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Bier des Monats

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Kreativbrauerei Kehrwieder / Rækker Mølle Bryghus Prototyp Kurzinfos

Kreativbrauerei Kehrwieder

  • Typ Untergärig, kaltgehopftes Lager
  • Alkohol 5.9% vol.
  • Stammwürze 13.9%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 6-8°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 5 Benutzer
Das Bier Kreativbrauerei Kehrwieder / Rækker Mølle Bryghus Prototyp wird hier als Produktbild gezeigt.
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Bier des Monats Mai 2013, Kreativbrauerei Kehrwieder / Rækker Mølle Bryghus Prototyp

Warum das Bier zum Bier des Monats gekührt worden ist, könnt Ihr hier nachlesen.

Kennengelernt haben wir Olli und Fiete und ihr Kreativbrauereiprojekt an unserem Stand auf der diesjährigen Braukunst Live! (auch wenn sie initial wohl eher wegen Greg Koch kamen als wegen uns…). Nach nettem Plausch trotz Messestress war klar – wir brauchten eine Testversion ihres Prototypen. Nach der Verkostung ging uns nur noch eines durch den Kopf: Schnell zum Bier des Monats machen, bevor es das nicht mehr gibt!

Denn das „Prototyp“ ist leider limitiert – schade, denn es ist geradezu die Verkörperung all jener Aspekte, die Craft Beer so geil machen:

Es entspringt purer Bierbegeisterung, die beiden Hamburger haben noch nicht mal eine Brauerei. Kein Problem, denn es gibt ja hilfsbereite Brauer wie z.B. beim Rækker Mølle Bryghus, die engagierten Jungbrauern mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Es ist mutig, weil es in Zeiten der ersten (deutschen) IPA-Welle entgegen dem Trend untergärig und mit 25 Bittereinheiten an den Start geht.
Und es schmeckt echt klasse.

Ein absolut gelungenes Debut, und in den Mai passt es (dank hoher Trinkbarkeit trotz Fast-Bockstärke) auch noch hervorragend. Wir hoffen also, dass der Prototyp sich zu einem Supertyp weiterentwickelt, den uns der Posttyp dann nochmals vorbeibringen kann. Kehrwieder – gern wieder!

Redaktionsbewertung

Was das Bier ausmacht, könnt ihr hier nachlesen. Alle Bewertungen für das Kreativbrauerei Kehrwieder / Rækker Mølle Bryghus Prototyp gibt es hier.

Getestet haben wir dieses unscheinbare, gelb-grünliche Gebräu zu Beginn eines entspannten Grillabends mit anschließender Weihnachtsbaumverbrennung (was manche Leute so rumliegen lassen…).
Jetzt sind wir überzeugt, dass da in Hamburg zwei Typen am Sudkessel stehen, die wissen, was sie machen. Die Zutatenliste liest sich bereits spannend: böhmisches Tennenmalz, belgisches Abbey Malt, Perle und Northern Brewer beim Kochen, Saazer und Simcoe zum Stopfen, und all das nicht für ein IPA, sondern für ein Lager.

Das Ergebnis kann sich schmecken lassen!
Der Geruch steht modernen IPAs in Sachen intensiver Fruchtigkeit in nichts nach – Mango, Pfirsich, Mandarine, Lychee, Grapefruit, Blutorange – der ganze Fruchtkorb wird ausgeschüttet, schwimmend auf einer weichen Süße und einer verblassten Säure im Hintergrund.
Im Einstieg tendieren jene Fruchtnoten etwas zu unreifer Birne hin, eine spitze, bissige Kohlensäure attackiert kurz die Zunge. Die anklingende Säure wird wiederum von traubenzuckriger Süße aufgefangen.
Das Prototyp hat einen knackig-frischen Charakter, ist leicht trinkbar, mit filigraner Textur und trägt dennoch die Aromen.
Am Gaumen zeigt sich eine spelzige Getreidenote und eine staubige, mineralische Trockenheit. Die grasige Bitterkeit ist gut gesetzt und wird durch den leichten Körper in den Vordergrund gedrängt, so dass man an den 25 IBU zweifeln möchte. Leider verfliegen Frucht und Süße etwas schnell, was wiederum zu diesem Eindruck beiträgt.

Uns sind bisher in der deutschen Bierwelt wenige untergärige Biere untergekommen, die angenehme Trinkbarkeit und intensive Aromen so gut kombinieren. Hut ab!