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Beer like star Heimathafen Erfurter Urbier

  • Typ Obergärig, Dunkel
  • Alkohol 5.5% vol.
  • Stammwürze 13.4%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 78% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#37078

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
78% Avatar von Schluckspecht

78% Säuerlich & urig

Avatar von Schluckspecht

Obergärig und nach einem Originalrezept von 1824 wurde das Erfurter Urbier gebraut - unfiltriert und mit 5,5 % vol. Alkohol sowie 13,4 % Stammwürze. Nähere Infos zum verwendeten Gerstenmalz liegen mir nicht vor. Zum Hopfen auch nicht, aber der dürfte hier sowieso keine prominente Rolle spielen. Karamellbraun, opaltrüb und lebhaft sprudelnd mitsamt hellbeiger, feinporiger, cremiger Schaumkrone steht das dunkle Obergärige sehr adrett im Glas. Leicht säuerliche Noten, etwas Apfel- und Birne sowie gesetztere, also nicht sonderlich süße malzige Noten treffen im Duft aufeinander. Etwas Karamell gibt es aber auch noch für die Nase.

Mit überraschend viel Süße steigt das Erfurter Urbier ein: Aprikose und Birne sind meine ersten Assoziationen. Ich finde, das hat was, zumal das Malz ansonsten sehr unaufgeregt agiert und der fruchtigen Süße genug Raum zum entfalten lässt. Daran gliedert sich eine hopfenbegründete Kernigkeit an, die gut zum urigen Thema passt. Die minimal säuerlichen Geschmacksnoten weichen deutlich vom gewohnten Braustandard ab, was ich bei handwerklichem Bier immer sehr schätze - zumindest solange es schmeckt. Und das ist hier der Fall. Durch die bestens integrierte Säure ergeben sich ferner auch ein angenehmer Frischeeindruck und eine gefällige Süffigkeit. An die leicht nussig-schokoladigen Malznoten knüpft grasiger, nicht zu herber Hopfen an, der das urige Bier mit der nötigen Bissigkeit abschließen lässt. Die Bitterkeit liegt irgendwo zwischen Hefeweizen und Industrie-Pils und damit im idealen Bereich für ein Dunkles oder Kellerbier. Etwas Würzigkeit in Form von Koriander ist final ebenfalls erfassbar. Die Reise von Süße über Säure zur feinen Würze wirkt interessant und lecker. Und damit ist das Erfurter Urbier eine Probe wert, wenn es mal etwas außerhalb des gewohnten Standards sein soll. Trotz der leicht merkwürdigen Säuerlichkeit ergibt sich ein recht harmonischer, süffiger Gesamteindruck, der gewissermaßen auch als Zeitreise ins frühe 19. Jahrhundert verstanden werden kann.

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