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Beer like star Kaiser Geislingen Brauer Edition Darkula

  • Typ Untergärig, Schwarzbier
  • Alkohol 4.8% vol.
  • Stammwürze 11.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 80% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#43093

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
80% Avatar von Schluckspecht

80% Samtig-süße Verführung mit einem Biss-chen Röstmalz

Avatar von Schluckspecht

Neben dem Standardprogramm hat die Kaiser Brauerei aus Geislingen an der Steige im Jahr 2021 die Brauer Edition ins Leben gerufen, bei der sich der Reihe nach alle zehn Brauer in einem Bier austoben und verewigen können. Sud No. 4 aus dem Jahr 2022 stammt von Ronny Wolf, nennt sich Darkula und stellt ein Schwarzbier dar. Zu den Eckdaten: 11,5 °Plato Stammwürze aus Pilsner-, Choco-, und Münchner Malz sowie Cara-Palisander- und Cara-Teak-Malz resultieren in 4,8 % vol. Alkohol, während die beiden Aromahopfen Hallertauer Tradition und Hallertauer Gold zusammen 20 IBU bereitstellen. Feinmalzig, erfrischend und mit dunklem Charakter soll das Darkula sein, dabei nicht zu schwer. Mal schauen!

Mahagonibraun und klar mit verführerischem roten Leuchten im Gegenlicht steht das Schwarzbier stiltypisch dunkel im Glas mitsamt einer feinporigen, nicht zu luftigen oder zu flüchtigen beigefarbenen Schaumkrone. Das Auge trinkt schließlich mit. Der malzlastige Duft deckt neben Karamell vor allem nussige und kernige Eindrücke ab. Dazu gesellt sich eine feine Zitrussäure, welche einen guten Gegenpol zu den eher gesetzten Malznoten liefert. Erst dahinter versteckt sich der grasige Hopfen, der in der Nase demnach keine Rolle spielt. Feine Röstmalznoten sowie Schokolade sind erkennbar, nussige und biskuitartige Karamellnoten dominieren jedoch den vergleichsweise komplexen Duft.

Mit einer feinen Säure geht es in den Antrunk, der neben einer angenehmen Röstmalzigkeit - vor allem nach Kaffee und Mokka - eine milch-/sahneartige Süße, Vanille und etwas Nussigkeit mitbringt. Es geht in Richtung Cappuccino. Die Säure ist dank der guten Körperfülle nicht deplatziert, sondern vielmehr gut integriert. Sie unterstützt den erfrischenden Gedanken, der hinter diesem Bier schlummert, während das Malz mit feiner Karamellnote eher dick aufträgt. Karamellig, nussig, leicht schokoladig, röstig und samtig präsentiert sich der harmonische Körper, der dank der feinen Säure angenehm frisch und süffig wirkt. Milde Hopfennoten im Hintergrund sowie eine dezente Kernigkeit sorgen für den letzten Schliff, stehen dem geschmeidigen Malzcharakter aber nie im Wege. Der Röstmalzcharakter ist dennoch nicht sonderlich stark ausgeprägt, es schmeckt eher nach Latte Macchiato mit Karamellsirup oder Cappuccino mit Nuss-Schoko-Note. An Süße wird also nicht gespart, aber das Endresultat erscheint nichtsdestotrotz gefällig und balanciert. Mittellang knüpft daran der dezent röstige, leicht trockener werdende Abgang an, der bei kaum erwähnenswerter Hopfennote noch etwas Potenzial erkennen lässt, das Darkula jedoch routiniert im Sinne eines Schwarzbieres abschließt.

Die Malzzusammensetzung ist wirklich interessant, bei geringer Hopfigkeit und moderater Stammwürze wird trotz zurückhaltender Röstmalzigkeit viel Komplexität geboten. Die Süße breitet sich hier so harmonisch und gefällig aus wie bei einem guten Hellen - inklusive der auch dort vorhandenen Karamell- und Vanillenoten. Hier bewegen wir uns schon ein Stück in Richtung Münchner Dunkel, wobei bockbiertypische Süße und eine feine Säure den robusten Gedanken überflügeln. Das kann man so machen! Und das kann man auch so mögen. Mir wäre es auf Dauer aber ehrlicherweise eine Spur zu süß. Trotz mehr als anständiger Süffigkeit lädt das Darkula zum Genießen ein.

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