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Beer like star Who You Callin' Wussie

  • Typ Northern German Pilsner
  • Alkohol 5.8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 76% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#31106

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
76% Avatar von Schluckspecht

76% Arrogant, aber kein Feigling

Avatar von Schluckspecht

Seit Ende Juni 2016 gibt es von den Schöpfern des Arrogant Bastard Ales - der berühmte Stone Gargoyle ist auch auf dieser 0,5-Liter-Dose großflächig zu erkennen - ein "arrogantes Pilsner". Diesen Vorsatz unterstreicht es mit 5,8 % ABV und 47 IBU. Schon direkt nach dem Einschenken werden zahlreichen Aromahopfennoten vernommen, die unter anderem das Stone IPA kennzeichnen - es duftet nach Citrus und tropischen Früchten wie Mango. Dazu habe ich auch Muskat in der Nase. Der norddeutsche Pils-Stil kommt dadurch indes eher nicht zur Geltung. Ich kenne da keines, das so fruchtig riecht.

Im Glas breitet sich ein kräftiges Gold aus mit minimaler Opaltrübung. Es gibt wenig Schaum von zudem geringer Stabilität.

Der Antrunk hält sich nicht mit Rezenz und Spritzigkeit auf, sondern geht gleich ins Geschmackprogramm über: Getreidig-würziges Malz, citrusfruchtiger Aromahopfen (überreife Zitronen) und eine gewisse Würzigkeit, die an Koriander und Muskatnuss erinnert. Die 47 IBU kündigen sich bereits früh an, ohne dabei aber mit dem Hopfenhammer herumzuschlagen. Der mildmalzige, sowohl würzige (Koriander, Anis) als auch süßliche Körper profitiert von der Hefe, die das Mundgefühl bereichert. Der Hopfen stimmt unterdessen fröhlich mit Zitronen-, Orangen-, Mango- udn Ananasnoten ein. Hopfengrasig wird es erst am Schluss, doch auch da hält sich die Fruchtigkeit noch wacker. Final gibt es zudem Noten von Haselnuss und Milchschokolade, ehe dezente Treber- und Hefenoten das feinherbe Pils abschließen.

In seinen hier dargebrachten Wesenszügen entdecke ich geschmacklich ausgesprochen viele Parallelen zu seinen marktrelevanten Geschwistern (Stone IPA, Arrogant Bastard Ale), während ich es kaum mit einem nordeutschen Pils vergleichen kann, da diese schlichtweg in praktisch jeder sensorischen Beziehung anders ausfallen. Das Who You Callin' Wussie geht also einen eigenen Weg. Dass man sich auf diesem Weg auch mal ein wenig verläuft, muss jedoch auch attestiert werden. Für einen etwas spritzigeren Auftritt fehlt es an Kohlensäure. Die auf einem süßlichem, getreidigem Malzbett tanzende Würzigkeit fällt ein wenig aus dem geschmacklichen Rahmen, was man allgemein unter einem Pils versteht - gleiches gilt gewissermaßen auch für die fruchtigen Aromahopfennoten. Deshalb finde ich das 'Wussie' aber nicht schlecht, sondern schlichtweg außergewöhnlich - so, wie es das Arrogant Bastard Ale schon seit 20 Jahren ist, in dessen Fußstapfen dieses Blonde tritt. Dieser feige arrogante Bastard ist durchaus ein gut vermarktungsfähiger Einstieg in die Welt von Stone Brewing. Und gerade für den amerikanischen Markt ist so ein arrogantes Pils wichtig.

Bewertet am

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