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Beer like star Weisse Elster Pilsener

  • Typ Untergärig, Kellerbier
  • Alkohol 4.9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagen 2 Benutzer

Bewertet mit 79% von 100% basierend auf 4 Bewertungen und 1 Rezension

#30156

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 4 Bewertungen
Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung von Florian
84% Avatar von tonne
79% Avatar von Schluckspecht
76% Avatar von Florian
76% Avatar von ElftbesterFreund

79% Komprimierte Aromenvielfalt

Avatar von Schluckspecht

"Craft Beer aus Leipzig" - das stimmt so nur zum Teil. Kreiert wurde das Pilsener (das Pale Ale ebenso, das nur am Rande) in Leipzig von Jann & Cathrin von der Brelie GbR. Der Name dürfte sich vom gleichnamigen Fluss ableiten, der sich durch Leipzig und weite Teile Sachsens zieht und im sachsen-anhaltinischen Halle in die Saale mündet. Da sollte man sich eventuell nicht vom Logo - richtig, eine Elster im weißen Federkleid - nicht auf eine falsche Fährte führen lassen. Aber das ist sicherlich auch der Witz hinter dem Namen. Was jedoch auf jeden Fall stimmt: Es ist ein Craft Beer mit typischen Charakteristika wie offene Gärung, langer und kalter Reifung, fehlender Filtration und Pasteurisierung. Eine vierfache Hopfung wird genannt und eine milde Bitternis angekündigt. Welcher Hopfen? Das verkündet auch der eigens für dieses Craft Beer angelegte Internetauftritt nicht. Das Pilsener wird in recht überschaubarer Menge im Brauhaus Reichenbrand in Chemnitz gebraut.

Flasche auf (der Kronkorken ist leider schnörkellos unbedruckt) und flugs ab in den Halbliter-Seidl: Sofort verströmt das Pilsener einen sehr hopfigen, lebendigen Duft. Aromahopfen ist hier mit Sicherheit im Spiel. Grasige und zitrusfruchtige, leicht exotische Noten bestimmen das Duftbild. Also z.B. Harz, Gras, Grapefruit und einen Hauch Mango und Maracuja. Schön: Das Aroma fügt sich hervorragend in das Pils-Grundthema ein und wirkt nicht aufgesetzt. Optisch lässt sich erkennen, dass es ein Craft Beer ist: Opale Trübung, Schwebteilchen, feste und inhomogene Schaumkrone. Die goldene Farbe erscheint etwas kräftiger als die eines durchschnittlichen Pilses.

Der Antrunk steigt sanft und getreidig ein, liefert im gleichen Zuge aber auch schon Noten exotischer Früchte. Das könnte auch ein mildes Pale Ale sein. Feinfühlig baut sich mit steigender Säure auch eine gewisse Bitterkeit auf. Der Geschmack fußt nicht auf dem Getreide oder der belassenen Hefe, sondern auf die Ausprägungen des Hopfens. Insbesondere Fruchtnoten nach Grapefruit, Zitrone und etwas Orange bestimmen das Bild, der Charakter zeigt dennoch pilstypische Züge wie etwa ein schlankes Mundgefühl. Dieser schlanke Eindruck sorgt auch dafür, dass die sanft aufbauende Bitterkeit recht intensiv empfunden wird.

Wenn ich dem Weisse Elster Pilsener etwas vorwerfen wöllte, wäre es der etwas unrunde Gesamteindruck, da dieser scheinbar ziellos hin- und herspringt zwischen Würze, Süße, Säure, Fruchtigkeit und Bitterkeit. Ein Feuerwerk der Sinne, da es zudem kaum an Intensität mangelt. Sehr aromatisch - und das bei nur 4,9 % vol. Alkohol. Auch der Hopfen wechselt immer mal wieder sprunghaft von der würzigen Seite zur Fruchtigkeit - und wieder zurück. Man könnte es aber auch als sehr interessant empfinden. Und damit wäre das eigentlich wichtigste Merkmal eines Craft Beeres im Prinzip abgegrast...

Der Test des Pale Ale steht demnächst an, darauf freue ich mich nach dem gelungenen Einstieg des "craftbierigen" Pilseners umso mehr. Viel hilft nicht immer viel, aber angesichts der natürlichen Herangehensweise (bezüglich Gärung, Reifung und Nachbehandlung) kann sich der vierfache Hopfen hier richtig austoben. Und vor allem wirkt er bei aller Intensität zu keiner Zeit parfümiert und aufgesetzt. In dieser Gestalt ähnelt das Leipziger Craft Beer einem (wirklich) guten Summer Ale.

Bewertet am

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