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Beer like star Gr-Li Braeu Das Böckchen

  • Typ Untergärig, Bockbier
  • Alkohol 6.3% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 73% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36218

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
73% Avatar von Schluckspecht

73% Flaschengegärtes, naturbelassenes Bockbier

Avatar von Schluckspecht

In den "handlichen" 3/4 Liter Bügelverschlussflaschen gibt es das handgebraute Bier von GR-LI BRAEU (tatsächliche Schreibweise) und den Anfang macht bei mir Das Böckchen - weil man beim Bockbier eigentlich nicht viel falsch machen kann und weil Alkohol konserviert. Denn eines ist bei den Bieren dieser Brauerei durchaus bedenklich: Es wurde weder filtriert noch pasteurisiert. Das macht man nicht aus Faulheit, sondern weil so am meisten Geschmack erhalten bleibt. Biere dieser Art sind allerdings immer ein wenig heikel. Daher gibt man nur drei Monate Haltbarkeit. Im Laden stand es leider ungekühlt, was sicherlich dafür nicht optimal ist. Als Besonderheit wird ebenfalls ein historisches Zubrühmaischverfahren erwähnt, was wohl nur Brauern ein Begriff ist. Statt "Hopfen" nennt die Zutatenliste bei den Bieren dieser Brauerei seltsamerweise "Hopfenprodukte", was die zugrundeliegende Natürlichkeit irgendwie konterkariert.

Irgendwo zwischen Bernstein und hellem Karamellbraun sortiert sich das opaltrübe Bier ein. Die Schaumkrone präsentiert sich feinporig mit vergleichsweise geringer Haltbarkeit. Optisch schon mal sehr solide... Der Duft zeigt sich weich, süß nach Honig und Karamell und fruchtig nach Orange, Erdbeere und reifem Apfel. Geschmacklich bestätigt sich das gewissermaßen im Antrunk, der zudem eine gelassene, eher flache Malzigkeit darbietet. Die feinprickelnde Kohlensäure deutet auf Flaschengärung hin - und ja, die Flaschengärung wird in der Tat eingesetzt, um möglichst viel Frische und Spritzigkeit zu erreichen. Das funktioniert auch durchaus. Nur leider "entschwindet" diese Kohlensäure zügig und in der zweiten Hälfte wirkt das Bier leicht abgestanden. Vollmundigkeit wird ebenfalls versprochen und diese bietet der apfelfruchtig-malzige, ausgewogen honigsüße Körper, dem man seine guten 6 % vol. Alkohol auch anmerkt. Solider Auftritt! Der Abgang klingt mit fülliger Restsüße, einer gewissen Säure und kräuterig-grasiger Hopfennote angemessen feinfühlig bis minimal kernig aus.

Vielleicht bin ich einfach nur zu verwöhnt geworden, aber so richtig begeistert mich dieser flachengegärte Bock nicht - eventuell auch, weil ich Flaschengärung bei untergärigen Bieren gewöhnungsbedürftig finde und mir ein Hauch zu viel Säure vorhanden ist. Am soliden, ausgewogen süßen Geschmack gibt es ansonsten nicht wirklich etwas zu mäkeln und auch die versprochene Frische ist durchaus vorhanden. Das Böckchen ist ein guter Anfang und die anderen Sorten werde ich mir nach und nach sicherlich auch mal anschauen - obgleich 4 € je Flasche schon eine Hausnummer sind. Das ist der Preis der Handwerklichkeit.

Bewertet am

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