trennen - immerhin verbleibt aber die Spritzigkeit, so dass das Schwarzbier nicht stumpf und flach erscheint. Hopfenaroma gibt es außerdem in Form von floralen und citrusfruchtigen Noten (Zitrone). Ein Für und Wider also zwischen "tollem Aroma/Geschmack" und "Wässrigkeit". Etwas Säure klingt auch noch im Abgang nach, aber in erster Linie sind hier grasig-würziger Hopfen sowie Kaffee an Eindrücken zu nennen.

Das Hummel-Bräu Cowboy Schwarzbier ist schon ein faszinierendes Bier mit zweifellos fränkischer Seele und einer Röstmalzigkeit, die es so in dieser Gestalt recht selten aus dieser Region gibt. Das Ganze wirkt dann auch noch herrlich aromatisch und frisch - und das gilt auch noch für ältere Abfüllungen. Die Wässrigkeit muss ich wohl im Kauf nehmen, denn insgesamt gefällt mir der wilde Cowboy erfrischend gut. Die Säure fällt hier zwar auch auf, aber sie kann sich harmonisch integrieren in den Noten von Citrus und Kaffee. Es schmeckt zum Glück auch nicht gar so sehr nach dünnem Kaffee, da der aromatisch-würzige Hopfen ziemlich viel zu melden hat. Das ist jetzt also kein Vorzeige-Schwarzbier, aber dafür ein überaus interessantes...

Bewertet am

72% Für fränkische Cowboys

Avatar von Hirsch

Neben all den Traditionsetiketten ihrer vielen Biersorten leistet sich die Brauerei Hummel aus Merkendorf hier auch mal etwas Schräges. Nämlich die Comiczeichnung eines fränkischen Oben-ohne-Cowboys, der auf dem Sattel seines edlen Gauls steht ... Wo diese Assoziation herkommt, weiß ich nicht. Trinken Cowboys nicht nur den Kaffee, sondern auch das Bier schwarz?

Schaum: beige, überwiegend feinporig und recht haltbar
Farbe: im Willibecher blickdicht, gegen das Licht: schönstes Dunkelrotbraun
Geruch: röstmalzig und etwas hefig-säuerlich

Geschmack:
Der Antrunk bringt so viele verschiedene Geschmäcker auf die Zunge, dass ich erst mal sortieren muss. Alsda wären: Röstmalz, Rumtopf-Aromen (ohne alkoholschwer zu sein), leichte Cornflakes-Süße, ein bisschen Süßholz – und noch etwas Fades, Holziges, das ich nicht näher qualifizieren kann.
Körper: relativ schlank
Rezenz: mittel
Nachtrunk: Röstmalz und würziger Aromahopfen.

Kommentar: Interessant schmeckt dieses Bier definitiv. Nur die Richtung der Komposition ist mir nicht ganz klar. Es eiert ein bisschen zwischen Dunkelbier und Lagerbier fränkischer Art herum. Ob Farbebier (Malzextrakt) verwendet wurde, ist auf dem Etikett leider nicht angegeben.

Bewertet am