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Beer like star Synde Bräu Nordwind

  • Typ Obergärig, Black India Pale Ale (IPA)
  • Alkohol 5.9% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt ein Benutzer

Bewertet mit 89% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#36842

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
89% Avatar von Schluckspecht

89% Etwas weniger Hopfenmagie für mehr Ausgewogenheit

Avatar von Schluckspecht

Röstmalz trifft Hopfen - so wird das Synde Nordwind kurz und treffend umschrieben. Das Black IPA trumpft mit 5,9 % vol. Alkohol auf und gleicht damit dem doppelt kaltgehopften Aurora. Meine Theorie ist, dass beim an und für sich identischen Nordwind auf die doppelte Kalthopfung verzichtet wurde. Einen kompletten Verzicht kann ich mir nicht vorstellen, aber das wird sich gleich noch zeigen. Dafür wird das Nordwind in eine Halbliter-Flasche abgefüllt und nicht in der handlichen Probiergröße 0,33 l. Unpasteurisiert & ungefiltert trifft natürlich auch hier zu.

Dunkelrotbraun und hefetrüb steht das Black IPA mitsamt cremebeigem, dichtem Schaum im Glas und erinnert dabei verdächtig und nicht minder verwunderlich an das Aurora von Synde Bräu. Auch hier verkneift sich der Duft die tropischen Früchte (Maracuja, Litschi) nicht, wobei die geringere Intensität dazu führt, dass man beim Nordwind - im Gegensatz zum Aurora - neben den karamelligen Biskuitnoten auch das Röstmalz schön herausriecht. Das Nordwind geht in der Nase sehr viel paritätischer mit Malz und Hopfen um. Gut gefällt mir im Hintergrund eine kräuterige Note.

Weich und ausgewogen legt das Nordwind malzig und hopfenaromatisch los: Etwas Toffee, dunkle Schokolade und Kaffee treffen auf kräuterige Grapefruit, Wassermelone und etwas Mango. Der Trunk ist eher auf der leichten, erfrischenden Seite unterwegs ist - man wird also nicht erschlagen -, wobei von Wässrigkeit gewiss keine Rede ist. So ist auch der milde prickelnde Körper bei aller Frische durchaus einer von der vollmundigen Sorte. Geschmacklich vollzieht sich kein nennenswerter Wandel zum Antrunk. Aromatisch ist es aus meiner Sicht eine Punktlandung, die doppelte Kalthopfung vermisse ich nicht. Durch den harmonisch eingefügten Hopfen kann das Röstmalz stimmige Akzente setzen. Im Abgang wird es kräuterig-salatig herb (ähnlich wie Lollo) mit einem Spritzer Zitrone/Grapefruit. Aber auch herbröstige Kaffeenoten drängen sich in den Mittelpunkt. Der Abgang steht dem vom Aurora kaum nach.

Insgesamt gefällt mir das Nordwind sogar noch eine Spur besser, da es an Ausgewogenheit auf dem Gebiet der Black IPA kaum zu übertreffen ist. Die Malzigkeit kommt wirklich sehr ansprechend zur Geltung und davon profitieren sowohl Vollmundigkeit als auch Süffigkeit. Allerdings fehlen damit auch geschmackliche Spitzen oder die durchaus interessante fruchtige Süße des Aurora. Ich finde es gut, dass sich beide Biere - obwohl sie im Wesentlichen offenbar identisch sind - im Charakter dann doch nennenswert unterscheiden. Am Nordwind gefällt mir wiederum, dass man länger Spaß daran hat.

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