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Beer like star Lohmener Bock

  • Typ Untergärig, Heller Bock
  • Alkohol 7.2% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 8-10°C
  • Biobier ja
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 74% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36014

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
74% Avatar von Schluckspecht

74% Hörner der etwas anderen Art

Avatar von Schluckspecht

Aus der Sächsischen Schweiz kommt - neben der Braumanufaktur in Schmilka - eine weitere Bio-Brauerei. Und auch hier verzichtet man auf Filtrierung und Pasteurisierung, füllt aber in typische 0,33-Liter-Longneckflaschen ab. Das schlichte Etikett gibt nur die nötigsten Informationen preis (wie etwa auch die Flaschengärung), verzichtet jedoch nicht auf die obligatorischen Bio-Siegel.

Im Glas macht das Bio-Bock schon mal einen sehr frischen Eindruck: Energisch sprudelnd mit viel feiner Kohlensäure präsentiert sich mitsamt fester, standhafter weißer Schaumkrone ein hefetrübes Kupfer-Bernstein, das im Gegenlicht golden leuchtet. Die vorhandenen Schwebteilchen werden durch die kräftige Karbonisierung munter aufgewirbelt und setzen sich nach und nach am Glasboden ab. Sagen wir es mal so: Natürlicher geht es kaum noch.

Der milde, zarte Duft erinnert mich spontan an Honig und Holunder - und das ist für ein Bier ohne Honigzusatz durchaus bemerkenswert und überraschend. Von Hopfen oder Malz kommt andererseits nicht viel in der Nase an. Beim ersten Schluck muss man sich durch die dicke Schaumkrone kämpfen und gelangt dann in der Tat an eine süße Honig-Holunder-Mixtur. Meinen Geschmack trifft das. Der vollmundige, hefig-frische Körper ergänzt diese Süße mit einer herben Hopfigkeit, die sich im Abgang bis ins Medizinische hinein steigert. Das gibt Punkte für den Charakter, aber Abzüge für die Harmonie. Von der einstigen Süße ist im kräuterig-trockenen, stumpfen Abgang dann nicht mehr viel vorhanden. Man fühlt sich an Biere aus dem unteren Preissegment mit Hopfenextrakt erinnert. Schade.

Vom Alkohol schmeckt man unterdessen fast nichts - nur Körper und Abgang erscheinen leicht alkoholisch. "Bockig" ist das Bock also nur im Sinne der etwas unrunden Hopfenbitterkeit, die nicht so ganz ins Bild passt. So hinterlässt das Bockbier (im wahrsten Sinne) leider einen bitteren Nachgeschmack, unter dem auch die Süffigkeit etwas leidet. Entgegen des optischen Eindrucks hält sich die Kohlensäure übrigens stark zurück. Unterm Strich ist das Lohmener Bock dennoch durchaus probierenswert. Selbst für meine Begriffe ist es - zumindest mein Exemplar - aber einfach zu bitter.

Bewertet am

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