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Beer like star Wacken Einherjer SOld Jahrgangsbier 2019

  • Typ Barley wine
  • Alkohol 9.5% vol.
  • Stammwürze 24%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 89% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#34232

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
89% Avatar von Schluckspecht

89% Stärkung für Ragnarök

Avatar von Schluckspecht

Vor mir steht das Einherjer Sold als Jahrgangsbier 2019, bei dem es sich um einen Barley Wine mit 9,5 % vol. Alkohol handelt. Abweichend zu dieser Alkoholangabe verlautbart das Rückenetikett fälschlicherweise sogar 10,4 % vol. Alkohol. Neben Wasser, Gerstenmalz und Hopfen (Summit) stehen auch Zucker und Hefe in der Zutatenliste. Satte 24 °Plato Stammwürze werden genannt. Das Ergebnis soll der Lohn für die ehrenvoll gefallenen, tapferen Krieger sein, wobei sich dieser Gerstenwein auch zu einer langen Lagerung eignet. Das Einherjer Sold soll sich besonders als Digestif, zu Wildgerichten und als Begleiter zu vielen Desserts anbieten.

Dunkles, rotes Bernstein schimmert hefetrüb im Glas, begleitet von einer zarten, grobporigen Schaumkrone. Der Duft, der sich nahzeu vollumfänglich auf das Malz beschränkt, lässt an winterliche Gewürze, Kakao, Vanille, Toffee und Rumtopf denken. So richtig wie Wein riecht mein Gerstenwein also noch nicht. Immerhin aber lässt der Duft (auch ohne fuselige Noten) die vorliegende Mächtigkeit erkennen. Ich habe größten Respekt vor Barley Wines - vor allem jenen mit Zuckerzugabe.

Malzig-alkoholisch und samtig geht es in den von dunklen Trockenfrüchten und mit Rumtopfnoten unterlegten Antrunk. Mächtig, malzig. Danach kommen schokoladige Noten zum Vorschein, die ich so kräftig in einem Bier noch nie erlebt habe. Dabei handelt es sich nicht einmal um das übliche Zartbitter, sondern eher um Schokolade mit nur etwa 30-40 % Kakaoanteil. Der Körper: Voll, samtig und süß. Somit stichelt auch der Alkohol nicht unangenehm heraus. Die Schokoladennoten in Begleitung von Fruchtnoten (Kirsche, dunkle Beeren) sind schon der Wahnsinn und mir eine makellose Bewertung im Körper wert. Auch Vanille-, Tofeee- und dezente Nussnoten können entdeckt werden, was für eine gewisse Komplexität spricht, die man bei einem Bier dieser Kragenweite auch erwartet.

Im Abgang meldet sich der Alkohol leise, aber das darf er bei annähernd 10 % vol. auch. Das Malz tendiert zunehmend in die dunkle Richtung, die Schokolade wandelt sich zur Zartbitterschokolade. Auch die fruchtigen Noten sind weiterhin dabei, neigen nun aber ins Trockene. Für einen Barley Wine ist der Abgang durchaus herb bis stark bitter. Überhopft ist das Einherjer Sold aber deshalb nicht unbedingt, da das Malz permanent dagegen drückt und sich dadurch vielmehr ein intensiver Eindruck von Kaffee und Zartbitterschokolade ergibt. Wer es nicht so herb mag, wird den Abgang aufgrund der vorangenen Süße als unharmonisch empfinden. Von meiner Seite gibt es dafür einen kleinen Punktabzug. Generell mag ich ja herbe Biere, aber bevorzugt sollte es harmonisch arrangiert sein. Das Einherjer Sold tritt da ziemlich eigenwillig und intensiv auf - aber deshalb nicht unlecker.

Das ist wahrhaftig ein starkes Bier! Der Zucker hilft hier geschmacklich sehr viel weiter, sorgt er doch nicht nur für eine lebendige Süße und unterstützt die überwiegend frischen Fruchtnoten, er resultiert auch noch in einer überraschend hohen Süffigkeit. Allein der Körper lässt diesen Barley Wine zur Empfehlung erklingen. Der Rest allerdings ist auch ein wenig fordernd und bei aller Samtigkeit durch die kräftige Bitterkeit auch kantig. Wer seinen Kaffee auch gern schwarz und intensiv trinkt, hat damit indes keine großen Probleme.

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