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Beer like star Viechtacher Wilder Wald

  • Typ Untergärig, Vollbier
  • Alkohol 5.3% vol.
  • Stammwürze 13%
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 86% von 100% basierend auf 2 Bewertungen und 2 Rezensionen

#38296

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 2 Bewertungen
92% Avatar von Schluckspecht
80% Avatar von Iceman40

80% Rezension zum Viechtacher Wilder Wald

Avatar von Iceman40

Der Wilde Wald, was für ein romantischer Name, ist bernsteinfarben, naturbelassen und hat einen malzig hopfigen Geruch. Der Antrunk ist hopfig mit der dazu gehörigen Herbe, schließt aber auch etwas Säure ein. Das Bier wurde mit Perle, Tradition und Select gehopft. Bei der anschließenden Kalthopfung wurde Lupomax Saaz, Relax, Galaxy, Provoak und Polaris gestopft. Diese Hopfengabe scheint mir etwas übertrieben. Zuviel des Guten schafft meines Erachtens nur ein Geschmackswirrwarr, den einzigen Hopfen den ich herausschmecke ist der Polaris.
Die Herbe geht dann im Durchgang vollends in Säure über, was aber gar nicht so schlecht ist. Dadurch wirkt das Bier frisch und auch leicht fruchtig. Im Nachtrunk wirkt sich das Hopfen-Konglomerat dann doch geschmacklich positiv aus. Eine Herbe ist auch weiterhin nur in Ansätzen zu entdecken, die Säure wird aber zunehmend blumiger. Am Ende bleibt ein verwirrendes aber interessantes kaltgehopftes Pilsener, frisch und leicht citral, Hopfen satt und mit einer Schüttung von hellen Pilsner, dunklem Münchner und Cara-Malz. Das passt schon.

Bewertet am

92% Waidmannsheil!

Avatar von Schluckspecht

Die Gesellschaftsbrauerei Viechtach (seit 1553) hat sich mit dem Vollbier namens "Wilder Wald" etwas ganz Besonderes vorgenommen: Ein Bier zu brauen, das nach Wald schmeckt - zum Beispiel nach Waldbeeren und Holz. Dabei bleibt es natürlich dem bayerischen Reinheitsgebot treu. Einzig und allein die Verwendung der vielzähligen Hopfensorten soll zum richtigen Ergebnis führen - und dabei half BarthHaas. Für die Hopfengabe wurden Perle, Tradition und Select ausgewählt - doch da hört es noch längst nicht auf. Für die Kalthopfung dienen LUPOMAX Saaz, Relax, Galaxy, Provoak und Polaris. Auf der Seite des Malzes stehen helles Pilsner Malz, dunkles Münchner Malz sowie Cara Malz. Als Ergebnis werden 5,3 % vol. Alkohol aus 13 °Plato Stammwürze genannt. Besonderheiten sind auch lange, kalte Reifung sowie die offene Gärung. Naturtrüb kommt es in die Halbliter-Euroflasche. Gespannt bin ich in jedem Fall, was mich hier erwartet. Vorschusslorbeeren gibt es schon mal vom Meininger's International Craft Beer Award, wo es 2021 Gold abräumte.

Schon beim Öffnen der Flasche schwirrt das Hopfenaroma kräftig entgegen, aber dazu gleich mehr. Optisch hat die grüne Dolde jedenfalls ebenfalls ihre Abzeichen hinterlassen: Die feinporige Schaumkrone steht hoch und stabil auf dem honiggoldenen, opaltrüben Untergärigen. Dazu gibt es eine sehr angeregte Karbonisierung, die das Bier wie frisch gezapft erscheinen lässt. Nun ja, das ist es ja praktisch auch...

Die Nase bietet allerhand hopfige Eindrücke und sich hier Wald vorzustellen, fällt nun wirklich nicht schwer. Grapefruit und Waldbeeren - in erster Linie Heidelbeeren und Walderdbeeren gibt es an Früchten. Dazu gesellen sich jedoch noch kräuterig-blumig-würzige Noten in Gestalt von Pinie, Harz, Moos und durchaus auch Holz - Letzteres aber in frischer Form und nicht wie bei einem Wood Barrel Aging.

Trotz der vielen Kohlensäure steigt der Viechtacher Wilder Wald sanft, weich und nur mild prickelnd ein. Da bleibt dann mehr Platz für eine kräuterig-blumige Süße. Milde Grapefruit, Orange, saftige Waldheidelbeere und eine Idee Melone gibt es auf der fruchtigen Seite. Die intensive Kalthopfung trägt Früchte. Insbesondere gefällt mir hier aber, dass auf die fruchtige Süße nahtlos eine waldige Aromatik in Form von Harz, Holz und Pinie anknüpft - ganz ohne starke Bittere. Das Malz ist sehr schön darauf abgestimmt mit seinen filigranen Nuancen nach Karamell und Röstigkeit. Auch die Hefe spielt eine wichtige Rolle: Sie sorgt bei aller Frische für Vollmundigkeit. Pinienwürzig, kräuterig und mit knackiger, feinherber Hopfenbittere endet das waldige Untergärige überaus gelungen und schlüssig - nicht zu kurz, nicht zu lang. In Abwesenheit von Leere, Abgestandenheit und Langeweile habe ich an diesem Bier praktisch überhaupt nichts auszusetzen. - Okay, etwas mehr Kohlensäure könnte es wirklich noch vertragen und das füllig-vollmundige Mundgefühl verhindert eine noch höhere Süffigkeit. Aber geschmacklich bekommt es elf von zehn möglichen Punkten. Gerne wieder!

Bewertet am