Bier des Monats
Klicke Dich durch die vergangenen Biere des Monats und erfahre, warum sie gekührt wurden.
- 2012
- 2011
- Dezember, Schneider Weisse TapX Mein Nelson Sauvin
- November, Fuller’s London Pride (Bottle)
- Oktober, Anchor Porter
- September, Samuel Smith's Old Brewery Pale Ale
- August, Hopfenstopfer Citra Ale
- Juli, Michelsbräu Hexe
- Juni, Berliner Bürgerbräu Bernauer Schwarzbier
- Mai, Ur-Krostitzer Feinherbes Pilsner
- April, Braufactum Indra
- März, Fuller’s London Porter
- Februar, Birra Baladin Isaac
- 2010
- 2009
- Dezember, Schneider Weisse Aventinus Weizen Eisbock
- Oktober, Neuzeller Kloster-Bräu Original Badebier
- August, Jenlain Ambrée
- Juni, Freiherr von Zech Kellerbier
- Mai, Berliner Bürgerbräu Heller Bock
- April, Herrenhäuser Premium Pilsener
- März, Leffe Vieille Cuvée
- Februar, Schneider Weisse Tap 6 Unser Aventinus
- Januar, Räuber-Kneißl Export Dunkel
- 2008
- Dezember, Deus – Brut des Flandres
- November, Gordon Finest Scotch Highland Ale
- Oktober, Liberty Ale
- September, Mittenwalder Edel Märzen
- August, Weißenoher Klosterbier Kloster-Sud (Kloster Spezial)
- Juli, Unertl Weissbier (Haag)
- Juni, Berliner Bürgerbräu Rotkehlchen
- Mai, Landskron Maibock
- April, La Chouffe Blonde
- März, Schnitzer Bräu German-Hirse-Premium
Du kennst unser Archiv schon auswendig? Dann können die Biervorstellungen von Lieblingsbier.de Deinen Durst nach neuen Biererlebnissen vielleicht stillen.
CREW AleWerkstatt Pale Ale Kurzinfos
CREW AleWerkstatt, München, Bayern
- Typ Obergärig, German Pale Ale
- Alkohol 5.6% vol.
- Biobier nein
- Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
- Lieblingsbier 3 Stimmen
Dieses Bier wurde mit folgenden Tags versehen:
Dieses Bier passt zu:
Bier des Monats Februar 2012, CREW AleWerkstatt Pale Ale
Warum das Bier zum Bier des Monats gekührt worden ist, könnt Ihr hier nachlesen.
Nach dem Hardcore India Pale Ale im vergangenen Monat folgt nun mit dem Crew Pale Ale ein weiterer Vertreter dieser ursprünglich englischen Biergattung, die sich gerade in Amerika in eine sehr fruchtige Richtung entwickelt hat.
Doch halt! Das Crew Pale Ale kommt ja gar nicht aus Amerika. Es kommt auch nicht aus Britannien, sondern aus der CREW AleWerkstatt…aus Bayern!!!
Da jubiliert der Fachmann und der Laie wundert sich. Wir vom Bier-Index sind jedenfalls hocherfreut über dieses Zeichen aufgeschlossener Braukunst aus dem sonst ja eher als konservativ verschrienen Freistaat (und dem vielleicht noch konservativeren Brauereigewerbe Restdeutschlands).
Und da das Crew Pale Ale auch unsere Gaumen mit einer gelungenen Gratwanderung zwischen den intensiven Noten dieser Biersorte und einem gewissen Zugeständnis an den noch nicht so abgehärteten, deutschen Geschmack erfreut, küren wir es zum Bier des Monats.
Redaktionsbewertung
Was das Bier ausmacht, könnt ihr hier nachlesen. Alle Bewertungen für das CREW AleWerkstatt Pale Ale gibt es hier.
Sind Kategorien nicht etwas Feines?
Manche wachsen mit der Zeit, andere hat sich irgendwer ausgedacht, mit der noblen Absicht, dem Kunden die Orientierung zu erleichtern. Und dann kommen die Puristen und machen alles kaputt! Sie nehmen die Orientierungshilfe und verwandeln sie in eine Wahrheit, in etwas, das keine Zuwiderhandlung duldet.
Tja, und schließlich brauchen wir innovative Leute, die sich trauen, sich über die Konvention hinweg zu setzen…und damit kommen wir nach ungewohnt philosophischem Einstieg endlich zum „CREW Pale Ale“.
Dieses Pale Ale aus dem schönen München ist in zweierlei Hinsicht unkonventionell. Erstens ist „Pale Ale“ nicht unbedingt die klassische, deutsche Biersorte. Es gehört in Deutschland im Moment schon noch Mumm dazu, mit einem Pale Ale in den Markt einzusteigen. Zweitens bricht das „Crew“ aber auch mit einigen Eigenheiten des eigenen Genres, und versucht so, den Spagat zwischen deutschem Geschmack und Innovation. Gelingt das?
Das Bier ist hefetrüb und bräunlich bis rotstichig. Es schäumt im Glas zu einer wolkigen, stabilen Krone auf (trinkt sich aber auch aus der Flasche ziemlich gut…). Der Geruch geht in Richtung Zitrone mit einer dezenten, getreidigen Toastnote.
Nachdem es sehr erfrischend und mit ordentlicher Fruchtigkeit (allerdings wenig Süße) einsteigt, rauscht es sofort den Gaumen hinunter und lässt im Nachhall dezent Grapefruit und endlich auch Süße anklingen, belgeitet erneut von der hier deutlicher hervortretenden Getreidenote. Diese ist gleichzeitig das erwähnte Zugeständnis an den deutschen Geschmack, da bei anderen (I)PAs hier für gewöhnlich krassere Noten herrschen.
Das Pale kommt weich und rund daher, mit einem leicht wässrigen Einschlag, der hier aber nicht großartig stört. Im Gegenteil: Ein schwererer Körper würde die eher leichten, frischen Aromen zu sehr unterbuttern.
So bekamen wir eher das Gefühl, eine Aromenschicht würde auf einer schmelzenden Eisscholle unsere Münder entlang schlittern.
Auch wenn wir ein paar mehr Ecken und Kanten begrüßen würden, können wir uns dieses absolut gelungene Gesamtpaket wunderbar als unkomplizierten Begleiter für eine heiße Sommer- oder Clubnacht vorstellen, nicht nur, weil uns die dort normalerweise verfügbaren Alternativen im besten Falle anöden.
Aber in welche Kategorie packen wir das „Crew Pale Ale“ denn nun, wenn es in keine so wirklich passen will? In eine Neue! Durch seinen (gelungenen) Versuch, modernes Brauen und deutschen Geschmack zu verbinden, hat sich dieses Bier in unseren Augen seine eigene Kategorie verdient: das „German Style Pale Ale“, oder kurz GPA. Zum Kosten und Nachmachen empfohlen!
G-Style PA all the way!