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Beer like star Berliner Berg Red

  • Typ Obergärig, Red Ale
  • Alkohol 4.8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 6-8°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 90% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
90% Avatar von Schluckspecht

90% Wie ultramilde, malzige Erdbeerbowle

Avatar von Schluckspecht

Gebraut in Neukölln und in Berlin verwurzelt ist die recht junge Brauerei namens Berliner Berg, die mit ihrem Red Ale auch nicht großartig rumschnacken: Denn das heißt schlichtweg "Red". Recht milde 4,8 % vol. Alkohol hat es zu bieten. Neben Gerstenmalz kam auch Weizenmalz zum Einsatz, beim Hopfen bediente man sich bei Calista, Lotus und Cascade für zarte 24 IBU. Die Hefe hat man nicht verbannt und so stellt sich eine praktisch blickdichte Trübung ein. Dennoch hat das Red seine Leuchtkraft nicht verloren: In einem verführerischen Rosérot leistet es seinem Namen alle Ehre. Darüber hinaus zeigt sich eine cremige, cremefarbene Schaumkrone, deren Haltbarkeit gut zum perfekten Auftritt passt.

Eine Bandbreite von Aromen prasseln auf die Nase nieder - alle zwar recht mild, aber eben doch präsent. Blumige Fruchtnoten (Erdbeere, Zitrone) gibt es vom Hopfen, Noten von Karamell, Honig, Biskuit und Brot vom Malz. Eine dezente Fruchtigkeit steuert auch die obergärige Hefe bei. Das Schöne daran ist: Keine Seite überwiegt, stattdessen finden die Zutaten harmonisch zueinander. Da freut man sich so richtig auf den ersten Schluck.

Und als hätte man es geahnt, ähnelt dieser dem Duft doch recht stark. Entspannte und doch vollmundige, eher süße Malznoten treffen auf einen verführerisch blumigen Hopfen, der an frische Erdbeeren, Weintrauben, Pflaumen und Jasmin erinnert. Es fehlt nur noch der Alkohol und es könnte sich um eine Erdbeerbowle handeln. Der Charakter wandelt sehr auf der milden, süßen Seite. Von der Alphasäure des Hopfens kommt wenig Gegenwind - da könnte im Abgang tatsächlich mehr Bitterkeit erscheinen. Aber stattdessen bekommt man den dezent säuerlichen, weiterhin starke Fruchtigkeit roter Früchte umso besser zu spüren. Neben der Erdbeere ist vor allem die Weintraube weit vorn dabei. Der gewählte Stil passt einfach von vorn bis hinten: Eine frische, feinsäuerliche Fruchtigkeit trifft auf entspannte Malznoten - süß, aber nie mastig - und eine völlig unaufdringliche obergärige Hefe. Einfach sauber und rund, da finde ich keinen Ansatzpunkt für Kritik. Eine knackige Bittere gibt es deshalb natürlich nicht, aber sie würde hier letztlich auch den Stil zerstören. Die Auswahl der vom Hopfen applizierten Fruchtnoten ist für mich hier der entscheidende Knackpunkt.

Da bleibt als Fazit nur zu sagen: Sehr harmonisches, leckeres, mild-süffiges und erfrischendes Red Ale! Gerade die milden Biere stellen für die Brauer eine gewisse Herausforderung dar, da Fehler sofort auffallen. Dieser Job wurde hier mit Bravour gemeistert.

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