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Beer like star Weyermann India Pale Ale

  • Typ Obergärig, IPA
  • Alkohol 6.8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 85% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 3 Rezensionen

#26726

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Aktuelle Bierbewertung

Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
99% Avatar von orsch
83% Avatar von Bier-Klaus
79% Avatar von Schluckspecht
78% Avatar von Hirsch

79% Entspannte Estrigkeit: Fruchtig, süß und lecker

Avatar von Schluckspecht

Das Weyermann 14 India Pale Ale positioniert sich als East Coast Style IPA - also IPA nach dem Vorbild der amerikanischen Ostküste, die insgesamt etwas sanfter und eleganter auftreten - und hat mit seinen Anlagen im Jahr 2021 Gold beim Meininger's International Craft Beer Award abgestaubt. Dank online verfügbarem Datenblatt erhält man sämtliche Informationen, um dieses Bier auch nachbrauen zu können. Geschüttet wurde mit 96 % Pale Ale Malz, 3 % Carahell und 1 % Sauermalz. Das Resultat sind 7,2 % vol. Alkohol bei 17,8 °Plato Stammwürze. Für die Bitterung nahm man Pacific Jem, der alleine schon für 35 IBU sorgt. Des Weiteren wurden die Hopfensorten Chinook, Pacifica und Cascade für insgesamt 60 IBU eingesetzt. Im Anschluss erfolgte eine Kalthopfung mit Galaxy, Cascade und Citra. Vergoren wurde mit Fermentis SafAle S-04, die noch ein paar Esternoten generiert. Als Foodpairing nennt man Blauschimmelkäse, BBQ Burger sowie scharfe Asia-Gerichte.

Bernsteinfarben, je nach Lichteinfall hell bis dunkel, steht das IPA mit starker Hefetrübung unter einer sahnigen, ausladenden und stabilen Schaumkrone im Glas und verströmt dabei karamellröstig untermalte Fruchtnoten von Grapefruit und roten Beeren (Himbeere, Erdbeere, rote Johannisbeere). Mehr Hefe im Glas bedeutet auch mehr Geschmack, da weniger herausgefiltert wurde. Mit prägnanten Esternoten (Apfel, Birne, Banane) macht sich die Hefe dann auch im fruchtigen Antrunk bemerkbar, der ansonsten vor allem herbe Citrusfrucht (Zitrone, Grapefruit) sowie feinsäuerliche, süße Beerennoten bringt. Es baut sich ein mundfüllender, vergleichsweise süßer Körper auf, dem die leicht estrige Hefe in der Tat auch nützt. Mich erinnert das Ganze im positiven Sinne an ein Wheat IPA, bei dem man das Weizenmalz "vergessen" hätte. Das Weyermann 14 India Pale Ale läuft sehr entspannt und süffig über die Zunge und erfreut mit süßen Fruchtnoten bei gleichzeitig nicht zu schwachem Hopfencharakter. Während der Malzkörper etwas in die urige und trockenere Richtung schielt, belässt es die Hopfenseite bei einer vergleichsweise entspannten Bitterkeit. Hier wäre definitiv noch Potenzial.

Damit richtet sich das obergärige Starkbier aus Bamberg vor allem an Einsteiger, die etwas Entspanntes und Süffiges suchen. Die viele Hefe ordnet sich angenehm unter im eher süßen statt bitteren IPA und dürfte es so manchem Weißbiertrinker einfach machen, ins andere Lager zu wechseln. Ein IPA kann man vielfältig interpretieren - was nicht zuletzt auch hier unter Beweis gestellt wird. Weyermann wählt den Weg mit viel Hefe, Fruchtigkeit und Süße. East Coast IPA kenne ich sonst ein wenig anders, nämlich vielmehr dem britischen Stil folgend. Aber die einsteigerfreundliche Umgänglichkeit haben beide gemein. Ich sortiere das Weyermann 14 India Pale Ale daher im Bereich angenehmer Weizen-IPA ein, die durch ihr harmonisches Programm überzeugen statt aus der Masse zu blitzen. Mit anderer Hefe - ich würde da zum Beispiel die LalBrew Verdant IPA-Hefe empfehlen, hätte sich hier ein charakterlich völlig anderes Bier entwickelt.

Bewertet am

78% Ordentlich

Avatar von Hirsch

Schaum: viel, hoch, dann bleibt der grobporige übrig
Farbe: goldgelb bis bernstein
Klarheit: opal
Geruch: quirliger Zitrus, Mango, dann Kräuter, dabei etwas alkoholisch

Der Antrunk ist weich, voll, malzig, dann kommt fruchtestriger Alkohol und ein heuartiger Hopfen.
Rezenz: voll und rund, dabei viel CO2.
Der Nachtrunk ist nicht so arg stark hopfig wie gedacht; leider scheint immer wieder das Alkoholische durch; nach der Hälfte der 0,33l-Portion drängt sich der Hopfen über die Esterdüfte in den Vordergrund; beides bleibt präsent.

Fazit: Dem vielversprechenden Geruch folgt ein dann doch eher unspektakuläres IPA.

Bewertet am

83% Rezension zum Weyermann India Pale Ale

Avatar von Bier-Klaus

Das schöne ist bei den Weyermännern, dass man das Rezept, mit dem das Bier gebraut wurde entweder mitbekommt oder online nachlesen kann.
Meine Charge des IPA hat schon 7,2% Alkohol, 18 Grad Stammwürze und 60 IBU.
Als Bitterhopfen wurde Columbus als Aromahopfen Cascade verwendet.

Wenig sehr feiner Schaum bedeckt das bernsteinfarbene Bier. Es hat einen leicht spritzigen und zitralen Geruch. Im Geschmack zeigt sich der Cascade mit schönen Zitrusaromen aber auch Birne. Sogar sehr intensiv nach Birne. Im Abgang bleibt ein sehr feiner und nur dezent herber Geschmack mit leichten Kräuteraromen am Gaumen. Ein sanftes IPA mit mildem Geschmack und dennoch gut gehopft.

Bewertet am