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Beer like star Sierra Nevada - Hoptimum 2021

  • Typ Obergärig, American Triple IPA
  • Alkohol 11% vol.
  • Stammwürze 24%
  • Empfohlene Trinktemperatur liegt bei 6-8°C
  • Biobier nein
  • Dieses Bier ist hefetrüb
  • Probier mal sagt kein Benutzer
#38140

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Topbier Empfehlenswert Nicht empfohlen
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Bewertungsdetails
Basierend auf 1 Bewertung
83% Avatar von Schluckspecht

83% Mächtig & lecker, aber nicht ganz hoptimal

Avatar von Schluckspecht

Jedes Jahr wächst Sierra Nevada mit dem Triple IPA namens Hoptimum über sich hinaus und das Jahr 2021 lassen sie mit glatten 11,0 % vol. Alkohol sowie 24 °Plato Stammwürze krachen. Chinook, Idaho 7 und Magnum generieren hierbei 75 IBU. Laut Website wurde mit Carapils, Pilsner Malz und Two-row Pale Malz geschüttet. Auf meiner Flasche mit Pfandsiegel ist jedoch auch von Weizenmalz und Hafer die Rede - es wäre aber nicht das erste Mal, dass diese Angabe falsch ist.

Ein hellbeiges und recht stabiles Schaumgebirge türmt sich über dem opaltrüb bernsteinfarbenen IPA auf. Wer genauer hinschaut, entdeckt auch feine Schwebstoffe. Der Duft macht kein Geheimnis um den höheren Alkoholgehalt, denn es sind vergärte Noten feststellbar, die in Richtung Rumtopf und Rotwein tendieren. Das Malz lebt eine leichte Honig-Karamellnote aus mit leichter Brotigkeit, während der Hopfen ansonsten noch Citrus und Pinie anstimmt. Eine intensive Hopfigkeit stelle ich mir anders vor...

Der Antrunk erfolgt sehr geschmeidig, süß und beerenfruchtig. Unterlegt wird das Ganze von Noten nach Harz und Pinie. Der erste Schluck gefällt mir schon mal deutlich besser als der übergärte Duft. Aber auch hier steht die Frische gewiss nicht im Vordergrund, sondern der mächtige Eindruck von Malz und Hopfen. Angesichts der hohen Stammwürze könnte vom Hopfen tatsächlich noch mehr kommen, aber dafür stimmt die Harmonie. Es präsentiert sich ein mächtiger, mundfüllender und alkoholfruchtiger, aber auch geschmeidiger Körper, der einem typischen Rotwein oder Barley Wine kaum nachsteht. Mit alkoholischem Feuer wird der harzig-pinienartige Abgang eingeleitet, der sich noch ein paar Rumtopffrüchte reserviert hat. Übertrieben viel Bitterkeit zeigt sich nicht, auch gibt es hier genug Restsüße. Malzige Trebernoten klingen nach.

Als Hoptimist mag ich Biere von diesem Kaliber - und lecker ist auch dieses Exemplar -, aber das wahre Hopfenfeuerwerk wird hier leider nicht gezündet. Stattdessen stehen die mächtige Stammwürze und der geschmackstreibende Alkohol im Vordergrund. Die Hopfigkeit fügt sich diesem harmonisch unter. Für ein paar aromatische Hopfennoten nach Harz, Citrus (Grapefruit, überreife Zitrone) und Pinie reicht es dennoch. Etwas weniger Alkohol würde jedoch wohl zu einem besseren Geschmackserlebnis führen, weshalb ich Triple IPA bzw. Imperial IPA immer ein wenig kritisch sehe. Bei aller Geschmeidigkeit dominiert der Alkohol zu stark - das ist etwas über das Ziel hinaus. Darunter leiden Süffigkeit und Frischeeindruck massiv. Liebhaber von Barley Wines dürften sich jedoch angesprochen fühlen, da hier auch weinartige Noten zu entdecken sind.

Bewertet am