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Beer like star Weyermann Willy Wonka Bock

  • Typ Untergärig, Dunkler Bock
  • Alkohol 7.3% vol.
  • Stammwürze 17.8%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 87% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#38422

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
87% Avatar von Schluckspecht

87% Tiefe, süß-röstige Malzigkeit mit lässiger Fruchtigkeit

Avatar von Schluckspecht

Die Nr. 9 im Sortiment der Weyermann Braumanufaktur nimmt der Willy Wonka Bock ein, dessen Name wahrscheinlich auf schokoladige Noten hindeutet. Mit 17,8 °Plato Stammwürze und 7,3 % vol. Alkohol darf es sich mit Fug und Recht zu den Starkbieren einsortieren. Geschüttet wurde mit Pilsner Malz, Münchner Malz Typ 2 und CaraRed. Die drei Hopfensorten Aurora, Hallertauer Mittelfrüh und Spalter Select sorgen für 44 IBU. Unfiltriert gelangt das Bockbier in die 0,33-Liter-Longneckflasche.

Verführerisch rot und dunkel zeigt sich der dunkle Bock unter einer cremigen, gelblichen Schaumkrone. Die Farbe ist wirklich der Knüller - so kräftig rot funkeln die wenigsten Rotbiere. Für ein Starkbier hält sich der Schaum auch einigermaßen wacker. Auch mit aufgeschütteltem Bodensatz ergibt sich keine nennenswerte Trübung.

Der malzlastige Duft lässt an Brot, Pumpernickel, Waldhonig und trockenen Fruchtnoten nach Apfel und Orange denken. Weich und süß legt das Willy Wonka Bock los und stürzt sich nur einen kurzen Moment später auf röstmalzige Noten, die an dunkle Brotkruste und Bitterschokolade erinnern. Wirklich schokoladig in diesem Sinne ist der Bock aber nicht, vielmehr bewahrheitet sich eine halbtrockene Fruchtigkeit - und zwar nach Nektarine, Ananas, Orange und etwas Banane. Die alkoholischen Noten untergräbt das Starkbier dabei wirklich gut, aber nicht vollständig. Der angenehm schlanke bis mittelvollmundige Körper präsentiert eine ausgewogene Malzstruktur. Bitterschokoladennoten klingen zwar an, doch die Fruchtigkeit sehe ich vorherrschend. Zumindest, bis es in den Abgang geht. Dort kommen wieder Noten nach Brot und Röstmalz auf, auch zeigt sich dort dann auch die grasig-würzige Hopfenbittere, die für 44 IBU doch sehr mild auftritt. Die Sache mit Süße und Säure hat der Willy Wonka Bock sehr routiniert im Griff, so dass sich eine ordentliche Süffigkeit einstellt.

Der Name ist dann vielleicht doch ein wenig irreführend, denn statt süßer Schokoladenpracht legt das Willy Wonka Bock dann doch eher Wert auf Fruchtigkeit und auf die recht würzige Röstigkeit. Man merkt einfach wieder einmal, dass man bei Weyermann in Sachen Malz nichts auf sich kommen lässt - das ist schließlich ihr Kerngeschäft. Der Hopfen nimmt dabei eine sehr dankbare, aber nicht zu dezente Rolle ein. Vor allem auch im aromatischen Sinne kann er punkten. Und noch zuletzt zur Hefe: Sie sieht man zwar nicht, aber mit ihrer dezenten Estrigkeit schmeckt man sie schon heraus und sie sorgt für etwas mehr Geschmeidigkeit und Körperfülle. So ergibt sich unterm Strich ein sehr ausgewogenes, weiches und aromatisches handwerkliches Bockbier, welches über eine hohe Qualität verfügt und sich sehr zu genießen lohnt. Mit Nektarinen- und Ananasnoten grenzt man sich zumindest auch ein wenig vom Einerlei ab. Nur eben der Ausflug in die Schokoladenfabrik findet hier eben kaum statt, die Reise endet sinnbildlich am Eingangstor. Fans von guten Starkbieren sollte dies jedoch nicht abhalten...

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