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Beer like star 36 Kreisla 2015

  • Typ Untergärig, Märzen
  • Alkohol 5.6% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 90% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#28175

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Basierend auf 1 Bewertung
90% Avatar von Schluckspecht

90% Auf die Brauereivielfalt im Landkreis Bamberg!

Avatar von Schluckspecht

Hierbei handelt es sich um eine wahre Spezialität. "36 Kreisla" steht für die 36 Gemeinden innerhalb des Landkreises Bamberg, der die weltweit höchste Brauereidichte besitzt - ein Landkreisbier sozusagen. Noch heute existieren allein dort rund 65 verschiedene, zumeist familiengeführte Brauereien. Zu diesem Zwecke wurde als Gemeinschaftssud der Braureien Grasser (Huppendorf), Drei Kronen (Schleßitz) und Kundmüller (Weiher) ein Märzen gebraut, welches am 30. September 2015 feierlich im Bauernmuseum Frensdorf angestochen wurde. Als Brauereistandort wählte man die Brauerei Kundmüller, da diese die geeigneten Voraussetzungen für die Flaschenabfüllung in den gewünschten Bügelflaschen besitzt. Das "36 Kreisla" gibt es nur in den genannten Braureien sowie im Landratsamt zu kaufen. Es ist beabsichtigt, im Laufe der Jahre die verschiedensten Brauereien zum Zuge kommen zu lassen. Am 22. April 2016 soll es mit dem "Jubel Bock" (anlässlich des 500-jährigen Renheitsgebotes) bereits weiter gehen - ein Gemeinschaftssud aus drei anderen Brauereien.

Die Flaschengestaltung gefällt mir schon mal erfreulich gut: Oben rankt das Wappen des Landkreises Bamberg, das sich als Wasserzeichen auch auf den großen Etiketten wiederfindet, die gelbgoldene Farbe der Etiketten nähert die Farbe des Gerstensaftes an und Getreideähren stimmen auf ein traditionelles Märzenbier ein. Unfiltriert ist es, stark eingebraut und bernsteinfarben laut Beschreibung. Nicht weniger als fünf Malz- und zwei Aromahopfen-Sorten sind im Gemeinschaftssud gelandet.

Bei der Farbe hat man nicht zu viel versprochen: Ein magisch leuchtendes Bernstein erfreut die Augen, das auch ein wenig an Waldhonig erinnert. Es gibt eine leicht inhomogene, nicht zu starke Trübung mit hauchfeinen Schwebteilchen, die von der traditionellen Machart berichten. Dem gemischtporigen, beigefarbenen Schaum darüber fehlt es nur ein wenig an Standfestigkeit. Die Nase darf sich ebenfalls freuen: Frisches Malz mit ausgewogener Süße und direkt danach tritt auch schon der würzige Aromahopfen in Erscheinung. Vielleicht Saphir, Spalter Select? Es duftet herrlich nach frischem, saftigem, süßem Apfel. Für ein Märzen wirklich vortrefflich!

Samtig, weich, malzig und süß - so lässt sich der reine Antrunk beschreiben. Es gibt vergleichsweise wenig Kohlensäure, doch das finde ich bei einem Märzen durchaus stimmig - und hier passt es auch. Der vollmundige Körper entfaltet sein volles Aroma: Malz, Hopfen, Hefe - und reichlich Süße. Das ist wirklich kräftig - zudem bei nur 5,6 % Alkoholgehalt höchstbeachtlich. Außerordentlich süffig ist es und dann fällt auch ein Problem auf: Bei größeren Schlücken tritt es ein wenig schal auf, da fehlt dann also doch etwas Kohlensäure. Gegen Ende nimmt die Würze zu, die Süße nimmt ab. Das Finale ist rund und märzentypisch - viel Malz, aber eben auch viel Hopfen, der hier mit feiner Herbe auftritt.

Ich weiß schon gar nicht mehr, was besser ist: Dieser hervorragende Gemeinschaftssud oder das Weiherer Märzen der Brauerei Kundmüller, die ja am "36 Kreisla Märzen" maßgeblich beteiligt ist. Der Körper begeistert mich beim Gemeinschaftssud bald noch mehr, hier passt eigentlich alles. Es tritt sehr süß auf, doch das passt angesichts der exzellenten Süffigkeit und des runden Geschmackses, der auch die würzige Seite nicht vernachlässigt. Ein grandioses Märzen! Lecker, lecker, lecker!

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