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Beer like star Watzke Honigbräu (2018)

  • Typ Untergärig, Bockbier mit Honig
  • Alkohol 7.2% vol.
  • Stammwürze 16.5%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 86% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#33803

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
86% Avatar von Schluckspecht

86% Einfache Rechnung: Mehr Honig = mehr Alkohol

Avatar von Schluckspecht

Das Honigbräu hat dieses Jahr erneut kräftig zugelegt und darf sich nun mit 16,5 % Stammwürze (+1,0) und strammen 7,2 % vol. Alkohol (+0,7) zu den Bockbieren einsortieren. Honiggolden bis hinein in ein helles Bernstein zeigt sich ein homogen und nicht zu stark hefetrübes Bier mit viel lockerem, weißem, zügig schwindendem Schaum, der es liebt, am Glasrand haften zu bleiben. Hier kann man sich darauf einigen, dass es exakt danach aussieht, was es ist: Ein Hausgebrautes. Und gewissermaßen sieht man den Honig bereits...

Man riecht ihn auch, obgleich die Duftnoten ein wenig komplexer und tiefer sind. Sie gibt es Noten kandierter Früchte (rote Äpfel), getrocknete Aprikose, Rosinen, einen Hauch Vanille und auch kernige bis holzige Töne bauen Interesse auf. Kurzum: Es riecht wie ein sehr gutes Bockbier. Der Honig kommt definitiv nicht zu aufdringlich zur Geltung, ich werde nur entfernt an Met erinnert. Offenbar hat er eben auch zur hohen Stammwürze ordentlich beigetragen (unser selbstgebrautes Honigbier ist dadurch auch so kräftig geworden).

Mit gemäßigter, aber noch ausreichender Karbonisierung startet das Honigbräu mit opulenter Honigsüße und süßen Noten getrockneter Früchte. Danach treten würzige, holzige Noten in Erscheinung, die sich mit dem komplexen Duft decken. Aber auch hier habe ich wie beim milderen Vorgänger säuerliche Fruchtnoten (Ananas, Kiwi) auf der Zunge. Zudem gibt es eine urige Note nach Brotkruste zu entdecken. Das ist geschmacklich schon ein sehr wunderbares Programm. Der leicht hefige Körper besitzt eine stämmige Bockbier-Charakteristik und wirkt dennoch weniger mächtig, als man ihn vermuten würde.

Die komplexeren, reiferen Noten und das zunehmende Fehlen von Kohlensäure lassen das Frischegefühl ausbaufähig erscheinen, auch wenn die Süffigkeit daran nicht gänzlich erkrankt (bei den Vorgängern sah das aber eben besser aus). Der Abgang spielt mit einer beinahe stechenden Süß-Sauer-Note, die ich so intensiv von einem Bier auch noch nicht wirklich kenne und die sich nur mit größeren Schlücken austricksen lässt. Am ehesten erinnert es mich an Sauerteig sowie nasses Brot und das ist an dieser Stelle eher unpassend. Der Hopfen könnte diese Note überdecken, er bringt jedoch nur eine dezente Grasigkeit und eine noch subtilere Bitterkeit ein. Süß ist das Honigbräu von vorn bis hinten, aber da gibt es wie gesagt noch allerhand andere Noten zu erfassen.

Das diesjährige Honigbräu zeigt sich in der Tat wie ein sehr süßes und schön komplexes Bockbier mit nicht zu schwachen Honignoten. Zum exzellenten Vorgänger muss ich jedoch ein paar Defizite einräumen. Mehr Stammwürze oder Alkohol muss nicht immer besser sein. Insgesamt bin ich dennoch zufrieden - ein leckeres Stöffchen! Und ich "freue" mich nach den zwei Halben auch schon auf dem Kater am nächsten Morgen...

Bewertet am

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