Biere

Brauereien

Erfolglos gesucht?

Neue Brauereien und Biere aufnehmen

Beer like star Greene King Double Hop Monster

  • Typ Obergärig, IPA
  • Alkohol 7.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagen 4 Benutzer

Bewertet mit 80% von 100% basierend auf 8 Bewertungen und 6 Rezensionen

#24075

Probier mal

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du hier Deine Probier-Vorschläge einsehen und ändern.

Du hast dieses Bier noch nicht bewertet

Die Verkostungsanleitung und der Bier-Bewertungsbogen helfen beim Verkosten.

Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
C
80%
D
E
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 8 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
A
B
81%
C
D
E
F
G
H
I
J
Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Dirk
97% Avatar von Hobbytester
89% Avatar von Schluckspecht
89% Avatar von Felix
83% Avatar von Bier-Klaus
81% Avatar von Dirk
81% Avatar von Bierkules
80% Avatar von Wursti
40% Avatar von Ernesto

80% Rezension zum Greene King Double Hop Monster

Avatar von Wursti

Das doppelhopfige Monster präsentiert sich in Form eines zweiköpfigen Drachen und wohnt in einer Longneckflasche. Entfesselt ergießt es sich ins goldgelb ins Glas (0,4l Tulpe) und baut eine lang haltende, grobporige Blume auf.

Es finden sich fruchtige Noten, die ich als Sammelsurium heller, süßer Früchte (Birne, Melone, Litschi) beschreiben würde. Dahinter befindet sich auch noch eine gewisse Hopfenbitterkeit und etwas muffiges.
Im Antrunk überrascht, dass sich die Fruchtigkeit durchsetzt. Das ist nicht bei jedem IPA so. Es ist recht süß und gar nicht so bitter wie man erwarten würde. Im Abgang relativ trocken und hier auch bitterer.

Bewertet am

89% Mit reichlich britischer Eleganz

Avatar von Schluckspecht

Spät gehopft für maximales Aroma und mit einem erfrischend bitterem Finish. Gehopft wurde mit den Sorten Cascade, Chinook, Columbus, Styrian Goldings und Willamette. Der Alkoholgehalt liegt bei 7,2 %, über den Bittergehalt ist nichts bekannt - schade, denn gerade auch die hopfige Bitterkeit wird hier so toll angekündigt. Oder wofür steht der Name "Double Hop Monster"?

Im Glas erblicke ich ein übrraschend dunkles Gold, das schon sehr an Bernstein erinnert. Darüber steht cremiger Schaum von eingeschränkter Stabilität. Der Geruch ist nicht so intensiv wie befürchtet, liefert dennoch allerhand Exotikfrucht (Litschi, Mango, Orangenschale, Grapefruit) und Kräuter. Komplex, aber mild. Der Antrunk ist herrlich cremig und lässt dem Malz nur ein kurzes Gastspiel, ehe ab hier dann der Hopfen übernimmt. Schon recht frühzeitig schmeichelt sich eine harmonische Hopfenbitterkeit ein und bestimmt den weichen, cremigen, vollmundigen Körper, der mit einer ausgewogenen Fruchtigkeit (Weintraube, Grapefruit, Litschi) und Würzigkeit (Pinie, Pfeffer) begeistert. Trotz dieses "vollen" Mundgefühls überwiegt die Frische - diesen Spagat bekommen nicht alle so exzellent hin. Erfrischend hopfig - wie angekündigt - schließt das Doppelhopfenmonster ab. Die Geschmacksaromen sind nicht überladen, sondern sehr charmant. Auch Süße und Säure sind nennenswert zu erfassen und ergänzen das Geschmacksprogramm sehr harmonisch. Der Alkohol zeigt sich, erscheint aber nie störend. Süffig ist das IPA auch noch, wobei das bei diesem tollen Aroma wirklich unnötig ist.

Bewertet am

81% Doppelter Hopfen, zu Fünft

Avatar von Dirk

Das Doppelhopfenmonstrum gibt sich relativ schnittig und schlank - rotgoldene Töne, in den hellen Bernstein hinein, klar glänzend - das macht keine Angst. Der Alkoholgehalt ist mit 7,2%-Vol. ungewöhnlich hoch für ein englisches IPA, besonders, wenn man bedenkt, dass das normale IPA aus dem Hause Greene King ja gerade einmal die Dreieinhalb-Marke knackt, und sich damit allenfalls nach moderner Klassifizierung noch als Session IPA einstufen lassen kann.

Auch aromatisch verlässt man sich auf englische Tugenden und hält sich zunächst zurück. Keine Spur ungeheuerlich intensiver Aromen. Zwar kommt ein gewisser Alkoholstich durch, doch ansonsten dominieren verhaltene Süßnoten aus der Früchtekuchenecke, mit etwas trockener Zitronenschale hinein gerieben.

Geschmacklich steht der sehr schlanke Körper etwas mit dem Alkohol auf dem falschen Fuß, auch kommt dadurch die Hopfenbitterkeit extrem durch - hier zeigt das Monster also seine Krallen. Der Einstieg ist angenehm frisch-süßlich, wiederum in der Zitrusecke angesiedelt, und von kribbelndem Sprudel begleitet. Im Gegensatz zum Yardbird Pale Ale wird bei diesem Bier das Versprechen amerikanischer Hopfung vollends erfüllt - Cascade, Chinook, Columbus, Willamette und Styrian Golding verrichten in diesem Bier einen intensiv aromatischen Dienst.

Bis auf die genanneten Balanceprobleme ein gut gelungenes IPA. Ein Hauch mehr Malzkörper und etwas mehr Mut zur Frucht im Einstieg hätten es ausgezeichnet werden lassen, aber von einem Monster kann man nun mal keine Gefälligkeiten erwarten.

Bewertet am

83% Rezension zum Greene King Double Hop Monster

Avatar von Bier-Klaus

Das Monster ist altgold und blank in der Farbe mit sehr wenig feinem Schaum on top. Es riecht sehr interessant nach Melone, Birne und Quitte.

Genauso fruchtig schmeckt es auch, nach den Aromen wie beim Geruch beschrieben. Dazu kommt ein nicht zun identifiziernder muffiger Geschmack. Auf jeden Fall sind das Fruchtaromen, die man bei den wenigsten IPA's zu schmecken bekommt. Und so intensiv, das sogar ich die Birne und die Melone deutlich rausschmecke.Beim diesem Monster überwiegt aber die Restsüße des Malzes die Bittere des Hopfens. Das ist ein sehr süßes und fruchtiges IPA, obwohl es ja Double Hop und nicht Double Malt Monster heißt.

Das ist wieder ein super Bier von Greene King, ich denke Melonen-IPA wäre die richtige Bezeichnung.

Bewertet am

97% Ein bewegender Genuss!

Avatar von Hobbytester

Das Bier riecht nach Cascade-Hopfen, hinzu kommen übrigens Chinook, Columbus, Styrian Goldings und Willamette. Eindrücke von Weintrauben rieche ich auch schon. Schon der Antrunk erinnert an einen trockenen Weißwein und hat hopfig herbe Noten. Im Abgang wird aus der weinigen Säure angenehme und recht kräftige Bitterkeit. Mir gefällt, hier einmal ein IPA zu trinken, das nicht zum hundertsten Mal auf tropische Früchte setzt, das Double Hop Monster dürfte wohl eines der am wenigsten auffälligen Biere in dieser Hinsicht sein. Die Fruchtimpulse finden aber statt, nur eben mit einem ganz eigenen Aroma, hier fühle ich mich an Wein erinnert. Der Körper ist mustergültig komponiert. Hier ist von rauchiger Malzkraft die Rede, die dem Bier den traditionellen Alecharakter ermöglicht, da schnuppert man in die Welt der verrückten Hopfenschweinereien hinein und reduziert den Hopfen auf seinen Hau-Drauf-Charakter, ja, in Ordnung, ein wenig Mango ist noch dabei, aber nicht gerade im plakativen Sinne. Worin ich Felix übrigens nur zustimmen kann: Hier ist unglaublich viel Bewegung im Geschmack, vergleichbar mit einem präzisen, auf Hochtouren ratternden Uhrwerk, bei dem ein winziges Rädchen ins andere greift und dies auf liebenswert eigene Art und Weise! Die Farbe ist eine Offenbarung! Bernstein trifft auf Rottöne mit goldenem Glanz! Sie steht in Ver-bindung mit Schaum, der rasch verschwindet. Sie unterstützt das Moment des Irren, des Monströsen, weil sie dem Genießer ins Gesicht springt! Dank des sehr gut abgestimmten Geschmacks ist das Bier sehr süffig. Die Bitterkeit ist stark ausgeprägt und verleiht dem IPA Konturen. Es gibt reichlich Kohlensäure.

Fazit: Auch ich kann mich der Empfehlung meines Bierfreundes anschließen: Der Genuss dieses hervorragenden India Pale Ales brennt sich ein, wie es auch der Alkohol zunehmend vermag. Hier genießt man virtuose Brau-kunst, mit diesem IPA kann man Freunde des Craftbeer-Klassikers neu begeistern, ich werde hiervon auf mei-ner Geburtstagsfeier Gästen ein paar Flaschen anbieten. Greene King setzt sich hier ein kleines Denkmal und darf getrost in einem Atemzug mit der St. Austell Brewery, die den legendären Proper Job erledigt, genannt werden.

Bewertet am

89% Rezension zum Greene King Double Hop Monster

Avatar von Felix

Goldenes, recht klares Bier mit geringer Schaumbildung.

Der Duft ist faszinierend besonders. Die Aromatik ist zwar eindeutig dominiert von der Süße exotischer Früchte - und das in vollem Maße -, ganz so wie man es von einem guten IPA (DIPA) erwartet und fordert, aber die Konsistenz dieses Duftes ist mehr als ungewöhnlich. Das Bier hat überhaupt keine süßen, vollen Früchte, die einen dichten Boden bieten. Es besteht irgendwie nur aus einer Vielzahl von glasklaren, hellen, funkelnden Fruchtnoten, die so rein sind wie die eines natürlichen Saftes. Dem Bier mangelt es aber auch nicht an dieser Tiefe, sie ist nur einfach nicht da, so als habe das Bier gar keinen Körper, aber trotzdem Farben. Eindeutige Lychee zeigt sich im Vordergrund, außerdem ein betörendes Kompott aus Zitronenschale, Pfirsich, und grünen Trauben. Das Bier suggeriert Ideen von trockenem Riesling, sein ganzes Auftreten erinnert mehr an einen Weißwein als an ein Bier. Wunderbar filigran und sehr besonders.

Im Mund dann eine unerwartete Dichte mit süßvollen Mangotönen, malziger Spelze und der Bittere von Traubenkernen. Im Antrunk kommen sogleich Fruchtsüße und starke Bitterkeit zusammen. Die Bitterkeit schmeckt wunderbar grasig und ist relativ intensiv. Speichelfluss wird angeregt, betörend süß ist das IPA am Gaumen, es verwöhnt regelrecht mit diesem Wellengang aus Fruchtzucker.
Bei diesem Bier ist alles etwas anders, es hat gänzlich andere Farben. Es erscheint mir wie ein Sud, den man nur technisch wie Bier gebraut hat, doch mit dem Bedürfnis einen Wein zu produzieren.

Der Körper ist zwar ziemlich schlank - und enttäuscht somit den ersten Eindruck keineswegs -, aber kann durch den plötzlichen Schwall an Aromen doch eine angenehme Tiefe herstellen. Die Textur des Sudes ist bemerkenswert ölig und zugleich ist das Bier enorm süffig. Es liegt kein bisschen im Magen. Der Alkohol kommt kaum zur Geltung, perfekt eingebunden.

Der Abgang ist moderat mit Traubenkernbitterkeit versehen und die Aromatik von Gras und Traube schwingt noch lange nach, bedrückt aber nicht. Ein intensiver, aber angenehmer Abgang.

Ich bin von diesem Bier wirklich so fasziniert, dass ich nur jedem raten kann, es zu probieren. Es mag nicht für jeden eine Offenbarung sein - denn es suggeriert nie, dass es technisch lückenlos wäre -, aber es ist ganz anders.
Der Geruch ist schon mehr als ungewöhnlich. Zartfeine Aromen, aber tief und intensiv zugleich, der authentische Saft von verschiedensten Früchten kommt zusammen, ein heller, lichtgefluteter Eindruck, gelbe, weiße, grüne Farben, die Idee von Riesling und dem Geruch von Frühling. Und diese Schönheit erschafft das Bier, obwohl und gerade weil es überhaupt keine tiefen Früchte wie Orange oder Mango zeigt.
Im Mund schwillt das Aroma unerwartet an und man wird überrascht von einer wahren Strömung von der tiefen Süße allerlei Früchte und zugleich einer traubenkernartigen Bitterkeit. Das Bier treibt einem den Speichel in die Wangen. Ein unheimlich geschickter Zug wurde gemacht, um dieses Erlebnis noch mehr zu steigern. Der Alkohol ist im Trinkverlauf immer mehr zu schmecken und mehr und mehr freut man sich über ihn.
Der Körper ist dabei absolut ausgeglichen. Einerseits noch immer schlank und rank, wie man ihn vom Geruch her erwartet hat, zugleich aber auch mit der Tiefe der Mango aufgeladen und öligweich. Die Textur ist bemerkenswert geschmeidig.
Und der Abgang lässt zwar weniger Besonderheiten durchscheinen, dafür führt er alles an Aufregung zu einem glamourösen Schluss.
Der wirklich Coup dieses IPAs, das ist seine unheimliche Farbe. Das Bier ist total eigenständig, bunt und bewegt. Es erzählt etwas, es ist aktiv und charaktervoll. Man könnte sich lange daran aufhalten, die verschiedenen Noten zu benennen, in Anbetracht dieser Totalität aber, die einem hier präsentiert wird, wäre das geradezu Zeitverschwendung. Denn das wesentliche ist hier nicht, ob man nun Traube oder Maracuja schmeckt. Das wäre lächerlich. Das Bier begeistert durch seine intime Prozessualität. Es suggeriert richtig Konturen, Formen, Bewegungen, Farbmischungen, es regt an, sich zu erinnern an Dinge, wie das Gefühl von Wind auf den Wangen oder den Duft von Sandstränden oder die Bewegung der Kälte, wenn man einen Fuß in kaltes Wasser steckt.
Hier passiert wirklich endlos viel. Das ganze Bier ereignet sich zwischen den Zeilen, zwischen den Aromen. Es ist sehr reich und dabei auch noch toll balanciert.

Bewertet am