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Beer like star Volfas Engelman Pasaulio Skoniai IPA

  • Typ Obergärig, India Pale Ale (IPA)
  • Alkohol 6% vol.
  • Stammwürze 14.4%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 69% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#37117

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
73% Avatar von Schluckspecht
64% Avatar von goldblumpen

73% Globalisierung in Dosen

Avatar von Schluckspecht

Gefunden in einem tschechischen Supermarkt nahe der deutschen Grenze: Ein ganzes Pint (568 ml) steht in der Dose vor mir, sogar an ein Aluhäubchen zum Schutz vor Schmutz hat man gedacht. Das litauische Volfas Engelman Pasaulio Skoniai IPA (Limited Supply) will Eindruck schinden. "Aromen der Welt" bedeutet "Pasaulio Skoniai" übersetzt. Den Bier-Nerd holt es mit allerhand Transparenz ab: 6,0 % vol. Alkohol bei 14,4 °Plato Stammwürze, 27 EBC an Farbe durch Pilsner Malz und Carared, 46 IBU mit den vier Hopfensorten Equinox, Chinook, Cascade und Magnum. Auch insgesamt ist die Dose hübsch gestaltet und nimmt uns mit in die Vergangenheit des IPA - also auf die Reise von London nach Indien.

Geradlinig ist man auch bei der Farbe: Bernstein wird angekündigt, Bernstein ist auch im Glas. Allerdings eine eher dunkle Ausprägung davon, die jedoch noch orangene Lichtereflexionen erlaubt. Das Ganze steht unter einer sahnigen, recht haltbaren Schaumhaube. Ein leicht stärkehaltiger, deftiger, malziger Geruch macht sich in der Nase breit, der auf dezent blumige Orangennoten und etwas Beerenfrucht trifft. Das ist auf jeden Fall mal etwas Anderes als der übliche Standard. Für Anfänger ist das gewissermaßen der Duft der neuen Welt.

Es prickelt angenehm im Antrunk, eine leicht süße Malzigkeit baut sich auf und formiert mit citrusfruchtigen Noten nach Orange und Grapefruit ein harmonisches Gesamtkunstwerk. Unspektakulär, aber einladend. Die Citrusfrucht, allen voran die Limette, meint es im Anschluss dann aber doch etwas ernster und verbindet sich mitsamt geschmeidiger Beerennoten zu einer samtigen, feinsäuerlichen Fruchtigkeit. Viel Bittere oder eine ausgeprägte Würzigkeit ist nicht im Spiel, so dass das Pasaulio Skoniai IPA doch eher simpel anmutet. Den gewählten Hopfensorten kam man jedoch keinen Vorwurf machen, diese zählen mehrheitlich zu meinen Favoriten. So gibt es dann auch insgesamt ein recht passables Aroma, aber bei der Intensität herrscht noch Nachholbedarf.

Ganz ähnlich auch im Abgang: Feinwürzig, angenehm getreidige Malzigkeit, leicht harzig unterstützte Grapefruit. Nichts Außergewöhnliches, aber auch nichts, vor dem man sich fürchten müsste. Es gibt anspruchsvollere IPA, aber Volfas Engelman (Anno 1853) nimmt uns hier wohl auch eher auf die Reise des Ursprunges. Es ist ein obergäriges, anständig trinkbares Ale mit der Spur mehr an Hopfen und Alkohol. Kein Dampfhammer oder dergleichen, sondern eben eher der Historie folgend. So ganz überzeugend wirkt das Ensemble jedoch nicht auf mich - zumal ich etwa auf Chinook oder Cascade sehr viel halte -, da schwingt eine gewisse Halbherzigkeit komplett durch das Programm. Ich komme nicht umhin, eine gewisse Ähnlichkeit zu den Craftbieren von Eichbaum zu entdecken. Weder die Eleganz britischer Ales noch die Feistigkeit amerikanischer IPA wird erreicht. Das Pausolio Skoniai IPA steht unpassend zwischen den Stühlen. Aber ich würdige die Ansätze. Mit höchsten Erwartungen habe ich dieses Bier zum Glück nicht gekauft, auch wenn der äußere Eindruck wahrlich ganz manierlich ist.

Bewertet am

64% Verspätungs-Versüßung

Avatar von goldblumpen

Gefunden in einem Supermarkt in der Nähe des Brünner Hauptbahnhofes.
Angeblich ist es nur einer Limited Edition, da man 4 Hopfensorten (welche, konnte ich nicht herausfinden) dafür braucht, die die Brauerei nicht mehr bekommt. Komisch nur, dass man dieses "wertvolle" Produkt dann günstig Dosenweise in Tschechien verkauft....
Aufgrund eines verspäteten Anschlusszuges trank ich es gleich am Bahnsteig.
Es ist wirklich nicht übel und die Hopfensorten erzeugen ein feines Bukett, das intensiv, aber nicht aggressiv ist. Aromen nach Stachelbeere und Zitronengras fallen mir ein.
Sicher kein Top-Bier, aber durchaus mit Berechtigung.

Bewertet am