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Beer like star Stone Grapefruit Slam IPA

  • Typ Obergärig, Double IPA
  • Alkohol 8% vol.
  • Stammwürze
  • Empfohlene Trinktemperatur
  • Biobier
  • Hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer

Bewertet mit 71% von 100% basierend auf 1 Bewertung und 1 Rezension

#34356

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
71% Avatar von Schluckspecht

71% Eher würzig als fruchtig

Avatar von Schluckspecht

Beim Stone Grapefruit Slam IPA, einem Double IPA mit 8 % vol. Alkohol und Grapefruitschalen, handelt es sich um einen Altbekannten - bereits 2014 war es gezapft erhältlich (und damals logischerweise auch nicht in Berlin, denn dort öffneten die Pforten erst später). Heute, fünf Jahre später, steht es in der 12 oz-Dose vor mir (optional gibt es auch eine 22 oz-Flasche und die Variante vom Fass). Leider ist bei mir das nur 4 Monate währende MHD (16.05.2019) bereits um knapp eine Woche überschritten, ultrafrisch ist es also nicht mehr. Zu der Fruchtinfusion kommen die drei Hopfensorten Centennial, Chinook und Magnum. Die IBU-Werte sind leider nicht bekannt, dürften aber nur unwesentlich niedriger als 100 IBU liegen.

Orange und leuchtend steht es im Glas, versetzt mit einer mittleren Trübung. Bei genauer Betrachtung erkennt man allerhand feinste Schwebteilchen, die wohl auch von den Fruchtschalen und nicht nur vom Hopfen oder von der Hefe kommen. Die Schaumkrone ist nicht der Rede wert: Erst wenig, dann schnell nichts. Im Duft erwartet mich - wie soll es anders sein - Pink Grapefruit. Allerdings fällt hier die Malzwürze auch ziemlich stark aus, ich vernehme Gewürznoten nach Fenchel, Koriander, Anis und dergleichen. Aber diesmal gar nicht so sehr den Kümmel, wonach viele Biere von Stone riechen...

Ein wenig nichtssagend steigt das IPA ein: Leichte Malzigkeit, leichte Süße, dezente Grapefruit (welche sich auch im Mundgefühl subtil zeigt). Kurz darauf eröffnet sich jedoch eine Fruchtgummi-artige, etwas künstlich anmutende Fruchtigkeit nach Grapefruit und Melone - und damit auch eine akzeptable Zugänglichkeit. Denn der Alkohol ist hier kein ausgemachter Leisetreter: Dass dieses IPA Wucht hat, spürt man. Und auch die fruchtige Süße kann nicht von der malzigen Würze und dem recht trockenen Mundgefühl ablenken. Der Abgang steht klar im Zeichen der Hopfenbitterkeit und der Malzwürze, wobei das Grapefruit Slam IPA aromatisch leider ziemlich schnell abflacht. Übrig bleibt eine nachhängende Bitterkeit mit harzigen Piniennoten im Nachgeschmack. Immerhin bin ich aber ein Freund dieser hopfigen Würze, die letztlich glücklicherweise dominiert.

So richtig warm werde ich insgesamt nicht, mir fehlt es an Harmonie und Konsequenz. Das Grapefruit-IPA hat seine guten Momente, aber erhabend sind die nicht. Da hat Stone einfach Besseres zu bieten. Man kann sich an der nur mittelmäßig eingebundenen Alkoholnote stören, vor allem aber an der vergleichsweise mäßigen Rezenz und Süffigkeit. Angesichts der durchweg gekühlten, lichtgeschützten Lagerung dürfte das "Alter" der Dose gar nicht einmal so viel bewirkt haben, verglichen mit anderen Erfahrungen. Das spielt aktuell aber ohnehin keine Rolle mehr, da es von diesem Bier offenbar nur diese eine Abfüllung vom Januar gibt. Wenn es erneut zu einem Revival kommen sollte, erhoffe ich mir Besserung. Saftiger und fruchtiger beispielsweise ist definitiv das mildere BrewDog Elvis Juice. Stone Brewing spielt hier eindeutig auf der würzigen Seite, wodurch die Grapefruit nur bedingt in Erscheinung tritt. Diese Suggestion kommt erst durch die hohe Bitterkeit auf, die aber eher nach Wald schmeckt. Das muss man mögen...

Bewertet am

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