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Beer like star Bach's Pils

  • Typ Untergärig, Pils
  • Alkohol 4.8% vol.
  • Stammwürze 12%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 7-8°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 85% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#37016

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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
85% Avatar von Schluckspecht

85% Ein feiner, edler Vertreter des deutschen Klassikers

Avatar von Schluckspecht

So neu ist diese Brauerei nicht, doch scheinbar ging sie nicht nur an mir bisher spurlos vorbei - hier auf dieser Seite gab es vorher noch keinen Eintrag. Dabei entspricht diese sehr gut den Anforderungen an ordentliches Craft Beer nach meiner Definition: Kleine Chargen (maximal 20 Hektoliter), lange Reife- und Lagerzeiten (mindestens 6 Wochen), keine Verwendung von industriellen Hopfenextrakten, keine Verwendung von PVPP (Mikroplastik zur Stabilisierung und Klärung), keine künstliche Filtration und auch keine Pasteurisation. Handwerklicher, ursprünglicher und natürlicher kann Bier eigentlich nicht sein. Das Pils als deutscher Klassiker mit 4,8 % vol. Alkohol und 12 % Stammwürze macht hier den Anfang. Gerade bei diesem erstaunlich schwierigen Bierstil wird sich schnell zeigen, ob die Brauerei etwas taugt und neben den guten Vorzeichen auch der Geschmack überzeugt. Verwendet wurden Heidelberger Malz (noch nie gehört) und die beiden Hopfensorten Hallertauer Tradition und Tettnanger. Herb, würzig und zitral soll das Pils dadurch sein und sich insbesondere zu Schnitzel, Salat und BBQ eignen.

Mit sehr viel Kohlensäure und noch viel mehr Schaum landet das Pils im kleinen, schlanken Probierglas. Zu sehen ist ein helles, leicht blasses, opaltrübes Strohgold unter einer recht groben und nur sehr zögerlich zusammensackenden Schaumkrone. Der Duft ist säuerlich-würzig wie bei einem markanten Weißwein. Grasige und zitrale Noten sind neben der auffälligen Würzigkeit zu erfassen. Recht würzig mit zitraler, feinsäuerlicher Note geht es mit angenehm weichem Mundgefühl los. Die optisch so lebendige Kohlensäure zeigt sich im Mundraum schön zahm und absolut nicht aggressiv. Wie Champagner perlt es über die Zunge - bei gleichzeitig sehr edlem Geschmack, der sich von der Masse deutlich abhebt. Dadurch keimt bereits im Einstieg viel Süffigkeit auf. Das Malz zeigt genau das richtige Maß an Süße und Trockenheit. Im Körper machen sich fruchtige Noten breit, die an Weisswein und Schaumwein erinnern. Es ist erstaunlich, dass dies ohne die Hopfensorten Hallertauer Blanc oder Nelson Sauvin bewerkstelligt wird, die sonst für solche Noten bekannt sind. Mit der richtigen Hopfenwürze geht es in den feinherben Abgang, der die Fruchtnoten immer trockener werdend sanft ausklingen lässt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Bach's Pils dem typischen Pilstrinker vielleicht nicht so gut gefällt. Es hebt sich sensorisch deutlich vom gewohnten Standard ab und der Vergleich mit Champagner erscheint mir erstaunlich passend. Keine Ahnung, ob dies mit der ungekühlten und damit nicht optimalen Lagerung im Getränkemarkt angesichts der fehlenden Pasteurisierung zusammenhängt. Wirklich "off" erscheint mir das Pils jedoch nicht - eher wie gewollt und gekonnt. Frisch und süffig ist es allemal.

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