CREW AleWerkstatt Pale Ale
CREW AleWerkstatt, München, Bayern
- Typ Obergärig, German Pale Ale
- Alkohol 5.6% vol.
- Stammwürze
- Empfohlene Trinktemperatur
- Biobier nein
- Dieses Bier ist klar und ohne Hefe
- Lieblingsbier 3 Stimmen
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Redaktionsbewertungen für das Bier CREW AleWerkstatt Pale Ale
Manche wachsen mit der Zeit, andere hat sich irgendwer ausgedacht, mit der noblen Absicht, dem Kunden die Orientierung zu erleichtern. Und dann kommen die Puristen und machen alles kaputt! Sie nehmen die Orientierungshilfe und verwandeln sie in eine Wahrheit, in etwas, das keine Zuwiderhandlung duldet.
Tja, und schließlich brauchen wir innovative Leute, die sich trauen, sich über die Konvention hinweg zu setzen…und damit kommen wir nach ungewohnt philosophischem Einstieg endlich zum „CREW Pale Ale“.
Dieses Pale Ale aus dem schönen München ist in zweierlei Hinsicht unkonventionell. Erstens ist „Pale Ale“ nicht unbedingt die klassische, deutsche Biersorte. Es gehört in Deutschland im Moment schon noch Mumm dazu, mit einem Pale Ale in den Markt einzusteigen. Zweitens bricht das „Crew“ aber auch mit einigen Eigenheiten des eigenen Genres, und versucht so, den Spagat zwischen deutschem Geschmack und Innovation. Gelingt das?
Das Bier ist hefetrüb und bräunlich bis rotstichig. Es schäumt im Glas zu einer wolkigen, stabilen Krone auf (trinkt sich aber auch aus der Flasche ziemlich gut…). Der Geruch geht in Richtung Zitrone mit einer dezenten, getreidigen Toastnote.
Nachdem es sehr erfrischend und mit ordentlicher Fruchtigkeit (allerdings wenig Süße) einsteigt, rauscht es sofort den Gaumen hinunter und lässt im Nachhall dezent Grapefruit und endlich auch Süße anklingen, belgeitet erneut von der hier deutlicher hervortretenden Getreidenote. Diese ist gleichzeitig das erwähnte Zugeständnis an den deutschen Geschmack, da bei anderen (I)PAs hier für gewöhnlich krassere Noten herrschen.
Das Pale kommt weich und rund daher, mit einem leicht wässrigen Einschlag, der hier aber nicht großartig stört. Im Gegenteil: Ein schwererer Körper würde die eher leichten, frischen Aromen zu sehr unterbuttern.
So bekamen wir eher das Gefühl, eine Aromenschicht würde auf einer schmelzenden Eisscholle unsere Münder entlang schlittern.
Auch wenn wir ein paar mehr Ecken und Kanten begrüßen würden, können wir uns dieses absolut gelungene Gesamtpaket wunderbar als unkomplizierten Begleiter für eine heiße Sommer- oder Clubnacht vorstellen, nicht nur, weil uns die dort normalerweise verfügbaren Alternativen im besten Falle anöden.
Aber in welche Kategorie packen wir das „Crew Pale Ale“ denn nun, wenn es in keine so wirklich passen will? In eine Neue! Durch seinen (gelungenen) Versuch, modernes Brauen und deutschen Geschmack zu verbinden, hat sich dieses Bier in unseren Augen seine eigene Kategorie verdient: das „German Style Pale Ale“, oder kurz GPA. Zum Kosten und Nachmachen empfohlen!
G-Style PA all the way!Verfasst von der Redaktion
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Benutzerkommentare und Bewertungen
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Bitternis richtig zur Geltung kommt. Das Bier wirkt weiterhin gut ausbalanciert und man merkt, dass sein Schöpfer das Handwerk versteht. Der Abgang ist gut, doch leider auch wieder etwas wässrig, so dass man sich ein wenig mehr Nachhaltigkeit wünschte. Das erhöht zwar die Süffigkeit, doch es schmälert die Erinnerung an ein - aus meiner Sicht - schönes Ale.Verfasst von fraser
Die verschiedenen Hopfensorten machen sich in ihrer ganzen Vielfalt bemerkbar. Der Abgang ist mit einer schönen Bitterkeit durchzogen, welche einen angenehmen Ausgleich zum Hopfenaroma bietet aber nicht so extrem durchdringend ist. Es handelt sich insgesamt eher um eine milde Variante aber das ist auch gut so. Auf jeden Fall ein freches und aneckendes Bier, welches bestimmt schnell viele Liebhaber finden wird.Verfasst von Bierblogger Felix
Da haben die beiden Schöpfer ganze Arbeit geleistet :)Verfasst von Pablo
# 3019
ersma: eine der jüngsten brauereien deutschlands, die mit einem ungewöhnlichen produkt an den markt geht. ausgerechnet in der (un)heimlichen hauptstadt des deutschen bieres wagen sich die jungs an ein bier enlisch-amerikanischen vorbildes. das ganze kommt in einem karton mit abreißbarem deckel, der dann quasi servierkarton ist - vorausgesetzt, man hat genügend platz im kühlschrank, um den karton so zum kühlen reinzustellen.
trübe, orange bis bernsteinfarben mit mittelviel schaum, der recht flüchtig ist.
der geruch ist süßlich-fruchtig mit etwas hefe. aromen von zitrus, beeren und herben kräutern.
der antrunk ist süßlich, dabei aber ausgeprägt hopfig und schnell herber werdend. grapefruit, zitrus und beeren. die mitte bleibt herb-bitter mit grapefruit-noten. der abgang wird lieblicher, die bitterkeit lässt nach, bleibt aber dominierend. wirkt hier etwas dünn. die typischen aromen von grapefruit und beeren bleiben im hintergrund lange bestehen. die 40 ibus verstecken sich die ganze zeit gut.
die flasche ist ansehnlich und passt zum inhalt. auch wenn die schrift im logo und auf dem kronkorken der orthographie widerspricht.
fazit: ein schönes pale ale, das schon ipa-züge aufweist. mit gleich fünf hopfensorten (herkules, nelson sauvin, chinook, citra und cascade) schießt man vielleicht schon über das ziel hinaus. weniger wäre vermutlich genausoviel. luft nach oben ist noch, aber jetzt schon probierenswert.
11,11,10,11,11,11 10,85Verfasst von JeversZeuge