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Beer like star Nieder Seifersdorfer Unser Pilsner

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 5% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 73% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36619

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
73% Avatar von Schluckspecht

73% Individuelles Kellerpils

Avatar von Schluckspecht

Unfiltriert kommt das Oberlausitzer Pils mit stiltypischen 5,0 % vol. Alkohol in die 0,33-Liter-Flasche. Viel mehr gibt es mangels Informationen auch nicht zu sagen. Während sich nach dem Eingießen allmählich eine homogene Hefetrübung einstellt, erstrahlt das Pils in einem kräftigen, fast schon bernsteinfarbenen Goldton. Darüber legt sich eine lockere, porige, weiße Schaumkrone. Die Optik würde besser zu einem Landbier oder Ähnlichem passen, aber ich persönlich mag es lieber eine Spur dunkler als zu hell.

Kernige Fruchtnoten (Pomelo und Stachelbeeren) gibt es im markanten Duft, der ein paar erdige Noten andeutet. Ähnlich individuell legt das Pils los: Floral-fruchtige Noten treffen auf sehr wenig Kohlensäure und ein recht schales Mundgefühl. Geschmacklich trifft es aber meinen Nerv, da es deutliche Noten abseits der Masse gibt. Durch die Kernigkeit - nicht zu verwechseln mit Bitterkeit - ist auch die Stilrichtung "Pils" erkennbar. Mit ihr breitet sich auch eine gewisse Säure aus, die dem schalen Mundgefühl entgegenwirkt. Erdige Beerennoten dominieren im leicht süßlich-floralen Körper. Zusammen mit der hervortretenden Säure ist das selbst für mich schwer zu bewerten und einzuschätzen. Mag ich es? - Ja, frisch vom Fass würde ich es mögen. Meiner Testflasche (MHD 15.05.2021) allerdings fehlt die Frische und die Spritzigkeit. Im Abgang wird es erdig-grasig mit recht milder, breitflächig aufgestellter Bittere, die gut zum bisherigen Geschmacksprogramm passt und das Pils somit harmonisch abschließen lässt. Getreidige Noten klingen zusammen mit leicht parfümiert erscheinenden Hopfennoten nach. Die Säure - gut wahrnehmbar, aber eben auch gut integriert - erinnert mich in der Tat an Stachelbeeren.

Vom durchaus individuellen Geschmack bin ich durchaus überrascht, das Nieder Seifersdorfer Pilsner hebt sich deutlich von gängigem Bier ab. Und diese Alleinstellungsmerkmale sind angesichts der aufgerufenen Preise auch unverzichtbar. Federn muss das Pils (zumindest in meinem Fall) in der B-Note lassen: Etwas zu viel Säure, dafür viel zu wenig Kohlensäure. Qualitativ ausbaufähig. Hopfen und Gerstenmalz machen jedoch einen guten Job, auch die neutrale Hefe kann punkten. Auf dieser Basis kann die kleine Handwerksbrauerei für die Zukunft aufbauen. Trotz aller Mängel schmeckt es mir.

Bewertet am

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