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Beer like star Red Oat Ale

  • Typ Obergärig, Red Ale
  • Alkohol 5.9% vol.
  • Stammwürze 13%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 9-11°C
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 72% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 4 Rezensionen

#22942

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
83% Avatar von Weinnase
80% Avatar von Felix
73% Avatar von hightower
53% Avatar von Hobbytester

53% Rezension zum Red Oat Ale

Avatar von Hobbytester

Dieses kaltgehopfte Ale will zwischen IPA und traditionellem englischen Ale vermitteln. Es riecht recht kräftig nach kaltgestopftem Hopfen, natürlich sind hier Citrusnoten, aber auch leichte Beeren- und Schwarzteeeinflüsse bemerkbar. Der Antrunk kennzeichnet sich durch kräftige Säure.Im Abgang wird dieses Bier recht bitter, Malz und Hopfen bilden einen intensiv würzigen Geschmack, der aber nicht gerade außergewöhnlich ausfällt. Hier kommt nichts vor, was man nicht schon aus anderen Zusammenhängen kennt. Der Körper ist ganz gut arrangiert. Erfrischende Hopfenimpulse treffen auf ein kräftiges Malzfundament, das durchaus an die britische Aletradition erinnern mag. Heraus kommt ein ganz interessanter Orangengeschmack, in Ansätzen ist hier auch brauner Zucker geschmacklich vorhanden. Ich finde das Bier ansatzweise jedoch wässrig, der Gesamtauftritt könnte zupackender ausfallen. Rote Farbe trifft auf lang vorhandenen Schaum. Sehr süffig ist dieses Bier nicht. Bitterkeit wird hier deutlich betont. Es gibt genug Kohlensäure, vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen.

Fazit: Der Versuch, einen Ale-Hybrid glaubhaft zu vermitteln, mag zwar auf dem Papier löblich sein. Andererseits handelt es sich um besondere Stile, die schon für sich allein sehr facettenreich und individuell sein können. Ich sehe die Notwendigkeit nicht ganz, besonders weil es weder gelingt, ein individuelles IPA zu kreieren, noch einen unverzichtbaren Beitrag zur englischen Alekultur zu leisten. Das Bier ist handwerklich ganz gut, aber keinesfalls spannend oder gar außergewöhnlich geworden.

Bewertet am

73% Rezension zum Red Oat Ale

Avatar von hightower

rotorangener Farbton
beige feinporige Schaumkrone
grasig hopfiger Duft mit deutlichen Haferaromen
süßlicher Antrunk mit Aromen von frischem Getreide, sanft hopfig
trockenes Mundgefühl, lebhafte Rezenz
milde Hopfenbittere im Abgang mit grasigem Hopfen, Aromen von frischem Getreide

Bewertet am

80% Rezension zum Red Oat Ale

Avatar von Felix

Sehr starke, doch dabei unerwartet cremige Schaumbildung über einem dunkelroten Bier. Sehr schöne Optik.

Der Geruch ist gnadenlos intensiv. Eine knallige amerikanische Hopfung wird einem hier entgegen geschleudert. Aromatischer Blutorangensaft und süße Mango. Dahinter verbirgt sich eine rustikalere Note, hier ist tatsächlich der Hafer riechbar, wenn er sich auch nicht eindeutig als Hafer zu erkennen gibt. Doch es lässt sich sagen, dass die intensive Blutorange von einer eher kernigen Note unterlegt ist, die an Flocken denken lässt.
Wunderbar direkter Antritt.

Im Mund ein sehr fülliges Gefühl. Tatsächlich stellen sich die herben, getreidigen und bitteren Aromen in den Vordergrund. Das Bier wird dunkler, rauer, rustikaler. Die Fruchtbombe, die sich im Duft präsentierte, ist natürlich noch immer zugegen, aber wird um eine gehörige Portion Getreide angereichert. Der Geschmack geht in Richtung Früchtemüsli mit sehr saftigen Cranberries und einer äußerst rabiaten 6-Korn-Mischung auf der anderen Seite.

Der Körper ist durch den Hafer deutlich voluminöser. Sehr voll ist dieses Bier, cremig auch, doch ist die Textur spannenderweise durch die Aromatik so verändert, dass es auch ziemlich ruppig und rau wirkt. Die Rustikalität des Geschmackes zeichnet sich also auch in dem dichten, aber kantigen Körper ab. Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine solche Kombination von Cremigkeit und Kantigkeit zugleich auf der Zunge gehabt zu haben.

Der Abgang klingt mit ziemlicher Bittere (Orangenschale) und einer sehr hopfigen Duftnote nach. Säure bildet sich in den Wangen, die ich als minimal zu stark empfinde. Schlussendlich fast schon ein bisschen dünn für so viel Kraft zuvor.

Das rote Hafer-Ale ist ein Hingucker-Bier, das überrascht und gegen die Wand klatscht. Trotzdem hat es noch etwas mehr zu bieten, als nur eine erste Überwältigung, da seine Konzeption nicht alltäglich ist und sich als vielseitig erweist.
Das Bier wartet mit kontrastierenden Elementen auf und kreiert so etwas Neues. Während die Aromatik mit der Blutorange mit viel Schale und der süßen Mango einen amerikanischen Traum heraufbeschwört und fruchtig-leicht zu einer Erfrischung á la Pale Ale aufruft, macht einem die dunkle Seite des Bieres eher ein schweres Stout vor. Rustikale, raue Getreidenoten, sogar ein Hauch von schwarzer Röstigkeit und eine cremig-kantige Schwere ziehen das Bier wieder auf den Boden und direkt unter die Erde. Dieser Sud ist nicht so einfach runterzukippen. Das machen sowohl der sehr bittere Hopfen wie auch der gewichtige Haferzusatz. Das Bier wirkt dadurch so, als habe man ein West Coast IPA mit einem britischen Stout vermählt.
Dieser Sud hat richtig Kraft und platzt nur so aus sich selbst heraus. Ich finde ihn sehr gelungen, aber die Bitterkeit vielleicht schon ein My zu unkontrolliert. Denn auch das Malz ist hier nicht gerade süß und so wird es doppelt intensiv. Das Red Oat Ale ist vielleicht nicht das beste unter den amerikanisch orientierten Ales, aber kann nicht nur mit einer sehr soliden Grundlage, sondern zugleich auch mit einer wunderbar neuen Idee punkten. Ich kenne wirklich wenig Vergleichbares und empfinde das Bier deshalb als innovativ und bereichernd. Ich kann verstehen, was Spent mit Chaos meinten, ich hätte es eher "Inbrunst" genannt, oder "Feuer".
Nicht zuletzt ist es auch einfach authentisch, natürlich und radikal gebraut. Ich finde es ehrlich und direkt mit ausgeklügeltem Hintergrund.

Bewertet am

83% gebraut mit Haferflocken und Chaos

Avatar von Weinnase

dunkles berstein bis orange-rot; sehr üppige, stabile, gemischtporige Schaumkrone;
herrlicher üppiger Duft nach exotischen Früchten; fein, elegant und ausgewogen (für den Duft 9 Punkte);
säuerlich-frisch-fruchtiger Antrunk; ordentliche Kohlensäure; üppige Frucht - hier jedoch weniger exotisch, sondern vielmehr mit ordentlich Biss (Sträuobstwiesen-Früchte wie Bratbirne); knackig, erfrischend; vollmundig und dennoch feinrassig; fein eingebunden Bitternote. Wunderbar ausgewogenes Sommerbier. Wo bleibt das auf dem Etikett versprochene Chaos??

Bewertet am