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Beer like star Frenzel's Pale Ale

  • Typ Obergärig, Pale Ale
  • Alkohol 5.8% vol.
  • Stammwürze 14.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#33214

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
78% Avatar von Schluckspecht
74% Avatar von SnowballTwo

74% Sehr gelungenes Pale Ale

Avatar von SnowballTwo

Während sich die meisten Craft-Beer Brauer einen Wettbewerb zu liefern scheinen, wer am meisten Aromahopfen in die kalte Würze werfen kann, behält Frenzels einen kühlen Kopf.
Zwar wurde auch im Frenzels Aromahopfen zugesetzt, er dominiert das Bier aber nicht ansatzweise so, wie bei anderen Pale Ales.
Die Blume ist leicht fruchtig, aber ausgewogen. Das mag daran liegen, dass das Frenzels, untypisch für Ales, untergärig gebraut wurde. Zumindest suggeriert das die Liste der Zutaten.

Alles wirkt sehr ausgewogen, nicht übertrieben.

Auch das Auge trinkt mit. Die große 1-Liter Flasche wird von einem coolen Fantasy-Motiv geziert. Die schwarze Schrift und die weiße Fußzeile machen es leider ein bisschen zunichte.

Bewertet am

78% Das Leben kann manchmal bitter sein...

Avatar von Schluckspecht

Frenzel-Bräu macht hier gleich klar, dass mit dem Pale Ale der englische Bierstil verfolgt wurde, dem frischer Cascade-Hopfen aus Sachsen "zugesetzt" wurde, der sowohl für das blumig-zitronige Aroma als auch für die Bitterkeit sorgt. Mit 5,8 % vol. Alkohol und 14,5 °Plato Stammwürze liegt das Pale Ale im üblichen Bereich.

Etwas davon abweichend zeigt sich die recht dunkle Farbe. Unfiltriert und damit hefetrüb steht es in einem kupferstichigen, dunklen Bernstein mitsamt sehr hellem, stabilem Schaum im Glas. Der Duft tendiert in der Tat in die englische Richtung mit blumigen Zitrus- und Mangonoten sowie würzigem Malz in der Tiefe - inseltypisch alles sehr dezent und filigran gehalten.

Spritzig-säuerlich legt das Pale Ale los und liefert dann überreife, bittere Zitronennoten. Die Hefe formiert das typische Mundgefühl, ohne einen Beitrag zum Geschmack zu leisten. So kennt man britische Ales. Neben der Zitrone entdeckt man auch blumige Akzente, die dem säuerlich-hopfigen Ale den Charakter prägen. Einzig eine subtile, karamellige Malzsüße hält der schon zu Beginn recht intensiven Hopfenbitterkeit etwas entegegen. Nicht nur herb, sondern sogar ordentlich bitter wird es im kräuterigen Abgang.

Das Frenzel's Pale Ale schmeckt, ist für den Kenner aber irgendwie auch unspektakulär. Aber es schmeckt. Zumindest dann, wenn man nichts gegen eine ordentliche Bitterkeit einzuwenden hat. Die überdurchschnittliche Säure, die einen Gegenpol zu dieser Hopfendominanz sorgt, passt gut zu den Zitrusnoten. Für ein elegantes, britisches Ale ist das Pale Ale aus Bautzen dann doch etwas zu herb geraten - fast medizinisch -, der Körper liefert auch nicht deren charmante Gelassenheit. Dafür werden Hopfenfreunde bedient, die es würzig, herb und kräuterig mögen...

Aber Vorsicht: Wer es eher blumig, fruchtig und mild präferiert, dürfte wohl enttäuscht werden. Der Cascade-Hopfen scheint hier großzügig in den Sud-Kessel gefallen zu sein. Eine Kalthopfung, während der lediglich die ätherischen Hopfenöle gelöst werden, kann ich indes nicht direkt herausschmecken. Damit erinnert es an die Wiedergeburt der Pale Ales in den USA. Charakter hat das Frenzel's Pale Ale durchaus, das wirkt so gar nicht deutsch...

Übrigens: Das verrückte Artwork mit den schwebenden Bierfassschiffen ist in jedem Fall auch ein Blickfang. Durch die Vollummantelung des Flaschenhalses in Weinflaschen-Optik spart sich Frenzel-Bräu zum Beispiel bedruckte Kronkorken bei gleichzeitig edlem Eindruck.

Bewertet am